Slowenien: Bogataj-Tage für Schutz und Rettung 2026

Vergangenen Donnerstag eröffnete der Verteidigungsminister Sloweniens, Borut Sajovic, die Bogataj Tage im Stadtzentrum von Nova Goriza. Auf dieser dreitägigen Feuerwehr- und Zivilschutz-Messe zeigen jährlich die landeseigenen Organisationen des Zivilschutzes und der Feuerwehr ihre Fähigkeiten und Gerät, damit die Bevölkerung sich einen Überblick verschaffen kann. Kooperiert wird mit staatlichen Organisationen, privaten Initiativen und Herstellern von Fahrzeugen und Gerät.

Slowenien: Landrover Defender 90 und Mercedes-Benz Unimog der Feuerwehr Nova Gorica. Damit sind auch Einsätze im Wald und schwierigem Gelände möglich.
Landrover Defender 90 und Mercedes-Benz Unimog der Feuerwehr Nova Gorica. Damit sind auch Einsätze im Wald und schwierigem Gelände möglich.
Foto: Christian Rump

Im Außenbereich wurden dieses Jahr rund 40 Fahrzeuge und Container gezeigt, erklärt und vorgeführt. Vom kleinen Löschroboter auf Kette (LUF Österreich) bis zu großen Tanklöschfahrzeugen (TLFs) von Ziegler und Rosenbauer.

In zwei großen Zelten wurde die Arbeit der Hilfsorganisationen gezeigt. Die Stände wurden kostenlos zur Verfügung gestellt, da auch kleine Aussteller die Möglichkeit haben sollten der Öffentlichkeit Ihre Arbeit nahe zu bringen. Im zweiten Zelt waren die in Slowenien tätigen Händler im Segment Feuerwehr und Rettungsausstattung zu sehen.

Webo, Gamat, LiveSafe, Gallus, Prosafe, Paratus – das Feld war vielfältig. Leider wurde mit Neuheiten der Hersteller gegeizt, da diese für die herannahende Interschutz Messe in Hannover (1. bis 6. Juni 2026) zurückgehalten werden.

Vorführung durch Zivilschutzkräfte.
Vorführung durch Zivilschutzkräfte.
Foto: Christian Rump

Im angrenzenden Außenbereich gab es vielfältige Vorführungen von Bergrettungsteams, die Ihr Können beim Abseilen bzw. Bergen von „Verwundeten“ aus dem 3. Stock zeigten – bis zur Demonstration von lebensrettenden Sofortmaßnahmen im Zelt des Slowenischen Roten Kreuzes.

Löschroboter aus Österreich in Slowenien

Publikumsmagnet waren der Löschroboter Nano von LUF aus Österreich. Dieser fährt auf Kette ferngesteuert mit einem angeschlossenen B-, oder C-Schlauch. Am Löschort angekommen bringt er das Wasser über das entsprechende Strahlrohr aus und kann im 360Grad Winkel schwenken. Gerade bei den anwesenden Schulklassen war der 240 Kg schwere NANO ein Highlight.

Der Löschroboter LUF NANO ist ein agiles Gerät, das speziell dafür konzipiert wurde, um in schwierigem Gelände eingesetzt zu werden und dabei äußerst flexibel und wendig zu bleiben. Er ist ein 100 Prozent elektrisch betriebener Löschroboter, der durch seine einfache Bedienbarkeit besticht.

LUF Nano am Stand Euro GV ist für schwieriges Gelände und sichere, abstandsfähige Löscheinsätze konzipiert.
LUF Nano am Stand Euro GV ist für schwieriges Gelände und sichere, abstandsfähige Löscheinsätze konzipiert.
Foto: Christian Rump

Am LUF Nano kann ein Löschmonitor, Geräteträger etc. verbaut werden. Mit dem Löschmonitor können Feuer über weite Distanzen aus sicherer Entfernung gelöscht werden. Dies ist besonders nützlich in Situationen, in denen es gefährlich oder unmöglich ist, sich dem Feuer zu nähern. Der Geräteträger bietet auch die Möglichkeit hilfreiches Werkzeug an den Einsatzort zu bringen.

Das Fahrzeug ist 1,2 m lang und 0,8 m breit. Die Fahrgeschwindigkeit beträgt 10 bzw. 15 km/h und die Fahrleistung 20 km. Neben den B- und C-Rohren kann als weitere Ausstattung der Lüfter PB6, der Großlüfter PB30 (38PS) sowie HPS150 20 m Hose Reel aufgenommen werden. Mit dem Rail Drive kann der Löschroboter auch auf Schienen eingesetzt werden.

Rawkar 8x8 am Stand von Webo.
Rawkar 8x8 am Stand von Webo.
Foto: Christian Rump

Gleiches galt für das 4-achsige Rawkar von Krämer Vehicles, das mit seinem individuellen Aussehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zog. Konzipiert um in jeglichem Gelände – von Moor, über Wasser, bis hin zu Gebirge voranzukommen, können damit Einsatzszenarien von Feuerwehr, Rettung, bis Militär umgesetzt werden. Allerdings sind die zwei Passagiere des Fahrzeugs jeglicher Witterung und Rauch ausgesetzt.

Insgesamt wurde die Messe bei bestem Sonnenschein von der Bevölkerung und Fachbesuchern sehr gut angenommen und wird im kommenden Jahr an neuem Ort in eine nächste Runde gehen.

 

Text: Christian Rump

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