KRITIS

ATOMZA von VANEA Defence – 1. zivil nutzbares Drohnenabwehrsystem

Nach Angaben des Münchner Start-ups VANEA Defence ist ATOMZA das weltweit erste System, das Drohnenangriffe auch zivil abwehren kann. Damit spricht die Lösung gezielt private Betreiber ohne hoheitliche Befugnisse an. ATOMZA wird im Rahmen der heute in Bremen startenden Drone Days erstmals gezeigt.

Leere Sicherheitskontrollstelle im Terminal des Flughafens Paderborn-Lippstadt mit Reisebüros und einem Modellflugzeug im Hintergrund
Das auf einer schwenkbaren Halterung montierte System ATOMZA des Herstellers VANEA Defence soll nach Herstellerangaben das erste zivil nutzbare Drohnenabwehrsystem sein.
Foto: VANEA

ATOMZA nutzt einen nicht-kinetischen optischen Effektor, der durch gerichtete photonische Strahlung optische Sensoren handlungsunfähig macht, ohne die Drohne zu zerstören. Dieser Ansatz macht ATOMZA zur ersten Mitigationsmaßnahme, die gezielt gegen Drohnen eingesetzt werden kann, und nicht als Intervention gilt. Während Jammer, Laser und Interceptor-Drohnen rechtlich nur von Sicherheitsbehörden mit hoheitlichen Eingriffsbefugnissen zur Drohnenabwehr betrieben werden dürfen, darf ATOMZA auch von zivilen Betreibern eingesetzt werden.

Erste zivile Mitigationsmaßnahme – ATOMZA

Im zivilen Luftraum, etwa an Flughäfen oder über bewohntem Gebiet, bietet ATOMZA einen weiteren entscheidenden Vorteil: Kollateralschäden durch eine außer Kontrolle geratende Drohne werden verhindert. Ein System, das schützt, ohne neue Risiken zu schaffen. Damit erschließt VANEA Defence erstmals eine Marktchance, die zuvor nicht existierte: Zivile Betreiber kritischer Infrastrukturen können sich nun selbst schützen, eine Notwendigkeit, die die Ereignisse in Europa täglich unterstreichen.

ATOMZA wird bereits von Sicherheitsbehörden und KRITIS-Betreibern unter operativen Bedingungen getestet und validiert, weitere Tests mit militärischen Partnern sind für die kommenden Wochen geplant. VANEA Defence befindet sich zudem in Gesprächen mit weiteren europäischen Behörden und internationalen Sicherheitspartnern, um die Technologie in den kommenden Monaten europaweit einsatzbereit zu machen. Die Vermarktung für zivile Betreiber startet unmittelbar.

Executive Vice President (EVP) für Unmanned Aircraft Systems & Counter-UAVs bei VANEA Defence, Jens Hillenköter, kommentiert: „Die Bedrohungslage in Europa verändert sich rapide. Die Frage lautet nicht mehr, ob kritische Infrastrukturen geschützt werden müssen, sondern wie schnell Schutzlösungen verfügbar sind. Mit ATOMZA bieten wir eine Antwort, die Behörden und private Betreiber gleichermaßen nutzen können.“

VANEA efence setzt auf europäisches KI-Fundament

VANEA Defence wurde 2025 in München gegründet. Im Zentrum aller Entwicklungen steht ein proprietäres KI-Modell, das das Unternehmen vollständig in Europa entwickelt und trainiert. Mit diesem europäischen KI-Fundament schafft VANEA Defence die Voraussetzung dafür, dass europäische Sicherheitsbehörden und zivile Betreiber auf Abwehrsysteme vertrauen können, die unabhängig von externer Infrastruktur funktionieren.

Auf Basis dieses KI-Modells entwickelt VANEA Defence eine integrierte Produktfamilie für Drohnenabwehr, vom optischen Abwehrsystem ATOMZA über Netzwerke verschiedenster Abwehrmittel bis zu erweiterten Bedrohungserkennungssystemen. Die KI ermöglicht konsistente und zuverlässige Erkennung über alle diese Systeme hinweg: Sie unterscheidet echte Angriffsziele von Täuschzielen in Drohnenschwärmen, optimiert den Ressourceneinsatz und schafft die Grundlage für automatisierte, europäische Abwehrketten.

Dr. Oliver Hartkorn, Mitgründer und CTO, ergänzt: „Europäische Verteidigungstechnologie braucht ein europäisches technologisches Fundament. Deshalb trainieren wir unsere KI von Grund auf in Europa, nicht, um eine Anforderung zu erfüllen, sondern um strategische Souveränität zu schaffen. Das ist die Basis für jedes Abwehrsystem, das wir entwickeln. Nur so können wir sicherstellen, dass die Systeme, auf die sich Polizei, Streitkräfte und zivile Betreiber verlassen, nicht von Abhängigkeiten außerhalb Europas gefährdet sind.“

 

Quelle: VANEA Defence

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