Bayern: 612 neue Polizeibeamte, mehr Personal für Grenzpolizei und Drohnenabwehr

Die Bayerische Polizei wächst weiter: 612 neu ausgebildete Beamtinnen und Beamte werden auf die Polizeiverbände verteilt. Grenzpolizei und Drohnenabwehrzentrum profitieren gezielt vom Personalzuwachs. Bis 2027 soll der Stellenbestand eine neue Höchstmarke erreichen.

Bayerischer Polizeibeamter in schwarzer Schutzausrüstung mit Barett und Einsatzhelm steht vor parkenden Polizeifahrzeugen
Personalzuwachs bei der Bayerischen Polizei: Grenzpolizei und Drohnenabwehr im Fokus
Foto: pexels/ Markus Spiske

Bayern erhält Verstärkung für seine Polizei: Insgesamt 612 neue Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte werden auf die bayerischen Polizeiverbände verteilt. Davon entfallen 45 Stellen auf die Bayerische Grenzpolizei und 22 auf das Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei in Erding, das zum 1. April 2026 in Betrieb gegangen ist.  Zum Personalzuwachs für das DKAZ erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: „Dadurch stärken wir die Handlungsfähigkeit Bayerns im Kampf gegen die Gefahr durch Drohnenangriffe weiter.“ Herrmann verwies auf die langfristige Personalstrategie des Freistaats: Aktuell verfügt die Bayerische Polizei über mehr als 45.700 Stellen. Mit dem Doppelhaushalt 2026/2027 erhält sie im Jahr 2027 weitere 200 neue Stellen und erreicht damit eine neue Höchstmarke im Stellenbestand. Seit 2008 seien damit mehr als 8.800 zusätzliche Stellen geschaffen worden – nach Angaben Herrmanns „deutschlandweit einmalig“.

Beste Sicherheitslage seit 1978

Der Innenminister verwies zudem auf die Sicherheitslage in Bayern, die er auf die Arbeit der Bayerischen Polizei zurückführte: „Bayern ist das sicherste Bundesland in Deutschland – mit der niedrigsten Kriminalitätsrate und mit der höchsten Aufklärungsquote.“ Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2021 habe Bayern im vergangenen Jahr 2025 die beste Sicherheitslage seit 1978 verzeichnet. Bayern stehe für einen „handlungsfähigen, demokratischen und freiheitlichen Rechtsstaat“, so Herrmann.

Verteilung auf die Polizeiverbände

Die fertig ausgebildeten Polizistinnen und Polizisten werden wie folgt auf die Polizeiverbände verteilt, die das Personal eigenständig auf die nachgeordneten Dienststellen aufteilen. In Klammern die Gesamtsumme der Personalzuteilungen seit 2017:

PP München erhält mit 120 neuen Stellen (gesamt: 1.848) den größten Zuwachs, gefolgt von PP Mittelfranken mit 82 Stellen (1.749) und PP Oberbayern Nord mit 64 Stellen (1.349). Weitere Zuteilungen entfallen auf PP Schwaben Nord (62 / 982), PP Niederbayern (48 / 1.125), PP Oberpfalz (48 / 1.118) und die Bayerische Bereitschaftspolizei (48 / 814). PP Schwaben Süd/West erhält 39 Stellen (872), PP Oberbayern Süd 36 Stellen (1.132) sowie PP Oberfranken und PP Unterfranken jeweils 22 Stellen (916 bzw. 1.055). Das Bayerische Landeskriminalamt wird um 18 Stellen (460) verstärkt, das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz um 2 Stellen (82) und das Polizeiverwaltungsamt um 1 Stelle (46).

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