Die Integrierte Leitstelle des Landkreises Börde setzt künftig auf e*loquentia. Die gemeinsam mit eMessage entwickelte KI-Lösung erkennt Sprachen automatisch und übersetzt Notrufe in Echtzeit. Die Daten bleiben auf Servern des Landkreises. Welche Vorteile das System hat und wie es funktioniert, erfahren Sie hier:

Notruf-Übersetzung per KI: e*loquentia in der Leitstelle Börde
Die Leitstelle des Landkreises Börde in Haldensleben unterstützt ihre Disponenten bei fremdsprachigen Notrufen jetzt mit KI. Gemeinsam mit dem Berliner Unternehmen eMessage hat der Landkreis die Lösung eloquentia entwickelt, die gesprochene Sprache automatisch erkennt und in Echtzeit übersetzt.
Hintergrund ist der starke Transitverkehr über die A2 und A14. In der Leitstelle gehen daher regelmäßig Notrufe von Menschen mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen ein. Nach Angaben von e*Message prüfte der Landkreis zunächst verschiedene am Markt verfügbare Lösungen. Keine davon habe die Anforderungen an Geschwindigkeit, Datenschutz, Informationssicherheit und Praxistauglichkeit vollständig erfüllt.
e*loquentia ist nach Unternehmensangaben auf die Abläufe der Leitstelle zugeschnitten. Die Anwendung unterstützt auch bei aufgeregten Anrufern oder störenden Hintergrundgeräuschen und dokumentiert alle Informationen lückenlos. Diese stehen ohne Zeitverzug für die Einsatzbearbeitung sowie die Weitergabe an Behörden wie Polizei oder Rettungsdienst bereit. Als On-Premises-Installation verarbeitet das System die Daten lokal auf Servern des Landkreises, sensible Informationen verlassen es nicht. Die Rückmeldungen aus der Praxis seien durchweg positiv, die Lösung gelte als einfach bedienbar und als maßgebliche Arbeitserleichterung.
„e*Message erfüllt seit vielen Jahren zuverlässig unsere Anforderungen an reibungslose Prozesse in der Alarmierung. Aufgrund dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit konnten wir gemeinsam ein sicheres, ausgereiftes und leicht zu nutzendes Spracherkennungs- und Übersetzungstool im Rahmen der kommunalen Digitalisierung entwickeln, das uns einen immensen Mehrwert in der täglichen Arbeit bietet“, sagt Daniel Kraft, Sachgebietsleiter Integrierte Leitstelle im Landkreis Börde.
Dirk Nopens, Geschäftsführer von e*Message, erklärt: „Unser Ziel war eine Lösung, die Leitstellen bei fremdsprachigen Notrufen zuverlässig unterstützt und es den Disponenten ermöglicht, sich vollständig auf den Einsatz zu konzentrieren. So kann die notwendige Hilfe schnellstmöglich eingeleitet werden.“
e*loquentia: Langjährige Partnerschaft bei der Alarmierung
Die Entwicklung baut auf einer Zusammenarbeit auf, die 2009 begann. Seitdem nutzt der Landkreis eBOS für die Alarmierung der Feuerwehren und die Warnung der Bevölkerung. Auf Basis der vorhandenen Zentraltechnik und der Satellitenanbindung von eMessage entstand ein eigenständiges, regionales POCSAG-Alarmierungsnetz. Es umfasst heute mehr als 3.000 digitale Meldeempfänger, 280 Sirenen und 20 Sendestationen. Die verschlüsselte, flächendeckende Alarmierung funktioniert unabhängig von öffentlichen Mobilfunknetzen. Mit eBOS und eloquentia erhält der Landkreis Alarmierung und Notfallkommunikation aus einer Hand.
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