C-UAS von ARGUS Interception – Hamburgs neue Drohnenabwehr

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Vom Hamburger Forschungsumfeld in den operativen Einsatz: Polizei Hamburg erweitert ihr Fähigkeiten zur Drohnenabwehr mit Technologie des deutschen Counter-UAS-Spezialisten ARGUS Interception.

Abfang-Multikopter des Projekts FALKE schießt im Flug ein Fangnetz auf eine Zieldrohne zur Drohnenabwehr
Erprobung des Systems zur Drohnenabwehr im Rahmen des Projekts FALKE: Ein Abfang-Multikopter von Argus Interception schießt im Flug ein Fangnetz ab, um eine kleinere Zieldrohne in der Luft abzufangen und zu neutralisieren.
Foto: Argus Interception

Die Bedrohung durch unbekannte Drohnen im Bereich von Flughäfen und anderer sicherheitssensibler Infrastruktur in Deutschland hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Hamburg hat frühzeitig darauf reagiert. So hat die Polizei Hamburg bereits im Vorfeld der EURO 2024 moderne Fähigkeiten im Bereich des Drohneneinsatzes und der Drohnenabwehr aufgebaut und verfügt heute über leistungsstarke Systeme, um unkooperative Drohnen zu erkennen und ihnen im Einsatz wirksam begegnen zu können.

Um diese Fähigkeiten weiter auszubauen und die polizeiliche Drohnenabwehr zu stärken, investiert Hamburg in zusätzliche moderne Counter-UAS-Systeme.

Ziel ist es, noch in diesem Jahr Systeme von ARGUS Interception in Dienst zu nehmen. Das deutsche Technologieunternehmen entwickelt und produziert integrierte Counter-UAS-Lösungen für Streitkräfte, Behörden und Betreiber sicherheitskritischer Infrastrukturen.

Die neue Fähigkeit ergänzt die bestehenden Systeme der Polizei Hamburg und erweitert deren Handlungsmöglichkeiten insbesondere in komplexen und sensiblen Einsatzumgebungen. Sie ist für unterschiedliche Einsatzszenarien ausgelegt: vom Schutz Kritischer Infrastrukturen über öffentliche Veranstaltungen bis hin zu weiteren sicherheitsrelevanten Lagen.

ARGUS Interception verfolgt dabei einen integrierten Systemansatz: Entscheidend ist nicht eine einzelne Technologie, sondern das koordinierte Zusammenspiel von Erkennung, Lagebild, Bewertung und Entscheidung bis hin zur kontrollierten Intervention. Damit wird die bestehende Drohnenabwehr der Polizei Hamburg um eine weitere operative Handlungsoption ergänzt.

Für ARGUS Interception schließt sich mit der Beschaffung zugleich ein besonderer Kreis: Wesentliche technologische Grundlagen gehen auf das Hamburger Forschungsumfeld zurück. Im Forschungsprojekt FALKE wurde unter Konsortialführung der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg gemeinsam mit weiteren Partnern untersucht, wie eine durchgängige Fähigkeit zur Detektion und Abwehr unkooperativer Drohnen unter realen Einsatzbedingungen umgesetzt werden kann.

ARGUS Interception hat die daraus hervorgegangenen technologischen Ansätze in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, industrialisiert und in eine für den operativen Einsatz verfügbare Counter-UAS-Lösung überführt. Systeme des Unternehmens werden bereits unter anderem von der Bundeswehr eingesetzt.

„Für uns schließt sich mit Hamburg ein besonderer Kreis: Hier liegen wichtige Ursprünge unserer Technologie. Und heute wird daraus eine konkrete operative Fähigkeit für die öffentliche Sicherheit. Das zeigt, wie aus deutscher Forschung, industrieller Entwicklung und enger Zusammenarbeit mit Anwendern einsatzfähige Lösungen entstehen können“, sagte Sven Steingräber, Mitgründer und Chief Sales Officer der ARGUS Interception GmbH.

„Hamburg entwickelt seine Fähigkeiten im Bereich der Drohnenabwehr immer weiter. Nicht zuletzt der Anschlagsversuch von Leipzig hat deutlich gemacht, dass konsequentes Handeln und nächste technologische Schritte erforderlich sind. Mit der Anschaffung von modernen Drohnendetektions- und Abfangsystemen verstärken wir unseren Schutz gegen hybride Angriffe kurzfristig und wirksam und greifen dafür auf ein hocheffizientes Sytem zurück, das als Ergebnis einer Hamburger Forschungskooperation entwickelt wurde“, ergänzte Andy Grote, Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg.

Mit der Beschaffung setzt Hamburg den weiteren Ausbau seiner Fähigkeiten zur Drohnenabwehr fort und stärkt die Voraussetzungen, auch auf zukünftige Einsatzlagen flexibel und verantwortungsvoll reagieren zu können.

Quelle: Argus Interception

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