
Waldbrände in Spanien und Frankreich
Anlässlich der aktuellen Waldbrandlage in Spanien und Frankreich unterstützt Deutschland beide Länder über den EU-Katastrophenschutzmechanismus (UCPM). Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert die deutschen Hilfsmaßnahmen und übernimmt damit eine zentrale Rolle bei der internationalen Katastrophenhilfe.
Unterstützung für Spanien:
Nachdem Spanien am Abend des 29. Juli 2026 ein Hilfeleistungsersuchen nach bodengebundenen Einheiten zur Vegetationsbrandbekämpfung (sog. GFFF-V-Einheit, Ground Forest Firefighting using Vehicles) gestellt hatte, entsendete Deutschland eine bereitstehende und speziell hierfür ausgebildete Einheit aus Nordrhein-Westfalen in die Provinz Zamora im Nordwesten Spaniens. Die nach EU-Vorgaben zertifizierte Einheit besteht aus insgesamt 56 Personen und 21 Fahrzeugen. Der Einsatz, der seit den frühen Morgenstunden des 30. Juli 2026 läuft, ist für voraussichtlich zehn Tage einschließlich An- und Abreise geplant. Die weiteren operativen Abstimmungen laufen derzeit.
Unterstützung für Frankreich:
Vom 28. Juli 2026 bis einschließlich 01. August 2026 unterstützt Deutschland Frankreich im Rahmen einer Amtshilfeleistung. Zum Einsatz kommt eine Einheit, die aus insgesamt 40 Soldatinnen und Soldaten, zwei CH53-Hubschraubern für mögliche Löschmaßnahmen sowie einem begleitenden A400M-Transportflugzeug zur logistischen Unterstützung besteht. Die Einheit operiert vom Militärflugplatz Cazaux im Département Gironde aus.
Darüber hinaus bat Frankreich am 28. Juli 2026 über den UCPM um 1.900 Tonnen Retardant. Dieser Löschwasserzusatz verbessert die Wirksamkeit der Brandbekämpfung. Das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) im BBK steuerte diese Anfrage innerhalb Deutschlands mit der Bitte um Unterstützung an Bund und Länder.
Das BBK steht in engem Austausch mit den betroffenen Staaten und den zuständigen deutschen Behörden, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren und die betroffenen Regionen bei der Bewältigung der Waldbrände bestmöglich zu unterstützen.
Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung
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