Um auf künftige Katastrophen, u.a. ausgelöst durch Extremwetterereignisse, die wiederum auf den Klimawandel zurückzuführen sind, besser reagieren zu können, ist eine sorgfältige und regelmäßig geübte Vorbereitung unerlässlich. Darin waren sich die Referenten Leonhard Stärk, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, Ralf Klesel, Abteilungsleiter Logistik und Bestände des Erdölbevorratungsverbandes und Klaus Wohlfart, Geschäftsführer der GESAT GmbH, einig.
Klaus Wohlfart wies vor rund 50 Teilnehmern darauf hin, dass es eine netzunabhängige Satellitenkommunikation gibt, die ausfallsicher für eine beständige Krisenkommunikation sorgt. So ist beispielsweis der Hochtaunuskreis in Hessen flächendeckend mit Satellitenkommunikationsgeräten ausgestattet. Auch die Interreg Oberrhein verfügt zukünftig an 23 Standorten in Deutschland, Schweiz und Frankreich über diese Ausstattung. Dazu kommt eine Satelliten gestützte Vernetzung der unterschiedlichsten Kommunikationswege über einen REDCOM-Server.
In einer Krise ist es unabdingbar, die Bevölkerung effektiv zu warnen. Das muss auch bei einem großflächigen Stromausfall ohne die Möglichkeit der herkömmlichen Telefonie, der Nutzung von Warn-Apps oder Sirenen funktionieren. Wolfgang Reuber, Projektmanager für Sonderlagen beim Hochtaunuskreis, stellte das Projekt „Katastrophenschutz Leuchtturm“ vor. Demnach sollen Feuerwachen und Feuerwehrgerätehäuser des Kreises als Anlaufstelle für die Bevölkerung z.B. zur Warnung oder Auskunft dienen. Darüber hinaus sollen sie als Verbindungsstelle zwischen verfügbaren Einsatzkräften und dem Katastrophenstab fungieren, bei der Versorgung und Evakuierung helfen und Nofallladestationen für Handys zur Verfügung stellen.