Die Security Essen 2026 ist mit 519 Ausstellern aus 41 Ländern gestartet. Zum Auftakt feierte das Blaulichtforum seine Premiere, während DNS-Konferenz und Protect and Prevent Forum erste Fachvorträge boten. Am Mittwoch startet die Europäische Drohnen-Fachtagung.

Security Essen 2026: Auftakttag mit abwechslungsreichem Fachprogramm
Mit 519 Ausstellern aus 41 Ländern ist die Security Essen am Dienstag in ihre 26. Auflage gestartet. Bis Freitag präsentieren die Aussteller auf 40.000 Quadratmetern in den Hallen 2, 5, 6, 7 und 8 sowie in der Galeria ihre Neuheiten aus den Bereichen Zutritt, Video, Brandschutz, Perimeterschutz, Cybersecurity und Bevölkerungsschutz.
Aus- und Weiterbildung im Fokus
Den Auftakt machte der gemeinsam mit dem BDSW veranstaltete Tag der Aus- und Weiterbildung. Er richtete sich gezielt an Auszubildende, Studierende und Umschüler der Sicherheitsbranche und bot neben Fachvorträgen und Messerundgängen auch die Auszeichnung der besten Auszubildenden. Darüber hinaus nutzten viele Teilnehmer den Tag, um Unternehmen und mögliche zukünftige Arbeitsfelder der Branche kennenzulernen und erste berufliche Kontakte zu knüpfen.
Blaulichtforum feiert Premiere
Parallel dazu erlebte das Blaulichtforum in Halle 5 seine Premiere auf der Security Essen. In Kooperation mit Feuerwehr-Magazin und Rettungs-Magazin brachte das neue Format Feuerwehr, Polizei, Bevölkerungsschutz, Sicherheitswirtschaft und Defence zusammen und stellte die grundsätzliche Frage, wie neue Bedrohungslagen und Technologien Sicherheit und Gefahrenabwehr künftig verändern werden. Diskutiert wurde unter anderem, welche Rolle Drohnen und autonome Systeme künftig im Einsatz übernehmen, wie gut Deutschland auf CBRNE-Lagen und hybride Bedrohungen vorbereitet ist und wie Leitstellen und vernetzte Systeme im Ernstfall für ein gemeinsames Lagebild sorgen können.
Fachprogramm: Cybersecurity und Videosicherheit im Fokus
Ebenfalls am Dienstag startete die DNS – Digital Networking Security Konferenz in Halle 7, die noch bis Mittwoch läuft. Für Messebesucher kostenlos, widmete sie sich dem Zusammenwachsen von physischer und digitaler Sicherheit – von aktuellen Cyberangriffen über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Cybersecurity bis zu regulatorischen Anforderungen und digitaler Souveränität. Im parallel laufenden Protect and Prevent Forum in Halle 5 stellte der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. unter dem Titel „Video Security Redefined“ die neue Norm DIN EN 62676-4:2026 vor, während Benjamin Krebs von Verkada über die kritische Phase zwischen Alarmerkennung und Reaktion sprach – und darüber, warum viele Schutzkonzepte für Kritische Infrastrukturen genau an diesem Punkt scheitern.
Ausblick: Drohnen und Detektion im Fokus
Am Mittwoch nimmt die Messe richtig Fahrt auf: Dann startet die zweitägige Europäische Drohnen-Fachtagung, veranstaltet vom Fachausschuss Drohnen des BDSW gemeinsam mit der Security Essen und der Confederation of European Security Services (CoESS). Rund 20 Fachvorträge beleuchten Drohnentechnologie aus unterschiedlichen Perspektiven – von regulatorischen Fragen bis zu Detektions- und Abwehrsystemen; den Auftakt macht ein Statement von BDSW-Vizepräsident Cornelius Toussaint zu Security und Drohnen-Technologie in Deutschland. Parallel geht es im Protect and Prevent Forum um Ladelösungen für Blackout-Szenarien, den Einfluss von KI auf die physische Sicherheit der Zukunft – und einen neuen Ansatz zur skalierbaren Drohnendetektion, den LivEye-Geschäftsführer Carsten Simons anhand eines Praxisbeispiels zum Schutz Kritischer Infrastrukturen in Deutschland vorstellt. Es könnte einer der spannendsten Messetage werden.
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