Bevölkerungsschutz endlich auf der Tagesordnung. Dort muss er bleiben.

Mehr Schutz für die Bevölkerung: Das Deutsche Rote Kreuz sieht in den neuen Regierungsmaßnahmen einen wichtigen Schritt – fordert aber zugleich mehr Unterstützung für die Arbeit der Hilfsorganisationen.

DRK begrüßt politischen Kraftakt im Bevölkerungsschutz
DRK begrüßt politischen Kraftakt im Bevölkerungsschutz
Foto: Symbolbild KI-generiert

DRK begrüßt politischen Kraftakt im Bevölkerungsschutz

Die Bundesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung Maßnahmen zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes beschlossen. „Deutschland braucht beim Bevölkerungsschutz einen nachhaltigen Kraftakt. Denn es besteht ein erheblicher Nachholbedarf in diesem Bereich. Deshalb begrüßen wir es, dass die Bundesregierung das Thema nun verstärkt angeht und mit dem Pakt wichtige Maßnahmen ergreift“, sagt der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Hermann Gröhe. „Als DRK können wir dem Staat dank unserer vielen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen das Angebot machen, zum Schutz der Bevölkerung an zahlreichen Stellen entscheidend beizutragen. Deshalb bauen wir darauf, dass wir und die anderen anerkannten Hilfsorganisationen zukünftig stärker bei entsprechenden Überlegungen eingebunden und berücksichtigt werden.“

Schon seit vielen Jahren drängt das Deutsche Rote Kreuz darauf, dass sich Deutschland besser auf Krisen wie Hochwasser und Stromausfälle vorbereitet. Auch vor dem Hintergrund einer veränderten Sicherheitslage betont das DRK die Notwendigkeit, dem Schutz der Bevölkerung endlich eine wichtigere Rolle beizumessen.

„Die gewählten Schwerpunkte Sicherstellung der Versorgung und Betreuung im Krisenfall sowie die Stärkung der Widerstandskraft der gesamten Bevölkerung sind die richtigen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Beide Schwerpunkte verlangen aber auch eine gute Ausstattung der anerkannten Hilfsorganisationen, denn sie sind bei diesen Themen von entscheidender Bedeutung. Deshalb müssen Organisationen wie das DRK deutlich gestärkt werden.“

Nachholbedarf bei Krisenvorsorge in Deutschland

Das Deutsche Rote Kreuz ist an vielen Stellen unter anderem durch die Wasserwacht, die Bergwacht, den Sanitätsdienst und den Rettungsdienst auch im Krisenfall im Einsatz. Das DRK trägt zudem beispielsweise durch die Umsetzung von Erste Hilfe-Kursen mit Selbstschutzinhalten und der Ausbildung von Pflegeunterstützungskräften bereits wesentlich zur Stärkung der gesellschaftlichen Fähigkeit zur Krisenbewältigung bei. „Wir stehen bereit, darauf aufzusetzen und diese Programme deutlich auszuweiten“, sagt Christian Reuter.

Forderung nach stärkerer Einbindung des DRK

„Der Pakt für den Bevölkerungsschutz beinhaltet wichtige Fortschritte, um die Bevölkerung besser zu schützen“, sagt DRK-Präsident Hermann Gröhe. „Wichtig wird nun sein, dass das Thema auf der Tagesordnung bleibt. Das bedeutet unter anderem, Mittel zu verstetigen sowie auszubauen und dabei vor allem auch die anerkannten Hilfsorganisationen bei den Planungen für einen umfassenden Bevölkerungsschutz stärker zu berücksichtigen.“

Quelle: Deutsches Rotes Kreuz e.V.

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