Als besonderes Highlight der Interschutz in Hamburg präsentierte Rosenbauer seine L32A-XS electric auf dem neuen eTGM-Chassis von MAN. Damit verfügt das Unternehmen erstmals über eine vollelektrische Möglichkeit für den Einsatz einer Drehleiter – das Highlight des diesjährigen Messeauftritts des österreichischen Feuerwehrfahrzeugherstellers.
Unter dem Leitmotiv „Alles für diesen Moment“ präsentiert Rosenbauer noch bis Samstag auf mehr als 3.700 Quadratmetern mit über 600 Exponaten und rund 300 Personen Standpersonal die gesamte Bandbreite moderner Feuerwehrtechnik aus Österreich.
„Die Interschutz ist der wichtigste internationale Treffpunkt der Feuerwehrbranche und für Rosenbauer die zentrale Bühne, um zu zeigen, was uns seit 160 Jahren auszeichnet: Zuverlässigkeit, Innovation und konsequente Kundenorientierung“, betonte CEO Robert Ottel. Als größter Aussteller der Messe präsentiere man die gesamte Leistungsbreite.
Drehleiter L32A-XS electric auf eTGM-Chassis
Das neue Fahrzeug – welches vom Institut der Feuerwehr NRW beschafft wurde – ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Rosenbauer, MAN und Anwendern aus der Feuerwehrpraxis. „Mit unseren neuesten Produktentwicklungen stellen wir einmal mehr unter Beweis, dass wir die Bedürfnisse der Feuerwehren genau kennen“, sagte Vertriebsvorstand Andreas Zeller.
Ein zentrales Merkmal des Hubrettungsfahrzeugs ist sein bislang unerreichtes Gewichtsprofil. Mit einem Gesamtgewicht von weniger als 16 Tonnen und einer Hinterachslast von unter 10 Tonnen unterschreitet das Fahrzeug erstmals die für Feuerwehraufstellflächen in Deutschland geltenden Gewichtsgrenzen.
Nach Angabe des Unternehmens sei damit ein Meilenstein erreicht, der den Einsatz elektrischer Drehleitern auch an Standorten ermöglicht, die bislang für konventionelle Fahrzeuge dieser Klasse baulich nicht zugänglich waren.
Dabei erfüllt das Fahrzeug vollständig die maßgebliche Leistungsnorm DIN EN 14043 sowie E DIN 14701-2 für Drehleitern der Klasse 23/12. Der Antrieb erfolgt über einen Elektromotor mit einer Nennleistung von 210 kW (285 PS). Die Energieversorgung übernehmen zwei Lithium-Ionen-Akkupacks mit einer Bruttokapazität von insgesamt 178 kWh. Diese Kapazität reicht nach Angaben Rosenbauers aus, um in städtischen Umgebungen zehn Einsätze mit jeweils 8 km Anfahrts- und Rückfahrtweg ohne Zwischenladung zu absolvieren.
Technische Details der Rosenbauer L32A-XS electric auf MAN eTGM-Chassis
- Antrieb: Elektromotor, 210 kW Nennleistung / 285 PS
- Energiespeicher: 2 × Lithium-Ionen-Akkupack, je 89 kWh brutto (Gesamtkapazität 178 kWh)
- Reichweite (städtisch): 10 Einsätze mit je 8 km Hin- und Rückfahrt ohne Zwischenladung
- Gesamtgewicht: unter 16 Tonnen
- Hinterachslast: unter 10 Tonnen
- Normkonformität: DIN EN 14043 und E DIN 14701-2, Klasse 23/12
- Arbeitshöhe: bis 32 m
- Leitersatz: 5-teilig, vollautomatisch mit neigbarem Korbarm (XS-Technologie)
- Einsatzbereiche: Städtischer Rettungseinsatz, Flughäfen, Werksfeuerwehren, Ausbildung, Hallenbetrieb
Mit der L32A-XS electric auf dem neuen MAN eTGM-Chassis geht Rosenbauer den Weg des Klimaschutzes weiter. Leise, emissionsarme Drehleitertechnologie bei gleichzeitig vollständiger Einsatzfähigkeit im Feuerwehralltag als Messehighlight.
Das Fahrzeug steht exemplarisch für einen Wandel, der die gesamte Branche erfasst: Elektromobilität ist in der Feuerwehrtechnik längst kein Versprechen mehr für die Zukunft, sondern serienreife Realität. In Hannover sind derzeit zahlreiche (teil-)elektrische Einsatzfahrzeuge zu begutachten.
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