Mitsubishi Electric und Fire Go für realistische Feuerwehr-Simulation

Die Fire GO GmbH setzt auf Automatisierungslösungen von Mitsubishi Electric zur Steuerung ihrer mobilen Flugzeugbrandsimulatoren. Mit dieser Technologie schafft der deutsche Hersteller eine Umgebung für realistische Brandschutzübungen für Flughafenfeuerwehren und ermöglicht damit eine sicherere und effektivere Vorbereitung auf Notfälle.

Fire Go: Training unter echten Bedingungen. Das bringt Sicherheit für den Ernstfall.
Training unter echten Bedingungen. Das bringt Sicherheit für den Ernstfall.
Foto: Fire Go GmbH

Die Fire GO GmbH mit Sitz in Alsdorf entwickelt Brandschutzsimulationssysteme für Rettungsdienste in Europa und im Nahen Osten. Das Unternehmen baut feuerfeste Konstruktionen, die mithilfe kontrollierter Gassysteme echte Flugzeugbrände simulieren und authentisch auf Löschschaum oder Wasser reagieren.

„Alles, was in der Realität brennen kann und einen Feuerwehreinsatz erfordert, bauen wir aus feuerfesten Materialien und lassen es realistisch brennen“, erklärt Jochen Schürgers, Geschäftsführer von Fire GO.

„Das System ist computergesteuert, gasbetrieben und reagiert wie ein echtes Feuer.“

Auf dieser Basis entwickelte Fire GO kürzlich einen mobilen Simulator in Originalgröße, zusammengesetzt aus acht 20-Fuß-Containern mit 28 Feuersimulationspunkten. Damit lassen sich Notfallszenarien vom Cockpit- bis zum Triebwerksbrand nachstellen. Das Ziel: eine mobile Lösung, die schnell an verschiedenen Flughäfen eingesetzt werden kann und eine qualitativ hochwertige Ausbildung direkt vor Ort ermöglicht. Stationäre Systeme boten hierfür nicht die nötige Flexibilität.

Das Steuerungssystem MELSEC System-Q SPS verwaltet alle Simulator Funktionen.
Das Steuerungssystem MELSEC System-Q SPS verwaltet alle Simulator Funktionen.
Foto: Fire Go GmbH

Konstante Leistung unerlässlich für Sicherheit

In Kooperation mit Siebers Mechanical Engineering aus Marsberg entschied sich Fire GO für Automatisierungstechnologien von Mitsubishi Electric. Das MELSEC System-Q SPS-System verwaltet alle Simulatorfunktionen. Es steuert komplexe Szenarien im Full-Scale-Simulator, der ein Flugzeug vom Typ A320/B737 mit authentischem Cockpit, Passagierkabine und Frachtraum nachbildet. Zusätzlich koordiniert es Gasströme, Sicherheitssysteme und Brandverhaltensparameter. Über die GOT2000 HMI-Touchscreens können Ausbilder Trainingsszenarien in Echtzeit anpassen, von der Flammenintensität bis zur Windrichtung, um verschiedene Brandbekämpfungsstrategien zu testen. 

Die Datenerfassungsplattform der GENESIS-Lösung von Mitsubishi Electric protokolliert sämtliche Abläufe, inklusive Reaktionsgeschwindigkeit und Effektivität der angewandten Löschtechniken. So lassen sich Trainings gezielt optimieren. Diese Informationen helfen den Ausbildern zu erkennen, in welchen Bereichen einzelne Feuerwehrleute noch mehr üben müssen. Außerdem können Feuerwehren damit ihre Notfallverfahren insgesamt verbessern.

Nachbau eines A320/B737-Flugzeugs für Trainingszwecke
Nachbau eines A320/B737-Flugzeugs für Trainingszwecke
Foto: Fire Go GmbH

„Die Zuverlässigkeit unserer MELSEC System-Q-Plattform in Kombination mit HMI und Datenerfassung bietet eine robuste Basis für Trainingssysteme, bei denen konstante Leistung unverzichtbar ist“, betont Jörg Springsguth, Vertriebsingenieur bei Mitsubishi Electric Europe. „Wenn Feuerwehrleute sich auf ihre Ausbildung verlassen, um Leben zu retten, muss jede Komponente zuverlässig funktionieren.“

Realistische Feuerwehrübungen durch mobile Brandsimulatoren

Die präzise Steuerung der Brandsimulationen sorgt für realistische, aber sichere Szenarien. Feuerwehrleute können riskante Techniken üben, ohne Verletzungen oder Schäden zu riskieren. Durch die mobile Bauweise ist ein Training direkt an Flughäfen möglich. Mit den Flugzeugtypen und Layouts, die auch im Ernstfall vor Ort vorkommen.

Mit 28 Simulationspunkten deckt das System Triebwerks- und Fahrwerksbrände, Kabinen- und Tankleckszenarien ab. Die Datenerfassung liefert Ausbildern objektive Einblicke in Effektivität und Lernfortschritte der einzelnen Teilnehmer. Regelmäßige Wartung, Ersatzteilversorgung und ein zuverlässiger Service sichern die Einsatzbereitschaft. 

Forschung bestätigt den Nutzen von Feuerwehr-Simulationstraining 

Dank der mobilen Einsatzfähigkeit kann das Training an den Flughäfen stattfinden, an denen die Feuerwehrleute tatsächlich arbeiten bzw. arbeiten werden. Dies ermöglicht eine kontextbezogene Vorbereitung, die die Effektivität von Notfalltrainingsprogrammen erhöht. Simulationstrainings wie das von Fire GO steigern nachweislich die Entscheidungsfähigkeit. Studien der Feuerwehr in Allen, Texas (USA), zeigen eine Verbesserung um bis zu 22 %.

Über Flughäfen hinaus ist das mobile System auch für Branchen mit hohen Sicherheitsanforderungen relevant – etwa Chemie, Energie, Verkehr oder Logistik. Überall dort, wo Teams und Rettungskräfte auf den Ernstfall vorbereitet werden müssen, sorgt die Kombination aus fortschrittlicher Automatisierung und Ingenieurskompetenz für präzise, wiederholbare und sichere Trainingsbedingungen.

Mit WhatsApp immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal, um die Neuigkeiten direkt auf Ihr Handy zu erhalten. Einfach den QR-Code auf Ihrem Smartphone einscannen oder – sollten Sie hier bereits mit Ihrem Mobile lesen – diesem Link folgen:

Kennen Sie schon unser Crisis Prevention Printmagazin?

Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Verwendete Schlagwörter

AusbildungFeuerwehrGefahrenabwehrMitsubishiSimulationTraining
Index