„Mit dem ‚Pakt für den Bevölkerungsschutz‘ investieren wir bis 2029 allein zehn Milliarden Euro in Ausstattung, Ausbildung und Ausbau des Bevölkerungsschutzes. Bei der Ausstattung sind wir auf Innovationen und modernste Technologien angewiesen, wie sie eindrucksvoll auf der Interschutz vorgestellt werden.
Die Interschutz bringt wichtige Partner der großen Gemeinschaftsaufgabe Bevölkerungsschutz an einem Ort zusammen. Was hier präsentiert wird, ist weit mehr als die Technik von morgen, es ist die Grundlage unserer Resilienz von morgen“, betont Bundesinnenminister Dobrindt.
Nachdem Bundesinnenminister Dobrindt am Vormittag in Hannover die Fachmesse Interschutz eröffnet hatte, machte er sich beim THW auf der mehr als 600 Quadratmeter großen Fläche in Halle 17 einen Eindruck davon, mit welchen neuen technischen Entwicklungen die Sicherheitsforschung die Einsatzfähigkeit des THW stärkt.
Zum Beispiel hängt über dem Stand eine starrflügelige Drohne, die senkrecht starten und landen kann und die THW-Einsatzkräfte dadurch auch auf engem Raum einsetzen können.
Neben immer leistungsfähigeren Drohnen forscht das THW gemeinsam mit Partnern an der Personenortung mit Künstlicher Intelligenz und der Stromerzeugung per Dual-Fuel-Brennstoffzelle (RESCUE). Auf dem Messestand sind außerdem der Transportroboter ROMATRIS sowie der Erkundungs-Kleinroboter SMURF zu sehen.
Europäische Zusammenarbeit
Nicht nur bei Forschungskooperationen sucht das THW einen engen Austausch. Auch mit dem ukrainischen Zivilschutz hat das THW in den vergangenen vier Jahren eine intensive Zusammenarbeit aufgebaut. Der Abteilungsleiter Technik des ukrainischen Zivilschutzes berichtet auf dem THW-Stand von ihren Erfahrungen aus einem Land im Krieg.
Zu den zahlreichen Fahrzeugen, Baumaschinen und Hilfsgütern im Umfang von rund 180 Millionen Euro, die das THW seit dem Jahr 2022 an die Ukraine geliefert hat, gehören auch 20-Fuß-Werkstattcontainer. In Halle 26 am Stand K21 stellt das THW einen der voll ausgestatteten Container aus.
Zehn der mobilen Werkstätten mit Montagekran, die für Reparaturen und Wartungsarbeiten eingesetzt werden, hat das THW bereits an den ukrainischen Grenzschutz und frontnahe Oblaste übergeben. Weitere Container für die Ukraine werden folgen. Zwei der Werkstattcontainer hat das THW zudem an die eigene Auslandseinheit „Standing Engineering Capacity“ (SEC) ausgeliefert.
In Halle 26 präsentiert das THW auf der 130 Quadratmeter großen Fläche außerdem Ausstattung der Fachgruppe Infrastruktur. Neben einem Mannschaftstransportwagen ist ein neuer Tandem-Anhänger mit einer mobilen Werkstatt für die Fachgruppe Infrastruktur zu sehen.
Interschutz mit THW-Stand
„Auf der Interschutz 2026 zeigt das THW anschaulich, wie wir die Zivilschutztüchtigkeit mit neuer Ausstattung, zeitgemäßer Ausbildung und modernen Unterkünften weiter steigern. Außerdem stellen wir neue, spannende Projekte aus der Sicherheitsforschung vor.
Die THW-Jugend e. V. präsentiert das Projekt ‚360° Krisenfest‘, das in interaktiven 360-Grad-Videos spielerisch vermittelt, wie man sich in Notlagen verhält. Ein Oldtimer-Einsatzfahrzeug schlägt den Bogen zur THW-Geschichte“, fasst THW-Vizepräsident Dierk Hansen zusammen.
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