Space Innovation Cup: DLR sucht Lösungen für die Steuerung von Drohnen per Satellit

Drohnen kommen in Industrie und Katastrophenschutz zunehmend zum Einsatz, ihre Reichweite ist jedoch begrenzt. Der neue Space Innovation Cup der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR fördert Lösungen zur Steuerung von Drohnen per Satellit. Bewerbungen sind bis zum 13. September 2026 möglich.

Der Space Innovation Cup fördert Lösungen zur satellitengestützten Steuerung und Datenübertragung von Drohnen.
Der Space Innovation Cup fördert Lösungen zur satellitengestützten Steuerung und Datenübertragung von Drohnen.
Foto: Pexels/ Paul Seling

Kleine Drohnen kommen zunehmend in Industrie, Katastrophenschutz sowie sicherheitsrelevanten Anwendungen zum Einsatz. Ihre Einsatzmöglichkeiten werden jedoch häufig durch die begrenzte Reichweite bestehender Kommunikationssysteme eingeschränkt. Mit dem neuen Space Innovation Cup will die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR das ändern und fördert Lösungen für die satellitengestützte Steuerung und Datenübertragung von Drohnen.

DLR: Erste Ausschreibung des Space Innovation Cup

Der Space Innovation Cup ist ein mehrphasiger Innovationswettbewerb des Space Innovation Hubs der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Er wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) initiiert und finanziert und im Rahmen der vorkommerziellen Auftragsvergabe (PCP) durchgeführt. Der Wettbewerb besteht aus Auswahlrunden, Pitchformaten und einer phasenweisen Finanzierung und wird 2026 erstmals ausgeschrieben.

Drohnen über Satelliten steuern

Im Fokus der ersten Challenge steht die Steuerung und der Datentransfer von Drohnen über Satelliten. Konkret geht es um handelsübliche kleine Drohnen – Multicopter und Starrflügler mit Anschaffungskosten von unter 10.000 Euro –, die in Industrie, Katastrophenschutz und Sicherheit zunehmend eingesetzt werden, deren Reichweite aber bislang durch herkömmliche Kommunikationssysteme massiv eingeschränkt ist.

Das DLR sucht ein funktionsfähiges, robustes und miniaturisiertes End-to-End-System für die satellitengestützte Steuerung und Datenübertragung. Es soll wetterunabhängig und rund um die Uhr funktionieren, dabei leicht, kompakt und energieeffizient sein, damit Flugzeit, Energiehaushalt und Nutzlast der Drohne nicht beeinträchtigt werden. Zudem muss die Lösung skalierbar, praxistauglich und kostengünstig sein.

Wer sich bewerben kann

Der Cup richtet sich branchenübergreifend an die New-Space-Szene und Akteure aus der gesamten Europäischen Union – willkommen sind laut DLR Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), etablierte Unternehmen sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen. Auch eine gemeinsame Bewerbung als Verbund aus mehreren Partnern ist möglich.

Ablauf in drei Phasen

Nach einer ersten Sichtung präsentieren ausgewählte Bewerber am 14. Oktober 2026 ihren Lösungsansatz bei einem Pitch-Event vor einer Fachjury in den Räumlichkeiten des IQIB in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Einladungen dazu erfolgen bis zum 9. Oktober 2026. Anschließend gliedert sich der Wettbewerb in drei aufeinander aufbauende Phasen, nach denen jeweils die Zwischenergebnisse vor der Jury gepitcht werden:

In Phase 1 (sechs Monate) wird ein detailliertes Konzept für das Design eines Prototyps entwickelt, gefördert mit bis zu 100.000 Euro pro Teilnehmer. In Phase 2 (acht Monate) folgen Labor- und Feldtests mit funktionalen Prototypen sowie ein technischer Funktionsnachweis, gefördert mit bis zu 200.000 Euro. In Phase 3 (acht Monate) wird die Lösung zur Pilotlösung mit hoher Marktreife (TRL 7–8) weiterentwickelt und in realer Einsatzumgebung demonstriert, ebenfalls gefördert mit bis zu 200.000 Euro. Insgesamt können Teilnehmende so eine Gesamtförderung von bis zu 500.000 Euro erhalten. Eine unabhängige Jury aus Expertinnen und Experten entscheidet über die Zulassung und kürt nach Abschluss des Cups den Gesamtsieger.

Termine und Bewerbung

Am 27. Juli 2026 findet von 11:00 bis 12:30 Uhr ein offizielles FAQ-Webinar statt, bei dem Interessierte ihre Fragen direkt mit Expertinnen und Experten der Raumfahrtagentur klären können. Bewerbungen sind bis zum 13. September 2026 möglich. Alle Details zu Teilnahmebedingungen, Bewertungskriterien und der Anmeldung zum FAQ-Webinar sind auf der Website des Space Innovation Hubs zu finden.

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