In Serbien breiten sich derzeit großflächige Waldbrände aus, besonders betroffen ist das Naturreservat Deliblato Sands östlich von Belgrad. Die serbischen Behörden hatten am späten Freitagabend über das EU-Katastrophenschutzverfahren um internationale Unterstützung gebeten. Seit Montagnachmittag ist nun auch ein deutscher Feuerwehrverband vor Ort und unterstützt die Löscharbeiten.
Verband aus dem Rheinland unter Bonner Leitung
Insgesamt 56 Wehrkräfte aus dem Rheinland sind im Einsatz, angeführt von der Feuerwehr Bonn. Darunter befinden sich auch sieben Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf, von denen einige bereits beim Einsatz in Spanien dabei waren. Ergänzt wird der Verband durch Feuerwehrleute aus Niedersachsen, Fachberater der Hilfsorganisation @fire sowie eine Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe. Gestartet war der Konvoi bereits am Samstagmorgen von Bonn aus.
Schwieriges Gelände erschwert Löscharbeiten
Die Bedingungen vor Ort gelten als herausfordernd: Sandige Böden und unerschlossenes Terrain zwingen die Einsatzkräfte dazu, größere Strecken zu Fuß zurückzulegen – mit Löschrucksäcken, Handwerkzeugen und langen Schlauchleitungen im Gepäck. Das berichtete David Bormann, Pressesprecher der Feuerwehr Bonn, der sich selbst vor Ort befindet. Der Einsatz läuft rund um die Uhr, das Ende ist für kommenden Freitag geplant.
Bereits sechster Auslandseinsatz des Jahres
Für das seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren gemeldete Waldbrandmodul ist es der sechste Auslandseinsatz. Allein in diesem Jahr war die Einheit bereits in den Niederlanden und in Spanien im Einsatz, erst vergangene Woche unterstützte sie zudem bei den Waldbränden im Kreis Düren. Laut Feuerwehr Bonn musste die Vorbereitung für den Serbien-Einsatz kurzfristig erfolgen: Personal, Fahrzeuge, Material und die logistischen Rahmenbedingungen für die internationale Verlegung seien innerhalb kürzester Zeit zusammengestellt worden
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