Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien erschüttert. Mehr als 100 Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Das Kolumbianische Rote Kreuz und das DRK unterstützen die Soforthilfe vor Ort.

Mehrere Regionen Kolumbiens sind am 10. August 2026 von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Beben der Stärke 7,4 hat weite Teile Zentral- und Westkolumbiens sowie angrenzende Nachbarländer erfasst. In Kolumbien wurde der nationale Notstand ausgerufen. Im Moment geht man von über 100 Toten und zahlreichen Verletzten aus, wobei die Zahlen noch steigen werden. Die lokale Infrastruktur wurde massiv beschädigt, Wohngebäude, Krankenhäuser und Schulen stürzten teilweise oder ganz ein.
Suche nach Verschütteten
Das Kolumbianische Rote Kreuz hat Such- und Rettungskräfte mobilisiert, um Menschen aus den Trümmern zu retten. „Die Not der Menschen im Schadensgebiet ist groß. Jetzt kommt es darauf an, schnell und wirksam humanitäre Hilfe zu leisten. Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet seit Jahren eng mit dem Kolumbianischen Roten Kreuz zusammen und kann deshalb laufende Soforthilfemaßnahmen bestmöglich unterstützen und dringend benötigte Hilfe leisten“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter.
Medizinische und psychosoziale Hilfe
Derzeit steht die Rettung von in eingestürzten oder beschädigten Gebäuden eingeschlossenen Menschen im Zentrum der aktuellen Soforthilfe. Neben Such- und Rettungseinsätzen leistet das Kolumbianische Rote Kreuz lebensrettende Maßnahmen und bietet den vom Erdbeben Betroffenen unter anderem medizinische Erstversorgung und psychosoziale Unterstützung.
Hilfe für 300 Familien
Über das DRK konnten vorab eingelagerte humanitäre Hilfsgüter sowie Wasserfilter zur Unterstützung von 300 Familien bereitgestellt werden, um den Zugang zu sicherem Trinkwasser in den betroffenen Gemeinden zu verbessern.
Unterstützung durch EU und Auswärtiges Amt
Die Hilfsmaßnahmen werden in enger Abstimmung mit dem Kolumbianischen Roten Kreuz umgesetzt. Unterstützt wird die Nothilfe durch die Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Union sowie durch das Auswärtige Amt. „Wir stehen fest an der Seite unserer Schwestergesellschaft, dem Kolumbianischen Roten Kreuz. Die Lage vor Ort ist dynamisch, sodass die Soforthilfemaßnahmen fortlaufend angepasst werden“, sagt Christian Reuter.
Quelle: DRK
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