Kommunikation/ITZMZ

Interoperable Kommunikation für Krisen und Grosslagen: Containerlösungen von RUAG

Lena BerghoffLena Berghoff

Der Bundesverband Professioneller Mobilfunk (PMeV) hat einen Arbeitskreis zu privaten 5G-Campusnetzen gegründet. Das Gremium soll den Fachaustausch zu Ausbau, Standardisierung und Einsatz für geschäfts- und einsatzkritische Anwendungen bündeln. Den Vorsitz übernimmt Thomas Höschele von CampusGenius.

5G-Campusnetze: Rot-weißer Gittermast mit Richtfunk- und Mobilfunkantennen vor blauem Himmel mit leicht bewölktem Hintergrund
Private 5G-Campusnetze sollen Unternehmen, KRITIS und Behörden eine eigenständige Mobilfunkinfrastruktur bieten.
Foto: pexels/ Kabiur Rahman Riyad

PMeV gründet Arbeitskreis „5G-Campusnetze“

Der Bundesverband Professioneller Mobilfunk (PMeV) hat einen neuen Arbeitskreis zu privaten 5G-Campusnetzen ins Leben gerufen. Das Gremium soll den Fachaustausch zu Netzen für geschäfts- und einsatzkritische Anwendungen bündeln.

Der Bundesverband Professioneller Mobilfunk (PMeV) – Netzwerk sichere Kommunikation hat einen Arbeitskreis „5G-Campusnetze“ gegründet. Nach Angaben des Verbands soll er den fachlichen Austausch zu eigenbetriebenen 5G-Campusnetzen intensivieren, die unabhängig von öffentlichen Netzbetreibern arbeiten. Zugleich will der Arbeitskreis deren Bedeutung als Rückgrat professioneller breitbandiger Kommunikationslösungen herausarbeiten.

Herstellerunabhängig befasst sich das Gremium mit Ausbau, Standardisierung und praktischem Einsatz privater 5G-Infrastrukturen für geschäfts- und einsatzkritische Anwendungen. Den Vorsitz übernimmt Thomas Höschele von CampusGenius.

„Wir streben den Fachaustausch zwischen Herstellern, Anbietern, Anwendern und Forschungsinstitutionen zu privaten 5G-Campusnetzen an“, erklärt Höschele. Gemeinsam mit dem PMeV-Fachbereich Leitstellen und weiteren Gremien wolle der Arbeitskreis technische Standards wie die MCX-Anbindung begleiten.

Unter einem 5G-Campusnetz versteht der PMeV ein geografisch begrenztes, lokales Mobilfunknetz, das auf besondere Anforderungen wie industrielle Kommunikation zugeschnitten ist. Für Unternehmen, Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) und Behörden gewännen resiliente, sichere und kontrollierbare Kommunikationslösungen zunehmend an Bedeutung. Ein eigenes, dediziertes Campusnetz mache unabhängig von den Eigenschaften des öffentlichen Netzes am Unternehmensstandort. Sicherheit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ließen sich nach Verbandsangaben exakt auf die eigenen Anforderungen abstimmen. Da alle Daten in der eigenen Infrastruktur verblieben, bieten private Campusnetze aus Sicht des PMeV maximale Datenhoheit.

PMeV-Vorstandsvorsitzender Bernhard Klinger verweist auf die strategische Bedeutung der Technologie: „Für Unternehmen und KRITIS ist Resilienz essenziell. Sie müssen sich mehr denn je Gedanken über ihre digitale Sicherheit und unternehmensinterne Kommunikationshoheit machen.“ Mit 5G-Campusnetzen stehe in Deutschland im Hinblick auf Technologie und Regulatorik eine Lösung zur Verfügung, die einen entscheidenden Mehrwert für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit biete.

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