Seit den 1960er Jahren engagieren sich Frauen ehrenamtlich im Technischen Hilfswerk (THW) – zunächst nur wenige, aber kontinuierlich immer mehr. Heute setzen sich bundesweit rund 16.000 Frauen und Mädchen als freiwillige Helferinnen bei der Zivilschutzorganisation für die Gesellschaft ein. Das sind etwa 18 Prozent aller ehrenamtlichen THW-Einsatzkräfte.
„Frauen sind ein wichtiger, unverzichtbarer Bestandteil in der THW-Familie. Um ihren Anliegen mehr Gehör zu verschaffen, haben wir Helferinnenbeauftragte in unseren Landesverbänden etabliert und bereiten die Wahl einer Bundesbeauftragten für die Anliegen von Helferinnen vor“, erläutert THW-Präsidentin Sabine Lackner mit Blick auf den diesjährigen Weltfrauentag.
Damit die Anliegen und Interessen von ehrenamtlichen Frauen in den THW-Gremien eine stärkere Stimme erhalten, wurden im Technischen Hilfswerk in allen Landesverbänden Landeshelferinnenbeauftragte mit Stellvertreterinnen gewählt. Im Januar 2026 erhielt ein Frauenteam aus diesem Kreis den Auftrag, die Wahl einer THW-Bundeshelferinnenbeauftragten im Jahr 2027 vorzubereiten.
„Damit bekräftigen wir, dass Frauen ein elementarer Bestandteil in unserer Gesellschaft und im Technischen Hilfswerk sind und verschaffen ihren Anliegen mehr Gehör“, so Sabine Lackner. Aufgabe dieser neuen Funktion wird es sein, die Interessen aller ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im THW zu vertreten, Themen aus den THW-Ortsverbänden in bundesweite Gremien einzubringen und an zentralen Entscheidungsprozessen etwa hinsichtlich Ausbildung, Einsatz und Strukturen mitzuwirken. „Wir wollen strukturelle Hürden weiter abbauen, damit Chancengleichheit und die Kultur der Wertschätzung aller Menschen im Technischen Hilfswerk weiter zementiert werden“, erläutert Präsidentin Lackner.
Erfreuliche Entwicklung im THW-Ehrenamt
Das Technische Hilfswerk blickt auf eine mehr als 75 Jahre lange Geschichte zurück. Dabei ist es Frauen erst seit 1959 gestattet, sich ehrenamtlich bei der technischen Hilfe zu engagieren, zuvor war ihr Einsatz auf Küche und Verwaltung beschränkt. Heute sind sie nicht mehr aus dem Technischen Hilfswerk wegzudenken: ob als Ortsbeauftragte, Bergungshelferin oder Truppführerin. Ein konstanter Wandel zugunsten von Frauen ist auf allen Ebenen des Technischen Hilfswerks spürbar. Um diesen Prozess weiter zu fördern, gibt es neben einem regelmäßig herausgegebenen Gleichstellungsplan für hauptamtlich Beschäftigte auch eine Reihe von Austauschformaten wie etwa Frauennetzwerktreffen oder Helferinnentage für weibliche Ehrenamtliche im Technischen Hilfswerk.
Mehr Frauen im THW-Hauptamt
Auch im THW-Hauptamt wächst die Anzahl an Frauen in Führungsverantwortung. Anfang Februar trat Dr. Monika Lüke ihr Amt als THW-Landesbeauftragte für Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt an, der höchsten hauptamtlichen Funktion an der Spitze der THW-Landesverbände. Insgesamt stieg der Anteil aller weiblichen Beschäftigten im THW-Hauptamt auf 44 Prozent der rund 2.300 Mitarbeitenden. „Dies bringt uns einer Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in unserer Organisation näher, wenngleich es noch viel Luft nach oben gibt“, resümiert Denise Stritter, die THW-Gleichstellungsbeauftragte.
Das Technische Hilfswerk ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des Technischen Hilfswerks im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das Technische Hilfswerk im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern. Neben bilateralen Hilfen gehören dazu auch technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von VN-Organisationen.
Quelle: Technisches Hilfswerk
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