390 Hektar in Flammen: THW-Großeinsatz an der Müritz geendet

Nach acht Tagen neigt sich der THW-Einsatz beim Großbrand im Müritz-Nationalpark dem Ende zu. Mehr als 174 Einsatzkräfte kämpften auf rund 390 Hektar gegen die Flammen – erschwert durch munitionsbelastetes Gelände. Nun beginnt der schrittweise Rückbau, während die Helfer bei Bedarf weiterhin einsatzbereit bleiben.

THW
THW-Einsatzkräfte unterstützten die Feuerwehr beim Waldbrand im Müritz-Nationalpark mit Pumparbeiten.
Foto: THW

THW-Einsatz im Müritz-Nationalpark neigt sich dem Ende zu

Nach acht Tagen neigt sich der Einsatz der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) im Müritz-Nationalpark dem Ende zu. Seit dem Ausbruch des Waldbrandes am 13. Juli unterstützte das THW die Feuerwehr und weitere Behörden bei der Bekämpfung des Großbrandes. Aufgrund der angekündigten Niederschläge und der weitgehend stabilen Lage beginnt das THW schrittweise mit dem Rückbau einzelner Einsatzabschnitte. Die Einsatzkräfte bleiben jedoch so lange vor Ort, wie ihre Unterstützung benötigt wird.

Brand auf munitionsbelastetem Gelände erschwerte Löscharbeiten

Der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Granzin hatte sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit auf rund 390 Hektar ausgebreitet. Die Löscharbeiten wurden durch munitionsbelastetes Gelände erheblich erschwert, da weite Bereiche nicht unmittelbar betreten oder bekämpft werden konnten. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde die Brandfläche vollständig mit Kreisregnern eingekesselt.

Technische Unterstützung durch das Technische Hilfswerk

Das THW unterstützte die Einsatzkräfte mit einem breiten Spektrum technischer Fähigkeiten. Zu den Aufgaben gehörten die Wasserförderung über lange Wegstrecken, die Versorgung der Pumpen mit Kraftstoff, Transport- und Räumarbeiten, die Fachberatung der Einsatzleitung sowie die Einsatzdokumentation. Darüber hinaus richtete das THW in Neustrelitz einen Bereitstellungsraum für THW-Einsatzkräfte ein. Für die Versorgung der zahlreichen Einsatzfahrzeuge und Pumpen mit Kraftstoff wurde eine eigene Führungsstelle Logistik geschaffen, die sämtliche Versorgungsfahrten koordinierte und damit die kontinuierliche Einsatzbereitschaft der eingesetzten Technik sicherstellte.

Mehr als 174 Einsatzkräfte aus mehreren Landesverbänden

Insgesamt waren mehr als 174 THW-Angehörige aus 27 Ortsverbänden des THW-Landesverbandes Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, des Landesverbandes Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie des Landesverbandes Bremen, Niedersachsen an dem Einsatz beteiligt.

„Dieser Einsatz hat erneut gezeigt, wie wichtig das Zusammenspiel aller Organisationen im Bevölkerungsschutz ist. Unsere Einsatzkräfte haben unter anspruchsvollen Bedingungen über viele Tage hinweg hochprofessionell gearbeitet und ihre technischen Fähigkeiten zielgerichtet eingebracht. Mein Dank gilt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit großem Engagement und hoher Einsatzbereitschaft zum Erfolg dieses Einsatzes beigetragen haben“, sagt Jörg Behling, Referatsleiter Einsatz und stellvertretender Landesbeauftragter des THW-Landesverbandes Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein.

Erster Großeinsatz für Helferin Stefanie Dubbert

Auch für die Einsatzkräfte selbst war der Waldbrand eine besondere Herausforderung. Stefanie Dubbert aus dem Ortsverband Demmin war als Helferin im Zugtrupp in ihrem ersten großen Einsatz. „Meine Aufgabe war es, die Einheiten des Technischen Hilfswerks im Einsatzabschnitt zwei zu koordinieren und den Zugführer zu unterstützen“, berichtet sie.

Dazu gehöre auch, rechtzeitig für Ablösung zu sorgen, an Lagebesprechungen teilzunehmen und das Einsatztagebuch zu führen. „Darin wird genau festgehalten, welche Einheit mit welchem Auftrag wann wohin fährt“, erklärt Dubbert. Besonders gut gefällt ihr die Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Feuerwehren, dem Katastrophenschutz und vielen weiteren Organisationen. „Es ist herausfordernd und spannend, ich habe viel Neues gelernt und Einblicke in diese komplexe Lage bekommen“ fasst sie zusammen.

Letzte Einsatzphase: Rückbau der Infrastruktur

Mit dem schrittweisen Rückbau der Schlauchleitungen, Pumpen und weiterer Einsatzinfrastruktur beginnt für das Technische Hilfswerk die letzte Phase eines umfangreichen Einsatzes. Gleichzeitig bleiben Einsatzkräfte und Material weiterhin verfügbar, um bei Bedarf kurzfristig unterstützen zu können. Erst wenn die zuständigen Einsatzleitungen Entwarnung geben, wird der Einsatz vollständig beendet.

Quelle: THW

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