Dönges hat gemeinsam mit @fire und Trautwein Fahrzeugbau einen geländegängigen Anhänger für Löschmannschaften A entwickelt. Der Anhänger führt 400 Liter Wasser sowie eine am Bedarf orientierte Beladung für den Erstangriff mit, etwa bei einem Vegetationsbrand.

Gemeinsam mit der Waldbrandorganisation @fire und Trautwein Fahrzeugbau hat Dönges einen Anhänger für spezialisierte Löschmannschaften entwickelt. Er ist geländegängig, führt 400 Liter Wasser mit und ist so beladen, dass die Ausstattung am tatsächlichen Bedarf der Einsatzkräfte ausgerichtet ist. Vorgestellt wurde der Anhänger für die Vegetations- und Flächenbrandbekämpfung auf der INTERSCHUTZ 2026.
Erstangriff ohne lange Vorbereitung
Vegetationsbrände stellen Feuerwehren vor besondere Herausforderungen. Die Brände können sich schnell ausbreiten, während lange Wegstrecken und schwer zugängliches Gelände den Einsatz erschweren. Benötigt wird deshalb Ausrüstung, die ohne große Vorbereitungen schnell zur Verfügung steht und auch abseits befestigter Wege eingesetzt werden kann.
Der Vegetationsbrandanhänger bündelt alles, was eine spezialisierte Löschmannschaft für den Erstangriff benötigt. Die Einsatzkräfte können unmittelbar mit Handwerkzeugen, Löschrucksäcken und Schlauchmaterial ins Gelände vorgehen, ohne zunächst zeitaufwendig Ausrüstung aus verschiedenen Fahrzeugen zusammenzustellen. Grundlage des Konzepts ist die Fachempfehlung „Löschmannschaften“, die Experten des Waldbrandteams, von @fire und den Spezialisierten Kräften Vegetationsbrand (SKV) erarbeitet haben. Der Anhänger ist für sogenannte Löschmannschaften A konzipiert, die bodengebundene Kräfte beispielsweise auf Kreis- oder regionaler Ebene unterstützen.
400 Liter Wasser an Bord
Zum Anhänger gehört ein integrierter Wassertank mit 400 Litern Volumen. Er stellt Wasser für den Eigenschutz oder erste Löschmaßnahmen bereit. Zur Beladung zählen außerdem D-Schlauchmaterial, Löschrucksäcke, Strahlrohre sowie spezielle Handwerkzeuge wie Gorgui, Pulaski und Feuerpatsche.
Damit lassen sich unterschiedliche Aufgaben abdecken: Kontrolllinien und Wundstreifen anlegen, den Brand mit Handwerkzeugen direkt bekämpfen, Flanken sichern oder Glutnester ablöschen. Auch eine Schlauchvornahme mit mindestens 300 Metern D-Schlauch ist möglich.
Entscheidend ist dabei nicht nur, was sich im Anhänger befindet, sondern auch, wie es untergebracht ist. Die Einsatzkräfte können die benötigten Geräte und vorbereiteten Ausrüstungspakete schnell entnehmen und unmittelbar ins Gelände vorgehen.
Für schmale Wege gebaut
Trautwein Fahrzeugbau entwickelte den robusten Aufbau mit hoher Bodenfreiheit, geländetauglicher Bereifung und ausgewogener Gewichtsverteilung. Der Anhänger kann hinter geländegängigen Einsatzfahrzeugen oder geeigneten Mannschaftstransportwagen eingesetzt werden. Dank seiner kompakten Bauweise bleibt er auch auf schmalen Wald- und Wirtschaftswegen manövrierfähig.
Das System ergänzt die vorhandenen Löschfahrzeuge, vor allem dort, wo größere Fahrzeuge nicht weiterkommen. Der Vegetationsbrandanhänger ist dabei kein Ersatz für ein Waldbrandtanklöschfahrzeug. Seine Aufgabe ist eine andere: Er bringt Mannschaft, Wasser und die passende Ausrüstung möglichst nah an den Einsatzort.
Keine Beladung von der Stange
Grundsätzlich ist der Anhänger für Löschmannschaften A nach der gemeinsamen Empfehlung von Waldbrandteam, @fire und SKV ausgestattet. Je nach örtlichen Risiken, vorhandenen Fahrzeugen und Einsatztaktik der jeweiligen Feuerwehr kann die Beladung aber individuell angepasst werden. Dönges greift dafür auf ein breites Sortiment für die Vegetationsbrandbekämpfung zurück. Feuerwehren erhalten so einen Anhänger, dessen Ausstattung zu ihren Aufgaben und Strukturen passt.
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