Ein Nothilfe-Team von Malteser International reist mit Unterstützung der Bundeswehr nach Caracas, um nach dem schweren Erdbeben in Venezuela Hilfe zu leisten.
Vor Ort sollen mobile Kliniken die medizinische Versorgung in den betroffenen Regionen sichern. Die humanitäre Lage ist dramatisch – tausende Verletzte und ein überlastetes Gesundheitssystem verschärfen die Krise.
Hilfe für die Erdbebenopfer
Ein Nothilfe-Team von Malteser International reist heute mit einer Bundeswehrmaschine von Wunstorf in Niedersachsen nach Caracas, um die Helfenden in den betroffenen Gebieten zu unterstützen.
„Da in Venezuela einige Flughäfen zerstört wurden, ist es für uns eine großartige Möglichkeit, dass wir mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) die Möglichkeit haben, die Menschen schnellstmöglich zu erreichen“, sagt Jonas Jung, Nothilfekoordinator bei Malteser International.
Mobile Kliniken für Verletzte
„Unsere Partnerorganisationen in Venezuela berichten uns, dass die Lage katastrophal ist. Die Beben haben Menschen getroffen, die seit Jahren in Armut leben. Bereits zuvor war die gesundheitliche Versorgung schwierig, Medikamente sind Mangelware. Jetzt gibt es tausende Verletzte und das Gesundheitssystem ist völlig überlastet. Unsere Partner werden nun damit beginnen, mobile Kliniken einzusetzen, um die Menschen zu erreichen, die Hilfe benötigen. Wir werden mit unserem Nothilfe-Team vor Ort dabei vor allem die Menschen im Gesundheitsbereich unterstützen“, berichtet Jung.
Humanitäre Krise verschärft sich
Nach den schweren Erdbeben am Mittwochabend ist die Anzahl der Toten auf über 200 gestiegen, mehr als 4.500 Menschen sind verletzt. Noch immer werden tausende Menschen vermisst. Venezuela leidet seit vielen Jahren unter einer langanhaltenden Wirtschaftskrise. Bereits vor den Beben waren 7,9 Millionen der insgesamt 23,5 Millionen Einwohner des Landes auf humanitäre Hilfe angewiesen. Malteser International arbeitet seit Jahren mit lokalen Partnerorganisationen in Venezuela.
Quelle: Malteser Hilfsdienst e. V.
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