Innerhalb weniger Tage sind rund 50.000 Menschen vor einem Konflikt im äthiopischen Moyale ins benachbarte Kenia geflohen. Familien flüchten vor den Kämpfen, die mit einem Streit um die Kontrolle über das Gebiet zwischen den äthiopischen Regionen Oromia und Somali zusammenhängen. Malteser International versorgt die Menschen über lokale Partner medizinisch und verteilt Wasser- und Hygienepakete. Mehrere tausend Menschen können so versorgt werden.
Es fehlt an Medizin, Wasser und Sanitäranlagen
„Viele Menschen sind bei Gastfamilien untergekommen, andere leben in provisorischen Unterkünften und schlafen im Regen auf der Straße. Familien mussten ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen und konnten meist nur das mitbringen, was sie tragen konnten. Es fehlt vor allem an medizinischer Versorgung, sauberem Wasser und Sanitäranlagen. Unsere Mitarbeitenden vor Ort berichten, dass es immer mehr Menschen mit Durchfallerkrankungen und einige Masernverdachtsfälle gibt. Hilfe wird jetzt also schnell benötigt“, berichtet Manuel Lackmaier, Landeskoordinator von Malteser International in Kenia. Gleichzeitig sind Gesundheitseinrichtungen teilweise nur eingeschränkt arbeitsfähig. Besonders Kinder, Schwangere und stillende Frauen benötigen Unterstützung.
Mobile medizinische Versorgung und Ernährungshilfe
Die Malteser stellen über lokale Partner mobile medizinische Versorgung und Medikamente bereit. Geplant sind medizinische Konsultationen und Untersuchungen, um festzustellen, welche Kleinkinder und schwangere oder stillende Frauen unterernährt sind. Anschließend erhalten die Menschen gezielte Ernährungshilfen oder werden direkt zur Weiterbehandlung in Gesundheitseinrichtungen vermittelt.
Wasserbehälter, Hygieneartikel und Toiletten für rund 3.000 Menschen
Darüber hinaus stellen die Malteser über lokale Partner Wasserbehälter und Hygieneartikel für rund 3.000 Menschen bereit. Provisorische Toiletten und Handwaschmöglichkeiten werden derzeit installiert oder instandgesetzt.
Hilfe auch für aufnehmende Gemeinden
Die geplante Hilfe richtet sich sowohl an Geflüchtete als auch an besonders bedürftige Haushalte der aufnehmenden Gemeinden. Die Malteser unterstützen bereits seit 2001 vorwiegend den Gesundheitsbereich in Kenia.
Quelle: Malteser
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