it-sa 2026: Erstmals mehr als 1.000 Aussteller in Nürnberg

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Die it-sa in Nürnberg hat 2026 erstmals mehr als 1.000 Aussteller verzeichnet. Zum Programm zählten sechs offene Foren, der Congress@it-sa und eine Cyber-Incident-Simulation mit Prof. Dr. Marco Gercke. Den ATHENE Startup Award erhielt Fuzzware aus Bochum.

Besucher und Aussteller in einer vollen Messehalle der it-sa in Nürnberg
Impression von der it-sa: Besucher und Aussteller in einer Messehalle in Nürnberg.
Foto: NürnbergMesse GmbH

Drei Tage lang stand Nürnberg im Zentrum der internationalen Cyber-Security-Branche. Anbieter, Anwender, Behörden, Wissenschaft und Politik nutzten die it-sa, um sich über aktuelle Bedrohungslagen, neue Technologien und wirksame Strategien für mehr Cybersicherheit auszutauschen. Die Veranstaltung machte deutlich, wie hoch der Bedarf an Austausch, Orientierung und praxisnahen Lösungen angesichts einer zunehmend dynamischen Bedrohungslage ist.

„Die diesjährige it-sa hat eindrucksvoll gezeigt, welche Dynamik der Cyber-Security-Markt derzeit entwickelt. Das starke Wachstum bei den Besucherzahlen, die hohe Internationalität und die erstmals mehr als 1.000 Aussteller sind ein klares Signal für die Relevanz der Veranstaltung. Besonders erfreulich war die Qualität der Gespräche auf den Ständen und in den Foren. Die Hallen waren durchgehend sehr gut besucht, und überall war zu sehen, wie intensiv sich Anbieter und Anwender über konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze austauschen. Cyber-Security ist heute ein strategisches Thema für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft gleichermaßen. Die it-sa bringt die relevanten Akteure zusammen und schafft den Rahmen für diesen Austausch“, sagt Thimo Holst, Head of Brand Strategy der it-sa.

Rahmenprogramm: Aktuelle Bedrohungslagen und Best Practices im Fokus

Auch 2026 bot die it-sa einen fundierten Überblick über die Themen, die Unternehmen, Behörden und Organisationen aktuell beschäftigen. Diskutiert wurden unter anderem Künstliche Intelligenz, Cloud-Sicherheit, digitale Resilienz sowie der Schutz Kritischer Infrastrukturen. Die hohe Aktualität vieler Diskussionen zeigte sich nicht zuletzt an den kritischen PHP-Schwachstellen, die in den vergangenen Wochen weltweit Aufmerksamkeit auf sich zogen und den Handlungsdruck im Bereich Cybersicherheit erneut verdeutlichten.

Mit sechs offenen Foren und dem begleitenden Congress@it-sa bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten, sich über aktuelle Entwicklungen, strategische Fragestellungen und konkrete Lösungsansätze auszutauschen. Fachvorträge, Best Practices und Diskussionsformate lieferten den Besuchern praxisnahe Einblicke in aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen der Cyber-Security.

Einen besonderen inhaltlichen Akzent setzte am Abschlusstag die Special Keynote „Cyber Incident Simulation“ mit Prof. Dr. Marco Gercke. Anhand eines simulierten Cyberangriffs auf ein fiktives, mittelständisches Unternehmen verdeutlichte Gercke, welche Auswirkungen Sicherheitsvorfälle auf Organisationen haben können und welche Bedeutung einer effektiven Krisenkommunikation sowie klaren Entscheidungsprozessen im Ernstfall zukommt.

Das Publikum schlüpfte dabei in die Rolle des Managementboards der fiktiven Firma und musste in Echtzeit Entscheidungen treffen. Per Handzeichen stimmten die Teilnehmer unter anderem darüber ab, wie kritisch einzelne Vorfälle einzustufen sind oder ob Lösegeldforderungen der Angreifer im Szenario bezahlt werden sollten. Die teils unterschiedlichen Abstimmungsergebnisse zeigten anschaulich, was auch in realen Angriffssituationen häufig zu beobachten ist: Konsens wird nicht unmittelbar erreicht. Umso wichtiger sei es, Entscheidungswege, Verantwortlichkeiten und Handlungsoptionen bereits vor einem Sicherheitsvorfall klar zu definieren, betonte Gercke.

ATHENE Startup Award geht an Fuzzware

Ein Höhepunkt des Messeprogramms war erneut die Verleihung des ATHENE Startup Award UP26@it-sa. Die Auszeichnung für das beste Cyber-Security-Startup der DACH-Region ging in diesem Jahr an Fuzzware aus Bochum. Das Unternehmen gewann den Live-Pitch-Wettbewerb vor Fachpublikum und Jury und sicherte sich damit den ersten Platz sowie ein Preisgeld von 7.500 Euro – gestiftet von Deutsche Telekom Security GmbH.

Fuzzware überzeugte mit einer innovativen Lösung für Sicherheitstests eingebetteter Systeme. Die Technologie ermöglicht das Fuzzing vollständiger Firmware-Systeme ohne physische Hardware und basiert auf einer tiefgehenden Analyse des Binärcodes. Damit leistet das Startup einen Beitrag zur frühzeitigen Identifikation von Schwachstellen in Embedded-Software.

Den zweiten Platz belegte Complioty aus München mit einer Plattform für die Einhaltung des Cyber Resilience Act im Maschinenbau. Auf Rang drei folgte RedCastle aus Heubach mit einem KI-gestützten Security Operations Center für mittelständische Unternehmen.

Neue Impulse für die Marke it-sa

Mit dem erstmals durchgeführten Cyber thought leaders dialogue stellte die Marke it-sa am ersten Messetag die neue it-sa CONFERENCE vor. Das Format brachte führende Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Cyber-Security zusammen, darunter Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Barbara Kluge, Stellvertretende Leiterin der Abteilung Cyber- und Informationssicherheit im BMI, sowie Heli Tiirmaa-Klaar, Vorsitzende der Steuerungsgruppe der IT Coalition der Ukraine Defence Contact Group.

Damit gab die it-sa einen Ausblick auf ihr künftiges Portfolio aus den drei Säulen it-sa EXPO, it-sa CONFERENCE und it-sa 365. Gemeinsam verbinden sie Messeerlebnis, strategischen Dialog und ganzjährige Vernetzung innerhalb der Cyber-Security-Community.

Auch vor Ort setzt die Veranstaltung ihren Ausbau fort: Aufgrund der hohen Nachfrage und der vollständigen Auslastung der verfügbaren Ausstellungsflächen wird die it-sa EXPO in 2027 um die Halle 10 erweitert und künftig sechs Messehallen umfassen.

Parallel dazu schärft die Marke it-sa auch ihren visuellen Auftritt. Ab 2027 präsentiert sie sich in einem neuen Erscheinungsbild, das das Zusammenspiel von it-sa EXPO, it-sa CONFERENCE und it-sa 365 künftig noch stärker widerspiegeln wird.

Quelle: NürnbergMesse GmbH

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