„Kein Science-Fiction mehr“: GdP-Vize Poitz warnt vor KI-Gefahren

GdP-Vize Alexander Poitz bezeichnet den eigenständigen Hackerangriff einer KI-Software als „unüberhörbares Warnsignal“ und warnt, KI-Risiken seien längst Teil der Realität geworden. Er fordert die rasche Umsetzung des EU-AI-Acts sowie den Ausbau der Cyberabwehrbefugnisse und der Zusammenarbeit von BKA, BSI und ZITIS. Kriminelle Gruppierungen würden KI bereits als Tatmittel nutzen und weitere Tatgelegenheiten ausloten.

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GdP-Vize Alexander Poitz warnt: KI-Risiken seien längst „Teil unserer Realität".
Foto: Unsplash/ Zach M

GdP-Vize Poitz: KI-Hackerangriff ist „unüberhörbares Warnsignal“

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Alexander Poitz, hat die Nachricht über einen eigenständigen Hackerangriff einer KI-Software als deutliches Alarmsignal bezeichnet. „Wir sitzen nicht mehr in einem Kino und lassen uns von einem Science-Fiction-Blockbuster unterhalten. Mittlerweile sind wir Teil der Story. Und die läuft in unserer Realität ab“, betonte der GdP-Vize.

Wer die Risiken Künstlicher Intelligenz jetzt abstreite, ignoriere oder kleinrede, handele unverantwortlich und nehme unkalkulierbaren Schaden in Kauf, so Poitz weiter.

Forderung nach schneller Umsetzung des AI-Acts

Als ersten notwendigen Schritt fordert der Gewerkschafter, die KI-Verordnung der EU – den sogenannten AI-Act – zügig in nationales Recht zu überführen. „Es ist höchste Zeit, der KI wirksame Grenzen zu setzen. Und die strengen Auflagen für riskante KI-Systeme umzusetzen“, erklärte Poitz.

Kriminelle nutzen KI bereits als Tatmittel

Poitz macht deutlich, dass hochkriminelle Gruppierungen die Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz sehr genau beobachten. Teilweise würden KI-Anwendungen bereits für Straftaten genutzt, zudem würden weitere Tatgelegenheiten mit KI als Tatmittel ausgelotet. „Wir dürfen an dieser Stelle nicht ins Hintertreffen geraten“, warnte der GdP-Vize.

Um dem zu begegnen, fordert Poitz mehrere konkrete Maßnahmen: Die Bundesnetzagentur müsse mit Hochdruck in die Lage versetzt werden, als Marktüberwachungsbehörde zu fungieren. Ebenso rasch müssten die Cyberabwehrbefugnisse der Sicherheitsbehörden vorangebracht werden. Nicht zuletzt sei es dringend notwendig, die Zusammenarbeit zwischen dem Bundeskriminalamt (BKA), dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITIS) zu stärken und eng zu vernetzen.

Politik in der Verantwortung

Aus Sicht von Poitz sind die politisch Verantwortlichen gefordert, das Vertrauen der Bevölkerung in die effiziente Arbeit der Sicherheitsbehörden zu festigen und weiter auszubauen. Dazu gehöre insbesondere, sowohl die Chancen als auch die Risiken von Künstlicher Intelligenz in klare gesetzliche Strukturen und Verantwortlichkeiten zu überführen.

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