Am 3. Oktober beteiligten sich Einsatzkräfte der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) an der deutsch-dänischen Übung „Blåtand 2026“ in Süddänemark und Fünen. Die Gesamtübung wurde vom 1. bis 4. Oktober von der dänischen Heimwehr (Hjemmeværnet) organisiert und bot den Rahmen, um die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg zu erproben. Gemeinsam mit der dänischen Katastrophenschutzbehörde Danish Emergency Management Agency (DEMA) und der örtlichen Einsatzleitung der Feuerwehr trainierte das THW die Bewältigung komplexer Schadenslagen.
160 THW-Kräfte üben Ölschadenbekämpfung und Rettung
Rund 160 THW-Angehörige aus zehn Ortsverbänden und drei Regionalbereichen waren an der Übung und im Bereitstellungsraum beteiligt. Die Einsatzkräfte brachten ein breites Spektrum an Fähigkeiten ein, darunter Bergung, Wassergefahren, Ölschadenbekämpfung, Einsatzstellensicherung und Trinkwasserversorgung. Im Übungsszenario galt es unter anderem, einen drohenden Öleintrag in ein Gewässer zu verhindern und Menschen an schwer zugänglichen Einsatzorten zu retten. Dabei waren auch der Transport von Material über den Wasserweg und die Sicherung einer gefährdeten Einsatzstelle gefragt.
Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg
Die Zusammenarbeit mit den dänischen Partnern war ein wesentlicher Bestandteil der Übung. Dabei konnten die Beteiligten auf bereits bestehende Erfahrungen aus früheren grenzüberschreitenden Übungen in Deutschland und Dänemark aufbauen. Diese gemeinsamen Übungen haben gezeigt, dass die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg erfolgreich funktioniert. Sie tragen dazu bei, dass die unterschiedlichen Organisationsstrukturen, Abläufe und technische Möglichkeiten im Einsatz ineinandergreifen. Wer die jeweiligen Fähigkeiten seines Nachbarn kennt und die Zusammenarbeit kontinuierlich weiterentwickelt, ist für den Ernstfall vorbereitet.
„Grenzüberschreitende Hilfe funktioniert dann besonders gut, wenn sich die beteiligten Einsatzkräfte und Organisationen kennen und aufeinander abgestimmt arbeiten können. Übungen wie Blåtand schaffen dafür eine wichtige Grundlage. Ich danke der DEMA für die gute Zusammenarbeit und allen THW-Kräften, die sich vor Ort und in der Unterstützung eingebracht haben“, sagt Rudolph Buhtz, Team-Leader des THW-Ortsverbandes Hamburg-Eimsbüttel. Bo Krüger Elgaard, Liasion Officer der DEMA, ergänzt: „Wir haben hervorragend zusammengearbeitet und wünschen uns weiterhin eine enge und gewinnbringende Zusammenarbeit.“
Bereitstellungsraum in Flensburg und Logistik
Auch die logistische Unterstützung war ein wichtiger Teil der Übung. In Flensburg betrieb der Fachzug Führung und Kommunikation gemeinsam mit der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung sowie dem Ortsverbands-Stab den Bereitstellungsraum. Die Fachgruppe Logistik-Materialwirtschaft übernahm Reparaturen und die Kraftstofflogistik. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte der DRK-Kreisverband Flensburg e. V.
Dank an Helfende und dänische Partner
Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die die Übung durch ihren Einsatz vor Ort und im Hintergrund möglich gemacht haben. Ohne die Kräfte in der logistischen Unterstützung, der Führung und der Versorgung wäre die Beteiligung des THW in dieser Form nicht möglich gewesen. Ebenso dankt das THW der DEMA, der örtlichen Feuerwehr und allen weiteren dänischen Beteiligten für die Zusammenarbeit.
Quelle: THW
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