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THW veranstaltet in Berlin erstes bundesweites Rettungshundetreffen

Etwa 90 Hunde des Technischen Hilfswerks (THW) trainieren am Wochenende im Berliner Westen die Suche nach vermissten Menschen. An dem Rettungshundetreffen in Berlin nehmen Einheiten aus ganz Deutschland teil. Ziel ist es, die bundesweit verteilten THW-Kräfte der biologischen Ortung stärker zu vernetzen und den fachlichen Austausch zu fördern.

THW veranstaltet in Berlin erstes bundesweites Rettungshundetreffen.
THW veranstaltet in Berlin erstes bundesweites Rettungshundetreffen.
Foto: THW/Jan Holste

Luisa Busch ist die Ausbilderin in der Fachgruppe Ortung der Rettungshunde im THW-Ortsverband Berlin Steglitz-Zehlendorf, welche das Rettungshundetreffen initiiert hat. „Das Treffen hat bisher seinen Zweck erfüllt: Alle haben Spaß, Mensch und Hund, sie kommen sich immer näher, lernen sich besser kennen“, sagte Luisa Busch, und erklärte: „Schwerpunkt hier ist die Vernetzung. Wir wollen voneinander lernen, denn gerade bei der Arbeit mit Hunden gibt es verschiedene Ansätze. Der Austausch ist wichtig, um beispielsweise von gegenseitigen Ausbildungsmethoden zu profitieren.“

Bundesweites Rettungshundetreffen in Berlin

Am Freitag suchten die Teams nach vermissten Personen in weitläufigen und schwer zugänglichen Flächen, am Samstag folgte die Trümmersuche, bei der die Rettungshundeteams das Auffinden verschütteter oder eingeschlossener Personen in komplexen Schadenslagen üben, wie sie etwa nach einer Flutkatastrophe oder einer Gasexplosion entstehen können. Diese Suchart zählt zu den zentralen Fähigkeiten der Rettungshundekomponente im THW. An beiden Tagen trainieren außerdem die Personensuchhundeteams des THW im umliegenden Stadtgebiet.

Die Arbeit der Rettungshundeteams ist ein wesentlicher Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Sie kommt insbesondere bei der Suche nach vermissten, verschütteten oder eingeschlossenen Menschen nach Naturkatastrophen, Unglücken oder Anschlägen zum Einsatz.

Rettungshunde im THW sind auf die Lebendsuche spezialisiert, insbesondere in der Trümmersuche, und werden zudem in der Flächensuche eingesetzt. Gut ausgebildete Hunde können große oder schwer zugängliche Areale schnell und zuverlässig absuchen und damit Einsatzkräfte bei der Suche entscheidend unterstützen.

THW-Hunde trainieren am Wochenende im Berliner Westen die Suche nach vermissten Menschen.
THW-Hunde trainieren am Wochenende im Berliner Westen die Suche nach vermissten Menschen.
Foto: THW / Nino Oelsner

Die Hunde des THW sind nicht nur im In- sondern auch im Ausland im Einsatz, wie nach dem großen Erdbeben in der Türkei im Jahr 2023 und nach der Explosion am Hafen in Beirut 2020.

Fachgruppen Ortung mit biologischer Komponente sind im THW vergleichsweise selten. Bundesweit gibt es 23 Fachgruppen Ortung Typ A (biologisch und technisch) und 9 Fachgruppen Ortung Typ B (biologisch). Das Rettungshundetreffen dient deshalb vor allem dazu, Erfahrungen auszutauschen, Ausbildungsstände zu vergleichen und voneinander zu lernen.

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