Hilfsorganisationen bündeln Hilfe für Syrien und Libanon

Johanniter, ASB und arche nova bündeln ihre Kräfte für ein neues Hilfsprojekt in Syrien und im Libanon. Rund 90.000 Menschen sollen von medizinischer Versorgung, Ernährungshilfe und WASH-Maßnahmen profitieren. Finanziert wird das Projekt vom Auswärtigen Amt und über Spenden.

Syrien: Arzt untersucht mit einem Spatel den Rachen eines Kindes, das von einem Mann im Arm gehalten wird, während eines Hilfsprojekts
Johanniter, ASB und arche nova bündeln ihre Hilfe für besonders betroffene Menschen in Syrien und im Libanon.
Foto: Johanniter Auslandshilfe

Hilfe für Syrien und Libanon: Hilfsorganisationen starten gemeinsames Projekt

Millionen Menschen in Syrien und im Libanon leiden weiterhin unter den Folgen von Krieg, Vertreibung und wirtschaftlicher Krise. Der Zugang zu Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung ist für viele Menschen nach wie vor eingeschränkt. Ein neues Hilfsprojekt unter Leitung der Johanniter-Auslandshilfe soll besonders betroffene Gemeinschaften unterstützen und gleichzeitig ihre Widerstandsfähigkeit stärken.

Das Projekt wird durch das Auswärtige Amt sowie Spenden an Aktion Deutschland Hilft finanziert. Daran beteiligt sind die Johanniter, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), arche nova und sieben weitere lokale Partnerorganisationen.

Rund 90.000 Menschen sollen profitieren

Im Mittelpunkt des Projekts steht ein sektorübergreifender Ansatz. Die Organisationen verbinden medizinische Versorgung, Ernährungssicherung sowie Maßnahmen in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH).

Rund 90.000 Menschen in besonders betroffenen Gemeinden in Nordsyrien und im Libanon sollen von den Maßnahmen profitieren. Unterstützt werden unter anderem Gesundheitseinrichtungen und mobile Teams, die die medizinische Grundversorgung sicherstellen.

Gleichzeitig erhalten besonders gefährdete Haushalte Unterstützung bei der Ernährungssicherung. WASH-Maßnahmen sollen das Risiko wasserbedingter Krankheiten reduzieren und die Lebensbedingungen in Gemeinden und Notunterkünften verbessern.

Hilfsangebote sollen ineinandergreifen

Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Verbindung der verschiedenen Maßnahmen. Familien, die beispielsweise in einer Gesundheitseinrichtung behandelt werden, können bei Bedarf direkt an Angebote zur Ernährungssicherung oder WASH-Versorgung vermittelt werden.

Auf diese Weise sollen unterschiedliche akute Bedürfnisse gleichzeitig berücksichtigt und die Wirksamkeit der humanitären Hilfe erhöht werden.

„Besonders in langanhaltenden Krisen ist es wichtig, Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir auf eine verlässliche und umfassende Unterstützung, die akute Bedürfnisse adressiert und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften stärkt“, sagt Sevin Ibrahim, Johanniter-Programmverantwortliche für Syrien und Libanon.

Lokale Partner im Fokus

Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen in Syrien und im Libanon. Dadurch sollen bestehende Strukturen vor Ort gestärkt und die Hilfe effizienter gestaltet werden.

Auch arche nova bringt seine WASH-Expertise in das Projekt ein. „Mehr als ein Jahrzehnt Krieg hat in Syrien Spuren hinterlassen – zerstörte Wassersysteme, überfüllte Vertriebenen-Camps, ein kollabiertes Gesundheitssystem. arche nova bringt seine WASH-Expertise in das Konsortium ein, um gemeinsam lebensrettende Hilfe zu leisten – sektorübergreifend, nachhaltig und nah an den Menschen“, sagt Julian Jekel, Landesleiter Syrien bei arche nova.

Der ASB will mit dem gemeinsamen Projekt sein Engagement in Syrien ausbauen. „Mit diesem gemeinsamen Projekt bauen wir unser Engagement in Syrien konsequent aus und erreichen künftig auch Regionen, in denen wir bislang nicht tätig sein konnten. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisationen stärken wir die Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlagen der Menschen. Die enge Zusammenarbeit mit den Johannitern und arche nova ermöglicht es uns, die Menschen bedarfsgerecht und nachhaltig zu unterstützen“, sagt Carsten Stork, Leiter der ASB-Auslandshilfe.

Das Projekt verbindet damit kurzfristige Unterstützung in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und WASH mit dem Ziel, lokale Strukturen und die Resilienz der betroffenen Gemeinschaften langfristig zu stärken.

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