PMeV unterstützt EU-Initiative eines europäischen Systems für kritische Kommunikation (EUCCS)

PMeV
Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz sollen durch das European Critical Communication System (EUCCS) künftig europaweit besser vernetzt werden.
Symbolbild: KI-generiert

Länderübergreifende Zusammenarbeit der Einsatz- und Rettungskräfte stärken

Anlässlich der Fachmesse „Critical Communications World“ (CCW) vom 16. bis zum18. Juni 2026 in London unterstreicht der Bundesverband Professioneller Mobilfunk e. V. (PMeV) die Bedeutung eines leistungsfähigen und interoperablen europäischen Ökosystems für einsatzkritische Kommunikationslösungen. Er befürwortet das von der Europäischen Union verfolgte Konzept eines „European Critical Communication System“ (EUCCS).

PMeV-Vorstandsvorsitzender Bernhard Klinger betont: „In einer zunehmend vernetzten Sicherheitsarchitektur Europas braucht es leistungsfähige und interoperable Kommunikationslösungen, die nationale Souveränität mit europäischer Zusammenarbeit verbinden. EUCCS ist ein wichtiger Baustein, um kritische Kommunikation länderübergreifend und zukunftssicher aufzustellen.“

Mehr Interoperabilität stärkt Resilienz

Ziel des EUCCS ist es, im Bereich der kritischen Kommunikation ein interoperables „System von Systemen“ zu ermöglichen, um die länderübergreifende Zusammenarbeit von Einsatz- und Rettungskräften wie z. B. Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz durch moderne professionelle Mobilfunknetze sicherzustellen. Hierzu sollen technische Mindestanforderungen, gemeinsame Standards sowie interoperable Anwendungen auf europäischer Ebene definiert werden. Gleichzeitig verbleiben Betrieb und operative Verantwortung in den Händen der Mitgliedstaaten.

Auch BDBOS und GdP pro EUCCS

Aus Sicht des PMeV eröffnet dieser Ansatz die Chance, bewährte nationale Strukturen mit europäischer Interoperabilität sinnvoll zu verbinden. Zugleich kann damit der schrittweise Übergang von schmalbandigen zu breitbandigen Kommunikationslösungen unterstützt werden. Das EUCCS soll hierfür eine technische und regulatorische Grundlage schaffen, um perspektivisch europaweit einsatzfähige Breitbandlösungen für kritische Kommunikation zu ermöglichen. Der PMeV weiß sich in seinem Plädoyer pro EUCCS mit der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) sowie der Gewerkschaft der Polizei (GdP) einig.

Die BDBOS erklärt: „Mit dem EUCCS, dem europäischen Dachsystem für die einsatzkritische Kommunikation, wird es eine großartige Möglichkeit für die grenzüberschreitende Kommunikation geben. Hier wollen wir mitgestalten, damit unsere Einsatzkräfte das bekommen, was sie benötigen.“ Die GdP, Mitglied im PMeV, begleitet die Entwicklungen ebenfalls eng. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Alexander Poitz betont: „In einer Zeit, in der kriminelle Vereinigungen und hybride Bedrohungen keine Grenzen kennen, agieren die Sicherheitsbehörden der EU-Mitgliedstaaten kommunikationstechnisch noch immer weitgehend in nationalen Silos. EUCCS ist ein wichtiger Schritt für eine Kommunikation der Zukunft.“

Für ein sicheres, resilientes und vernetztes Europa

Die Initiativen rund um EUCCS knüpfen unmittelbar an die Vision und Mission des PMeV an. DerVerband setzt sich für ein sicheres, resilientes und vernetztes Europa durch die Förderung sicherer Kommunikationslösungen ein. Als Stimme für sichere, einsatz- und geschäftskritische Kommunikationslösungen engagiert sich der PMeV für Innovation, Harmonisierung und offene Standards sowie die Begleitung neuer technologischer Entwicklungen.

Autor: Jochen Müller, PMeV

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