Cybersicherheit hat für Schleswig-Holstein höchste Priorität
Land und Kommunen in Schleswig-Holstein sehen sich zunehmend digitalen Angriffen ausgesetzt. Die Anforderungen an die IT-Sicherheit in öffentlichen Verwaltungen haben sich deutlich erhöht. Aus diesen Gründen hat die Informations- und Cybersicherheit für die Landesregierung oberste Priorität. Schleswig-Holstein unternimmt bereits konkrete Schritte gegen Cyberangriffe auf Behörden im Land – vom IT-Sicherheitsschirm bis hin zur digitalen Souveränität.
Land und BSI vereinbaren engere Zusammenarbeit
Ein weiterer wichtiger Baustein sind enge Kooperationen, um die bestehenden Herausforderungen im Bereich Cybersicherheit besser zu bewältigen sowie digitale Angriffe noch effektiver zu erkennen und proaktiv zu bekämpfen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Land Schleswig-Holstein haben deshalb heute (am 16. Juni) eine engere Zusammenarbeit vereinbart.
BSI-Präsidentin Claudia Plattner und Dirk Schrödter, Digitalisierungsminister und Chef der Staatskanzlei, unterzeichneten in Kiel eine Kooperationsvereinbarung, die einen entscheidenden Beitrag zur digitalen Resilienz Deutschlands leisten wird.
Digitale Souveränität als strategisches Ziel
„Staatliche Souveränität lässt sich heutzutage in geopolitisch bewegten Zeiten nicht mehr allein an militärischer Stärke oder der Durchsetzungsfähigkeit von Recht und Ordnung im Inneren messen, sondern drückt sich insbesondere auch durch digitale Souveränität aus. Als Landesregierung legen wir einen großen Schwerpunkt darin, digitale Souveränität sicherzustellen und digitale Resilienz für unsere IT-Systeme zu erreichen. Dafür brauchen wir über Landesgrenzen hinweg starke, verlässliche Partner im digitalen Ökosystem sowie Kooperationen und das Zusammenwirken mit weiteren Behörden“, sagte Dirk Schrödter. „Schleswig-Holstein freut sich, mit dem BSI eine neue Partnerschaft zu schließen – ein wichtiger Baustein, um gemeinsam mit Kommunen, Bund und Ländern unsere IT- und Cybersicherheit nachhaltig zu stärken.“
„Die internationale Lage ist weiterhin angespannt. Deutschland ist weiterhin das Ziel vielfältiger Cyber-Angriffe. Bund und Länder müssen hier enger zusammenarbeiten, um effektiv auf Bedrohungen reagieren zu können“, sagte Claudia Plattner. „Auf Grundlage der heutigen Kooperationsvereinbarung können wir unser Cyber-Schutzschild, den Cyberdome, weiter ausbauen. Wir freuen uns, mit Schleswig-Holstein einen weiteren starken Partner zu haben, mit dem wir gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten.“
IT-Sicherheitsschirm für Kommunen und Behörden
Kooperationsvereinbarungen strukturieren die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Cybersicherheit im Bund-Länder-Verhältnis unter Beachtung des verfassungsrechtlichen Rahmens. Die Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein, die Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen würden sich auch in Zukunft sicher im digitalen Raum bewegen können, so Schrödter. Denn die Landesregierung spanne einen IT-Sicherheitsschirm über das Land. Mit umfassenden, proaktiven Maßnahmen stärke das Land die Informations- und Cybersicherheit sowie die digitale Resilienz Schleswig-Holsteins. Beides seien Querschnittthemen, die Sicherheit im digitalen Raum werde daher auch ressortübergreifend sowie im engen Austausch mit Kommunen, Ländern bis hin zur EU-Ebene angegangen.
Konkrete Maßnahmen gegen Cyberangriffe
Zu den konkreten Schritten und Maßnahmen, über die Minister Schrödter vor Kurzem auch den Wirtschafts- und Digitalisierungsausschuss des Landtages informierte (Umdruck 20/4680), zählen unter anderem die Notifizierung Schleswig-Holsteins für den EU-weiten Standard zur Stärkung der Cybersicherheit (NIS-2-Richtlinie), die Weiterentwicklung der IT-Sicherheitseinrichtung CERT Nord zum CSIRT (Cyber Security Incident Response Team), die Stärkung des Chief Information Security Officer (CISO) im Zentralen IT-Management des Landes (ZIT) oder auch der Aufbau der 5G-Campusnetze für eine sichere und souveräne Kommunikationsarchitektur.
Investitionen in eine sichere digitale Zukunft
Durch die enge Vernetzung zwischen den einzelnen Landesbehörden, IT-Dienstleistern, Kommunen und der Bundesebene sei die Architektur der IT-Sicherheit in Schleswig-Holstein auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt, so Schrödter. Das Land investiere unter anderem auch in übergreifende Sicherheitsmaßnahmen, um die Kommunen zu entlasten. Darüber hinaus leiste der Weg Schleswig-Holsteins in die digitale Souveränität einen wichtigen Beitrag für die IT-Sicherheit im Land.
Quelle: Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein
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