Der Bodensee Resillience Summit 2026 – Ein Programmüberblick

Lena BerghoffLena Berghoff
Bodensee Resilience Summit 2026 mit Fachvorträgen zu kritischen Infrastrukturen, Bevölkerungsschutz und Gesamtverteidigung.
Der Bodensee Resilience Summit 2026 widmet sich dem Schutz kritischer Infrastrukturen und der Stärkung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz.
Foto: CPM / Sascha Schürmann

Bodensee Resilience Summit 2026: Zwei Tage im Zeichen von Sicherheit und Widerstandsfähigkeit

Wie gut sind Staat, Wirtschaft und Gesellschaft auf Krisen vorbereitet? Und wie lassen sich kritische Infrastrukturen, Versorgungssysteme und staatliche Handlungsfähigkeit auch unter außergewöhnlichen Bedingungen sichern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Bodensee Resilience Summit am 29. und 30. Oktober. Das Programm bringt Fachleute aus Behörden, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und beleuchtet Resilienz aus unterschiedlichen Perspektiven.

Tag 1: Kritische Infrastrukturen, Cybersecurity und Krisenbewältigung

Zum Auftakt stehen der radiologische Notfallschutz und der Schutz kritischer Infrastrukturen im Mittelpunkt. Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, eröffnet das fachliche Programm mit einer Keynote zur Bedeutung des radiologischen Notfallschutzes für die gesamtstaatliche Resilienz.

Im weiteren Verlauf geht es um die praktische Umsetzung des KRITIS-Dachgesetzes, die Aufrechterhaltung staatlicher und Regierungsfunktionen sowie technische Systeme zum Schutz kritischer Infrastrukturen. Auch die Cybersecurity in Österreich, die zivile Drohnenabwehr und der Schutz der Energieversorgung sind Teil des Programms. Eine Diskussionsrunde greift anschließend die Frage auf, wie sich erkannte Verwundbarkeiten in konkrete Resilienzmaßnahmen übersetzen lassen.

Am Nachmittag rücken die Fähigkeiten und Ressourcen für den Krisenfall in den Fokus. Themen sind unter anderem die Rolle des Technischen Hilfswerks in der Gesamtverteidigung, reaktionsschnelle IT-Sicherheit, Logistik und die Versorgung von Kommunen im Zivilschutzfall. Ergänzt wird das Programm durch Erfahrungen aus Israel zum kollektiven ABC-Schutz sowie Beiträge zur medizinischen Versorgung und zu mobilen Versorgungssystemen in Krisen und Konflikten. Eine weitere Diskussionsrunde beschäftigt sich mit der Frage, wie gut Deutschland auf die Herausforderungen von Versorgung, Transport und Durchhaltefähigkeit vorbereitet ist.

Tag 2: Infrastruktur, Gefahrenpotenziale und internationale Perspektiven

Am Freitag, 30. Oktober, richtet sich der Blick zunächst auf die Widerstandsfähigkeit zentraler Infrastrukturen. Sylvia Borcherding, Geschäftsführerin der 50Hertz Transmission GmbH, spricht über die Faktoren einer resilienten Stromversorgung. Anschließend geht es um den baulichen Bevölkerungsschutz im Spannungsfeld von Klimakrise, KRITIS-Schutz und Gesamtverteidigung.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die sichere Kommunikation: Michael Heuken von ND SatCom beleuchtet die Bedeutung resilienter Satellitennetze für den Bevölkerungsschutz und kritische Infrastrukturen. Zudem stehen die Erkenntnisse aus der Flutkatastrophe 2021 und ihre Konsequenzen für Führung und kommunales Krisenmanagement auf der Agenda.

Danach geht es um Resilienz in CBRN-Lagen und den Schutz kritischer Infrastrukturen vor entsprechenden Gefahren. Ein Panel unter dem Titel „Shaping the battlefield – Die Gefahr durch CBRN(E)“ bringt Perspektiven aus Wirtschaft, Bundespolizei und militärischem ABC-Schutz zusammen.

Am Nachmittag folgt der Blick auf die internationale Dimension der Gesamtverteidigung. Helena Quis von European Defence in a New Age (EDINA) eröffnet die Session mit ihrer Keynote „Gesamtverteidigung – Thinking outside the box“. Anschließend beleuchtet ein Zukunftsszenario die Auswirkungen eines möglichen bewaffneten Konflikts auf die Arzneimittelversorgung. Eine Live-Umfrage mit anschließender Diskussion gibt den Teilnehmenden schließlich Gelegenheit, ihre Einschätzungen zur aktuellen Sicherheitslage einzubringen.

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Bodensee Resilience SummitGesamtverteidigungKRITISVersorgungssicherheit

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