Vom 1. bis zum 6. Juni demonstrierte das Technische Hilfswerk (THW) in Hannover auf der Interschutz, der Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, seine Fähigkeiten. Als einer von knapp 1.800 Ausstellern aus 55 Ländern machte die Einsatzorganisation operativen Bevölkerungsschutz auf insgesamt mehr als 740 Quadratmetern für rund 140.000 Besucherinnen und Besucher auf seinen beiden Ständen hautnah erlebbar.
Fünf thematische Säulen gaben die Schwerpunkte des Hauptstandes vor: So lernte das Messepublikum an der einen Stelle anhand eines Miniaturmodells die neuen Liegenschaften kennen. Die neueste Ausstattung wurde im nächsten Bereich vorgestellt: Insbesondere vor der Mobilen Atemschutzübungsstrecke (MOBAS) bildeten sich regelmäßig Schlangen zur Besichtigung – bei Vorführungen demonstrierten Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger die Nutzung in voller Schutzkleidung. Ein fabrikneuer Unimog mit Ladekran zog ebenfalls viele Blicke auf sich. Er ist einer von insgesamt 66 Stück, die dank der Mittel aus dem „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ beschafft wurden.
Im Kontrast dazu veranschaulichte ein Oldtimer-Unimog, den die historische Sammlung der THW-Bundesvereinigung e. V. ausstellte, die Vergangenheit der Bundesanstalt. Vertreterinnen und Vertreter der Forschung präsentierten Exponate wie den Transportroboter ROMATRIS oder ließen Standgäste per VR-Brille ein virtuelles Einsatz-Gerüst-System errichten. Auch beim Stand der THW-Jugend e. V. kamen VR-Brillen zum Einsatz: Mit diesen konnten Kinder und Jugendliche spielerisch das richtige Verhalten in Krisenfällen wie Blackouts üben. Auch die Stiftung THW informierte in Hannover über ihre Arbeit.
Neben dem Hauptstand präsentierten Angehörige der Organisation in einer zweiten Messehalle Ausstattung der Fachgruppe Infrastruktur sowie einen der mobilen 20-Fuß-Werkstattcontainer mit Montagekran, die an die Ukraine übergeben wurden.
Technisches Hilfswerk zeigt die Bandbreite seiner Kompetenzen
Ein weiteres Highlight des Messestandes waren die zahlreichen Vorträge von Expertinnen und Experten zu verschiedenen Fachthemen. So gaben Angehörige der Forschung Einblicke in verschiedene Projekte, etwa zur Stärkung der Resilienz von Verwaltungsstäben. Auch das Bauprogramm, mit dem bundesweit rund 200 neue Liegenschaften errichtet werden, wurde vorgestellt.
Ein weiterer Vortrag informierte über das Engagement des Technischen Hilfswerks im Ausland am Beispiel der Unterstützung der Ukraine seit dem Jahr 2022. Zwei Angehörige des ukrainischen Zivilschutzes waren dafür zu Gast auf dem Messestand und berichteten von Einsätzen in ihrem Heimatland.
Die THW-Jugend hatte mit weiteren Jugendverbänden eine Podiumsdiskussion zur unverzichtbaren Rolle von Kindern und Jugendlichen im Bevölkerungsschutzes organisiert. Zudem erläuterte ein Vertreter des Virtual Operations Support Teams (VOST) die Rolle dieser jungen Einheit, die im digitalen Raum operiert.
Quelle: THW
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