BSI-Präsidentin auf der MSC: „Wer souverän sein will, muss Technologie beherrschen“

Ein verschobenes Machtgleichgewicht, digitale Souveränität und der Cyberdome für Deutschland: Das waren die thematischen Schwerpunkte für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf der Münchner Sicherheitskonferenz. BSI-Präsidentin Claudia Plattner hob dabei hervor, dass eine erfolgreiche und sichere Digitalisierung der Dreh- und Angelpunkt einer sich im Umbruch befindlichen Weltordnung sei.

V.l.n.r.: Andrew Perry - Director, Energy transition & environment, FacultyAI, und BSI-Präsidentin Claudia Plattner bei einer Debattierveranstaltung der US-amerikanischen Tageszeitung „The New York Times“ (NYT) im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC)
V.l.n.r.: Andrew Perry - Director, Energy transition & environment, FacultyAI, und BSI-Präsidentin Claudia Plattner bei einer Debattierveranstaltung der US-amerikanischen Tageszeitung „The New York Times“ (NYT) im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC)
Foto: BSI

BSI-Präsidentin Claudia Plattner: „Der Schutz unserer Gesellschaft hängt von unseren digitalen Fähigkeiten ab – und davon, wie gut wir den digitalen Raum verteidigen können. Was nach und nach ins globale Bewusstsein rückt, ist die Tatsache, dass Technologie die Kräfteverhältnisse zunehmend beeinflusst und durch ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Sicherheit diese auch zunehmend verzerrt. Wenn wir, wenn Deutschland und Europa jetzt nicht kraftvoll gegensteuern, wird dieses Rad sich ohne uns weiterdrehen. Um souveräner zu werden, müssen wir digital erfolgreicher werden. Dafür brauchen wir starke Public-Private-Partnerships sowie die Bereitschaft zu strategischen Investitionen in Schlüsseltechnologien, bei denen Europa noch die Chance hat, eine Führungsrolle einzunehmen – zum Beispiel im Bereich der Cybersicherheit.“

Deutschland und Europa stehen unter dem permanenten Druck von Cyber Crime (Straftaten im digitalen Raum, die vorrangig aus finanziellen Motiven begangen werden), Cyber Conflict (staatlich gelenkte Angriffe mit ideologischem, politischem oder militärischem Hintergrund) und Cyber Dominance (Einflussnahme durch digitale Produkte, die Herstellern Zugriff auf Informationen und Funktionen ermöglichen). Der diesjährige Munich Security Report besagt, dass Cyberangriffe derzeit als größtes Sicherheitsrisiko für Deutschland wahrgenommen werden, wobei mehr als ein Drittel der Befragten davon ausgehen, dass ihr Land darauf nicht ausreichend vorbereitet ist.

Im Auftrag des Bundesinnenministeriums entwickelt das BSI derzeit einen so genannten Cyberdome für Deutschland: Dabei handelt es sich um einen digitalen Schutzschirm, der durch automatisierte Sicherheitsmaßnahmen Cyberangriffe frühzeitig erkennt, analysiert und abwehrt. Geplant ist, das Vorhaben gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft zu realisieren.

Quelle: BSI

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