GdP dankt Einsatzkräften nach Jugendprotesten und fordert mehr Reserven

Lena BerghoffLena Berghoff

Nach den bundesweiten „Gen Z regelt“-Demonstrationen und den Krawallen am Abend in Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin und Köln dankt die Gewerkschaft der Polizei den Einsatzkräften für ihren Einsatz. Während Zehntausende überwiegend friedlich für bessere Schulen und soziale Gerechtigkeit demonstrierten, griffen Gewalttäter Polizisten an. Mit Blick auf weitere Proteste am 14. und 20. November fordert die GdP zusätzliche personelle Reserven und verlässlich verfügbare Ausrüstung.

GdP: Menschenmenge auf einer Straße vor dem Brandenburger Tor, vorn Ordner in gelben Warnwesten, links ein Wagen mit orangefarbenem Smiley-Ballon.
Menschenmenge vor dem Brandenburger Tor in Berlin, abgesichert von Ordnungskräften in Warnwesten.
Foto: pexels/ Warren Noronha

Krawalle am Abend in mehreren Städten

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den Einsatzkräften für ihren Einsatz bei den bundesweiten Jugendprotesten am Samstag gedankt. Aufgerufen hatte die Gruppierung „Gen Z regelt“. Nach Angaben der Organisatoren kamen etwa 120.000 Menschen in mehr als 30 Städten zusammen und forderten unter anderem mehr Geld für Schulen, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Die Demonstrationen verliefen laut Berichten friedlich.

Am Abend kam es jedoch vor allem in Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin und Köln zu Ausschreitungen. Beamte wurden mit Gegenständen und Pyrotechnik beworfen, Wasserwerfer kamen zum Einsatz. In Frankfurt schlugen Randalierer Schaufensterscheiben ein und plünderten Geschäfte. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Kopelke dankt den Einsatzkräften

„Unsere Kolleginnen und Kollegen haben unter schwierigen Bedingungen friedlichen Protest geschützt, Gewalt unterbunden und Unbeteiligte in Sicherheit gebracht“, erklärte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke. Dafür verdienten sie großen Respekt und die volle Rückendeckung der Politik. Den Verletzten, darunter auch Einsatzkräften, wünschte er eine schnelle Genesung.

Kopelke würdigte ausdrücklich die Schülerinnen und Schüler, die friedlich für ihre Anliegen demonstrierten. Diese dürften durch die Gewalttäter nicht in den Hintergrund geraten.

Scharfe Kritik an Gewalttätern

Scharfe Kritik übte er an gewaltbereiten Randalierern, die friedlichen Protest als Deckmantel für ihren Hass auf die Polizei missbrauchten. Auch junge Männer, die Geschäfte plünderten und Einsatzkräfte attackierten, hätten keine politische Botschaft. Die Bilder der Nacht bestätigten die Warnung der GdP, dass manche den Tag gezielt für Randale nutzen wollten. Die Täter müssten identifiziert und konsequent zur Verantwortung gezogen werden. Hessens Innenminister Poseck (CDU) hatte bereits angekündigt, Straftaten konsequent zu verfolgen. „Gen Z regelt“ distanzierte sich auf Instagram von jeder Form der Gewalt.

Die nächsten Einsätze stehen bereits an: Die Initiative rief zu weiteren Demonstrationen am 14. November auf und will sich an den europaweiten Protesten am 20. November beteiligen, dem Internationalen Jugendstreiktag. Die GdP fordert deshalb zusätzliche personelle Reserven und eine verlässlich verfügbare technische Ausstattung. Demonstrationen und Großlagen kämen zu Fußballeinsätzen, Grenzaufgaben, Kontrollmaßnahmen und dem täglichen Dienst hinzu. „Die Belastung unserer Kolleginnen und Kollegen steigt extrem“, so Kopelke. Es brauche mehr Reserven und mehr einsatzfähiges Gerät.

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