INTERSCHUTZ 2026 rückt Bevölkerungsschutz in den Mittelpunkt

Die INTERSCHUTZ 2026 will mehr sein als eine Rekordmesse: Unter dem Motto „Safeguarding tomorrow“ rücken Bevölkerungsschutz, Krisenvorsorge und neue Sicherheitsstrategien in den Fokus. Mit 1.525 Ausstellern, internationalen Delegationen und Themen wie KI, Klimawandel und Zivil-Militärischer Zusammenarbeit soll Hannover zum Treffpunkt der Branche werden.

INTERSCHUTZ 2026
INTERSCHUTZ 2026 startet in Kürze
Foto: Interschutz

Die größte INTERSCHUTZ aller Zeiten

Die INTERSCHUTZ 2026 startet in Kürze: vom 01. bis zum 06. Juni soll sie nicht nur die größte Ausgabe ihrer Geschichte werden, sondern auch eine Plattform für die Zukunft des Bevölkerungsschutzes sein. Die Messe findet diesjährig unter dem Motto „Safeguarding tomorrow“ statt. Christoph Bahlmann, Feuerwehr- und Krisenmanagementexperte sowie Leitung der Feuerwehr Hannover forderte eine „echte Zeitenwende im Bevölkerungsschutz“.

Bevölkerungsschutz als gemeinsame Aufgabe

Hintergrund seien neue Krisenlagen, hybride Bedrohungen und die Notwendigkeit, Staat, Kommunen und Hilfsorganisationen besser auf Krisen vorzubereiten. Dabei soll die INTERSCHUTZ 2026 neue Maßstäbe setzen. Mit rund 1.525 Ausstellern aus 51 Nationen schafft sie einen Raum für die Sicherheits- und Einsatzbranche in unsicheren Zeiten. Zusätzlich können mehr als 112.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche bestaunt werden. Zu erwarten sind zudem 30 internationale Delegationen aus Ländern wie Singapur, Taiwan, Schweden und Dänemark .

Dabei stehen Themen wie Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ), Klimawandel, Künstliche Intelligenz und Hybride Bedrohungen im Mittelpunkt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt soll die Messe feierlich eröffnen. Außerdem steht der Bevölkerungsschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe im Fokus.

Mehr als eine Feuerwehrmesse

Nach Angaben der Veranstalter versteht sich die INTERSCHUTZ zunehmend nicht mehr nur als klassische Feuerwehr- oder Herstellermesse, sondern als Plattform für politische, gesellschaftliche und technologische Zukunftsfragen. Ziel sei es, internationale Zusammenarbeit zu stärken und den Austausch zwischen Einsatzkräften, Politik, Wissenschaft und Industrie weiter auszubauen.

Als Messehighlight zeigt das Deutsches Rotes Kreuz erstmals ein mobiles Feldkrankenhaus mit rund 20 Zelten für bis zu 5.000 Personen. Besucherinnen und Besucher sollen dabei nicht nur die Technik und Logistik besichtigen können, sondern auch Einblicke in Aufnahmeprozesse, Klinikabläufe und medizinische Versorgung unter Krisenbedingungen erhalten.

Jürgen Christmann, Vizepräsident des Deutsches Rotes Kreuzes verwies in diesem Zusammenhang außerdem darauf, dass wichtige Vorhaben im Bereich mobiler Betreuungs- und Versorgungskapazitäten bislang nur teilweise finanziert seien.

Zivil-Militärische Zusammenarbeit im Fokus

Auch die immer weiter an Bedeutung gewinnende Zivil-Militärische Zusammenarbeit wird ein großes Thema auf der diesjährigen INTERSCHUTZ darstellen. Oberst i.G. Armin Schaus betont diesbezüglich, dass Deutschland zwar keinen klassischen Krieg erwarte, aber bereits heute mit Cyberangriffen, Sabotage, Desinformation und hybriden Bedrohungen konfrontiert sei. Wichtig sei also, dass Sicherheit und Resilienz nur gemeinsam von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aufgebaut werden können.

Ergänzend verwies Schaus darauf, dass funktionierende Kommunen und belastbare Infrastruktur im Krisen- oder Verteidigungsfall eine entscheidende Rolle spielen. Bevölkerungsschutz beginne nicht erst im Ernstfall, sondern bereits in der Vorsorge und Vorbereitung auf kommunaler Ebene. Genau diesen Ansatz griff auch Christoph Bahlmann auf: Krisen träfen die Menschen in erster Linie zuhause und würden zunächst von Städten und Gemeinden bewältigt.

Krisenvorsorge beginnt in den Kommunen

Hannover habe deshalb bereits seit 2022 einen eigenen Bereich für Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement aufgebaut. Die Aufgaben reichen von Warnsystemen über Notfallpunkte und Schutzräume bis hin zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und der Vorbereitung auf großflächige Stromausfälle.

Fachprogramm mit Blick auf Resilienz und Einsatzfähigkeit

Neben der Messe selbst wird auch das Rahmenprogramm erweitert: Geplant sind unter anderem Fachvorträge im INTERSCHUTZ-Forum, der Smart Public Safety Hub zur Zukunft der Einsatzleitung, die FireFit European Championships, die HOLMATRO Rescue Challenge sowie die begleitende CP-Konferenz. Unter dem Titel „Zivile Kräfte voraus: Operationsplan Deutschland 2.0!“ sollen dort Fragen zu Resilienz, Vorsorge und Handlungsfähigkeit im Krisenfall diskutiert werden.

INTERSCHUTZ in der Zukunft

Der Blick geht jedoch bereits über 2026 hinaus: Die INTERSCHUTZ findet auch im Jahr 2030 vom 20. bis 25. Mai erneut in Hannover statt. Die frühe Festlegung des Termins soll Ausstellern, Partnern und Besuchern weltweit Planungssicherheit geben und die Rolle der Messe als internationale Plattform für Innovation, Austausch und Zusammenarbeit im Feuerwehr-, Rettungs- und Bevölkerungsschutz langfristig stärken.

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INTERSCHUTZ

1. - 06. Juni 2026

Deutsche Messe
Messegelände
30521 Hannover

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