SOS-Notfalldose: Wie Rettungskräfte im Ernstfall die wichtigsten Informationen finden

Die SOS-Notfalldose: ein Notfallpass im Küchenschrank, die Patientenverfügung im Aktenordner, der Medikamentenplan in der Schublade – im Ernstfall nützen wichtige Gesundheitsdaten wenig, wenn Rettungskräfte sie nicht finden. Ein einfaches Konzept setzt auf einen Ort, den jeder Haushalt kennt: den Kühlschrank.

Die Notfalldose enthält wichtige Informationen für Rettungskräfte und wird gut sichtbar im Kühlschrank aufbewahrt, damit sie im Notfall schnell gefunden werden kann.
Die Notfalldose enthält wichtige Informationen für Rettungskräfte und wird gut sichtbar im Kühlschrank aufbewahrt, damit sie im Notfall schnell gefunden werden kann.
KI-generiert: CPM/ Lena Berghoff

Immer mehr Menschen führen zu Hause einen Notfall- und Impfpass, einen Medikamentenplan oder eine Patientenverfügung. Für Rettungskräfte ist es im akuten Einsatz jedoch häufig kaum möglich herauszufinden, wo genau diese Unterlagen in der Wohnung aufbewahrt werden. Genau hier setzt die sogenannte SOS-Notfalldose an.

Das Prinzip: fester Aufbewahrungsort für alle

Die Idee dahinter ist bewusst simpel: Die persönlichen Notfalldaten werden in eine kleine Dose gelegt, die anschließend in die Kühlschranktür gestellt wird. Der Kühlschrank ist damit der gemeinsame Nenner – ein Ort, den es in praktisch jedem Haushalt gibt und den auch fremde Helfer auf Anhieb finden. Damit Rettungskräfte im Einsatzfall überhaupt wissen, dass eine solche Dose vorhanden ist, gehören zwei Hinweis-Aufkleber zum Set: Sie werden an der Innenseite der Wohnungstür und am Kühlschrank angebracht. Treffen Retter auf diese Kennzeichnung, können sie die Notfalldose gezielt entnehmen und erhalten sofort Zugriff auf die wichtigsten, notfallrelevanten Informationen.

Die Notfalldose enthält wichtige Informationen für Rettungskräfte und wird gut sichtbar im Kühlschrank aufbewahrt, damit sie im Notfall schnell gefunden werden kann.
Die Notfalldose enthält wichtige Informationen für Rettungskräfte und wird gut sichtbar im Kühlschrank aufbewahrt, damit sie im Notfall schnell gefunden werden kann.

Warum Betroffene im Ernstfall oft keine Auskunft geben können

Der Hintergrund: In einer akuten Notfallsituation gelingt es nicht jedem, präzise Angaben zum eigenen Gesundheitszustand zu machen. Unter Stress werden mitunter wichtige Details vergessen zu erwähnen – von Fällen der Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht ganz abgesehen, in denen Betroffene gar nicht mehr ansprechbar sind. Auch Angehörige, Freunde oder Bekannte stehen in solchen Momenten oft selbst unter erheblichem Stress und reagieren entsprechend unterschiedlich. Eine zentrale, leicht auffindbare Informationsquelle kann in dieser Situation allen Beteiligten helfen.

Was im Set enthalten ist

Die SOS-Notfalldose besteht aus drei Elementen:

  • einer Notfalldose zur Aufbewahrung im Kühlschrank
  • einem SOS-Notfall-Infoblatt zum Ausfüllen der persönlichen Daten
  • zwei SOS-Hinweis-Aufklebern für Wohnungstür und Kühlschrank

Bewusst verzichtet das Konzept auf jede Form von Elektronik: Es gibt keine Batterien oder Akkus, die leer werden könnten, und keine digitale Technik, die ausfallen oder gehackt werden kann. Änderungen an den hinterlegten Daten lassen sich jederzeit einfach per Kugelschreiber eintragen. Alternativ steht das Notfall-Infoblatt auch als ausfüllbares PDF-Formular zur Verfügung, das sich am Computer ausfüllen, speichern, drucken und bei Bedarf aktualisieren lässt.

Für Menschen, die viel reisen oder beruflich international unterwegs sind, gibt es mit dem SOS-Info-Pass zudem eine kompakte Variante des gleichen Prinzips für unterwegs.

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