Herrmann informiert über die Möglichkeiten der Bayerischen Polizei zur Drohnendetektion und -abwehr

Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle baut Bayern seine Drohnenabwehr weiter aus. Das DKAZ in Erding soll auf rund 100 Mitarbeitende wachsen, die Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen erhalten mehr Personal. Innenminister Herrmann kündigt zudem zusätzliche Mittel im Nachtragshaushalt 2027 an.

Drohnen
Symbolbild: Der Flughafen Memmingen, einer der Standorte mit verstärkter Drohnenabwehr
Foto: pexels/ Markus Winkler

Reaktion auf hybride Bedrohung

„Der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat erneut die zunehmende Gefahr hybrider Bedrohungen durch den Einsatz von Drohnen deutlich gemacht. Darauf reagieren wir entschlossen und stärken die Handlungsfähigkeit der Bayerischen Polizei in der Drohnenabwehr weiter“, betonte Innenminister Joachim Herrmann heute am Nürnberger Flughafen. Dazu sollen sowohl die technischen Fähigkeiten als auch die personellen Ressourcen weiter ausgebaut werden. „Das Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei in Erding soll schrittweise auf rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufwachsen. Zugleich werden die Polizeidienststellen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen personell weiter verstärkt“, so der Minister. +++

Personelle Verstärkung an den Flughäfen

„Wir setzen einen klaren Schwerpunkt auf den Schutz unserer Flughäfen vor neuen Bedrohungen. Hier am Flughafen Nürnberg treten bei der Grenzpolizeiinspektion zum 1. September 2026 18 neue Einsatzkräfte ihren Dienst an“, erklärte Herrmann. An den drei bayerischen Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen steht bereits stationäre und mobile Drohnentechnik zur Verfügung. „Diese technischen Fähigkeiten werden wir kontinuierlich weiterentwickeln und ausbauen – gemeinsam mit dem DKAZ, unseren bayerischen Spezialeinheiten, der Deutschen Flugsicherung und der Bundespolizei“, so Herrmann weiter.

DKAZ seit April 2026 im Einsatz

Das DKAZ nahm am 1. April 2026 seinen Betrieb auf. Die dort eingesetzten Drohnenexperten der Bayerischen Polizei beobachten kontinuierlich technologische Entwicklungen, erproben neue Systeme und bewerten deren Eignung für den polizeilichen Einsatz. Dazu steht das DKAZ in engem Kontakt zum Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) des Bundes und der Länder in Berlin, zur Bundeswehr und zu wissenschaftlichen Einrichtungen. „Das DKAZ hat bereits bei zahlreichen Einsätzen seine Expertise erfolgreich eingebracht, etwa beim Deutschen Katholikentag in Würzburg oder beim Hamburger Hafengeburtstag im Mai dieses Jahres“, erklärte Herrmann.

Ausblick auf Nachtragshaushalt 2027

Der Minister kündigte zudem an, sich bei den anstehenden Verhandlungen über den Nachtragshaushalt 2027 dafür einzusetzen, dass die Bayerische Polizei die notwendigen finanziellen Mittel erhält, um ihre technische Ausstattung, personellen Ressourcen und Fähigkeiten zur Drohnenabwehr weiter zu stärken. „Wir leben in einer Zeit, die von zunehmenden Konflikten, hybriden Bedrohungen und neuen Formen der Einflussnahme geprägt ist. Deshalb brauchen wir die erforderlichen Investitionen, um die Bayerische Polizei auch weiterhin bestmöglich auf diese Herausforderungen vorzubereiten und für größtmögliche Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen“, so Herrmann abschließend.

Quelle: Bayerisches Staatsministeriums des Innern

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