Die aktuellen Vorstöße aus Bayern und Brandenburg sowie die Forderungen weiterer Länder nach einem schnelleren und wirksameren Schutz Kritischer Infrastrukturen zeigen den dringenden politischen Handlungsbedarf in diesem Bereich. „Die Bedrohung durch Drohnen, Sabotage und hybride Angriffe ist real und duldet keinen weiteren Aufschub. Die private Sicherheitswirtschaft verfügt über qualifiziertes Personal, moderne Technik und umfassende Erfahrung beim Schutz sensibler Einrichtungen. Unsere Mitgliedsunternehmen sind bereit und in der Lage, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen“, erklärt BDSW-Präsident Werner Landstorfer.
Private Sicherheitswirtschaft schützt bereits sensible Einrichtungen
Private Sicherheitsunternehmen schützen bereits heute Energieanlagen, Verkehrswege, Kommunikationsinfrastrukturen, militärische Liegenschaften und weitere sicherheitsrelevante Einrichtungen. Beispielsweise ermöglichen es schon jetzt moderne Sensorik, Drohnendetektion, KI-gestützte Videoanalyse und Robotik, Gefahren frühzeitig zu erkennen und schnell zu reagieren.
Bund und Länder gefordert: Klare Zuständigkeiten nötig
Damit diese Fähigkeiten umfassend genutzt werden können, müssen Bund und Länder zügig eindeutige Zuständigkeiten, Befugnisse und Qualitätsanforderungen festlegen. Das gilt insbesondere für die Detektion, Verfolgung und Abwehr unbemannter Fluggeräte sowie für den Schutz Kritischer Infrastrukturen vor Sabotage und Anschlägen.
„Der Staat bleibt für die innere Sicherheit verantwortlich. Er kann aber nicht jede Schutzaufgabe allein erfüllen. Mit einem klaren gesetzlichen Rahmen und einer verbindlichen Aufgabenteilung können qualifizierte private Sicherheitsunternehmen einen erheblichen Beitrag leisten. Jetzt kommt es darauf an, schnell zu handeln“, so Landstorfer.
Klare gesetzliche Rahmenbedingungen sind die Voraussetzung dafür, dass qualifizierte Sicherheitsdienstleister ihre Kompetenzen wirksam in den Schutz Kritischer Infrastrukturen einbringen können.
Quelle: BDSW – Bundesverband der Sicherheitswirtschaft e. V.
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