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Empfang „Politik trifft Wissenschaft“: Ministerpräsident wirbt für Vernetzung von Forschung und Wirtschaft – Förderung aus dem Ideenfonds der Landesregierung

Schleswig-Holstein stärkt seine Hochschulen und fördert sechs Forschungsprojekte mit dem Ideenfonds. Ziel ist mehr Innovation, Drittmittel und wissenschaftliche Sichtbarkeit.

Schleswig-Holstein: Die Forschung in Schleswig-Holstein soll in großem Rahmen gefördert werden.
Die Forschung in Schleswig-Holstein soll in großem Rahmen gefördert werden.
Foto: Symbolbild KI-generiert

Schleswig-Holstein setzt auf starke Wissenschaft

Schleswig-Holstein soll bis Mitte des nächsten Jahrzehnts zu den forschungsstärksten und sichtbarsten Wissenschaftsregionen Deutschlands gehören. Das sagte Ministerpräsident Daniel Günther heute zum Empfang „Politik trifft Wissenschaft“ in Kiel. Gut 40 neu berufene Professorinnen und Professoren sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der schleswig-holsteinischen Hochschulen waren der Einladung des Ministerpräsidenten gefolgt.

„Wir haben starke Hochschulen, engagierte Forschende und sehr gute Rahmenbedingungen“, sagte Günther. Der Wissenstransfer müsse strategisch weiter vorangebracht werden. „Wir wollen unsere Forschungsprofile weiterentwickeln, Kooperationen ausbauen, mehr Drittmittel einwerben und Forschung sichtbarer machen“, so der Regierungschef. Die Wissenschaft in Schleswig-Holstein könne so ein noch stärkerer Innovationstreiber und größerer Faktor für Wertschöpfung werden. „Unsere Hochschulen können für viele bedeutende Herausforderungen unserer Zeit Lösungen liefern, die wir dringend brauchen, beispielsweise bei der Energiewende, in der Gesundheitsversorgung oder im maritimen Sektor“, sagte der Ministerpräsident. Gerade jetzt brauche es mehr Mut, Entschlossenheit und positives Denken. „Wir müssen uns wieder mehr zutrauen und auf die eigenen Stärken vertrauen. Das muss unsere Antwort grundsätzlich in Deutschland sein. In Schleswig-Holstein wollen wir dafür ein Vorbild sein“, so Günther.

Ideenfonds fördert Forschung und Innovation

Um die hervorragende wissenschaftliche Arbeit der Hochschulen zu stärken, hat die Landesregierung unter anderem den Ideenfonds aufgelegt. Forschungsinitiativen sollen so beim Einwerben von Drittmitteln unterstützt werden. Gemeinsam mit Forschungsministerin Dr. Dorit Stenke überreichte der Ministerpräsident die Förderbescheide der fünften Ausschreibungsrunde in Höhe von insgesamt 200.000 Euro zum Schwerpunktthema Lebenswissenschaften.

Sechs Forschungsprojekte hatten sich erfolgreich beworben. Forschungsministerin Dr. Stenke: „Schleswig-Holstein verfügt in den Lebenswissenschaften über besondere Kompetenzen – von der Entzündungsforschung über die Evolutionsbiologie bis zu den Agrar- und Ernährungswissenschaften. Die Landesregierung will diese Potenziale gezielt weiterentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen stärken.“

Mit dem Geld werden Forscherinnen und Forscher bei der Vorbereitung von Drittmittelanträgen unterstützt. Wenn sie sich beispielsweise beim Bund, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder der Europäischen Union um größere Fördersummen bewerben wollen, können sie mithilfe des Ideenfonds Folgendes finanzieren: Personal‑, Sach‑ und Investitionsausgaben, Workshops, Tagungen sowie Maßnahmen zur Identifikation geeigneter Fördermittelgeber. Dr. Stenke betonte die besondere Bedeutung des Forschungsfeldes: „Die Lebenswissenschaften sind ein zentrales Zukunftsfeld für unser Land. Kaum ein anderer Bereich ist so innovativ, so rasant im Fortschritt und so nah dran an den großen Fragen unserer Zeit. Dank erstklassiger Forschung und einer starken Infrastruktur entstehen hier bahnbrechende Erkenntnisse – und Lösungen für die Herausforderungen unserer Gesellschaft.“

Sechs Projekte erhalten neue Fördermittel

Gefördert werden:
    • Projekt „Niedrigenergetische KI und thermoelektrische Energiegewinnung für autonome kardiale Implantattechnologie“, Prof. Dr. Nadine Buczek, Technische Hochschule Lübeck, 11.500,00 Euro.
    • „Innovationsraum Lebenswissenschaften – Transdisziplinäre Forschung zu nachhaltiger Ernährung und Gesundheit“, Prof. Dr. Ulrike Johannsen, Prof. Dr. Birgit Peuker, Europa Universität Flensburg, 49.809,00 Euro.
    • „TCAAP – α-Transferrinreceptor coupled antibody against amyloid β“, Dr. Kira Bickenbach, Corentin Joos, Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel, 24.999,20 Euro.
    • „Ozonolyse von Spurenstoffen: Systematische Erfassung von Transformationsprodukten aus Arzneistoffrückständen“, Prof. Dr. Christian Peifer, CAU, 50.000,00 Euro.
    • „RescueMedConnect – Sichere Patientendaten aus der Rettungsrobotik in die Klinik“, Prof. Dr. Floris Ernst, Universität zu Lübeck, 50.000,00 Euro.
    • „Nordic-Baltic Primary Care Data Space: Aufbau eines Verbunds zur grenzüberschreitenden Sekundärnutzung von Versorgungsdaten am Standort Lübeck, Dr. Christoph Strumann, Universität zu Lübeck, 34.500,00 Euro.

Drittmittel stärken Forschung im Norden

Der Ideenfonds wurde im Frühjahr 2024 eingerichtet. Sieben der seitdem geförderten Projekte konnten sich dadurch im harten Wettbewerb um die Einrichtung von Verbundvorhaben bei Drittmittelgebern wie zum Beispiel der DFG oder dem Bundeswirtschaftsministerium erfolgreich durchsetzen. Sie wurden durch die Ideenfonds-Mittel mit insgesamt 1.635.574 Euro gefördert, das Bewilligungsvolumen der eingeworbenen Drittmittel umfasst 24.876.585 Euro.

Quelle: Landesregierung Schleswig-Holstein 

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