Digital und eingespielt: So sicherte das DRK die Nature One 2026 ab

Beim Musikfestival Nature One 2026 in Kastellaun versorgte der Sanitätsdienst des DRK mit rund 650 Ehrenamtlichen knapp 1.450 Patientinnen und Patienten – das Einsatzaufkommen blieb dabei vergleichsweise niedrig. Erstmals kamen mobile GPS-Tracker zur Echtzeit-Verfolgung der Einsatzteams sowie eine vollständig digitale Einsatzdokumentation zum Einsatz. Innenminister Achim Schwickert und Ministerpräsident Gordon Schnieder würdigten bei einem Besuch die 30-jährige Unterstützung des Festivals durch das DRK.

Der DRK-Sanitätsdienst war beim Musikfestival Nature One 2026 in Kastellaun rund um die Uhr im Einsatz.
Der DRK-Sanitätsdienst war beim Musikfestival Nature One 2026 in Kastellaun rund um die Uhr im Einsatz.
Foto: Unsplash/ John Moeses Bauan

Rotes Kreuz versorgt 1.450 Besucher beim Musikfestival Nature One

Nach fünf intensiven Einsatztagen geht der Sanitätsdienst dess Deutschen Roten Kreuzes bei der Nature One 2026 dem Ende zu. Rund 650 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus zahlreichen DRK-Gliederungen sorgten auf dem Festivalgelände der ehemaligen Raketenbasis Pydna bei Kastellaun für die medizinische Versorgung der Besucherinnen und Besucher.

Ruhiger Verlauf trotz hoher Besucherzahl

Aus Sicht der DRK-Einsatzleitung verlief die Jubiläumsausgabe des Festivals erfreulich ruhig. Insgesamt wurden während des rund 100-stündigen Einsatzes knapp 1.450 Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt. In 119 Fällen war eine weiterführende Behandlung in einem Krankenhaus erforderlich. Gemessen an der Größe der Veranstaltung und der Besucherzahl liegt das Einsatzaufkommen, trotz einer geringen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Eingespieltes Team und verlässlicher Partner

„Die Nature One zählt für uns seit vielen Jahren zu den größten und zugleich angenehmsten Sanitätsdiensten des Jahres. Einen wesentlichen Anteil daran hat die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Veranstalter I-Motion. Gleichzeitig profitieren wir von einem eingespielten Kernteam aus erfahrenen Ehrenamtlichen, das seit vielen Jahren gemeinsam im Einsatz ist. Diese Kontinuität sorgt für reibungslose Abläufe und ein hohes Maß an Professionalität“, bilanziert DRK-Gesamteinsatzleiter Heinz-Dieter Wieß am Sonntagmorgen.

Überwiegend kleinere Verletzungen

Auch medizinisch blieb das Einsatzgeschehen überwiegend überschaubar. Die häufigsten Hilfeleistungen betrafen kleinere Verletzungen, Kreislaufbeschwerden sowie vereinzelt Knochenbrüche. Lediglich ein Festivalbesucher musste nach einer schweren Verbrennung mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik transportiert werden.

GPS-Tracker im ersten Praxiseinsatz

Erstmals setzte das DRK bei der Nature One mobile GPS-Tracker für seine Einsatzteams ein. Dadurch konnte die Einsatzleitung die Positionen der Sanitätsteams in Echtzeit verfolgen und bei Notrufen unmittelbar das nächstgelegene Team alarmieren. Der erste großflächige Praxiseinsatz der neuen Technik verlief erfolgreich und soll in den kommenden Jahren weiter optimiert werden.

Ergänzt wurde das System durch eine vollständig digitale Einsatzdokumentation. Sämtliche Hilfeleistungen wurden in Echtzeit erfasst und standen der Einsatzleitung unmittelbar zur Verfügung. Dadurch war jederzeit ein aktuelles Lagebild über das gesamte Festivalgelände möglich, was die Koordination der Einsatzkräfte zusätzlich verbesserte.

Landespolitik würdigt ehrenamtliches Engagement

Während des Festivals informierten sich auch Vertreter der Landespolitik über die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes. Im Rahmen eines Besuchs an der DRK-Einsatzleitung dankten Innenminister Achim Schwickert sowie Ministerpräsident Gordon Schnieder den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihr außergewöhnliches Engagement und würdigten insbesondere die mittlerweile 30-jährige Unterstützung des Festivals durch das Deutsche Rote Kreuz.

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