LKA-SH: Start der Studie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD) in Schleswig-Holstein

In dieser Woche startet erneut die bundesweite Befragung zu „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD) des Bundeskriminalamtes (BKA) in Zusammenarbeit mit den Polizeien der Länder. Auch Schleswig-Holstein beteiligt sich an der Studie.

Die bundesweite Befragung zu "Sicherheit und Kriminalität in Deutschland" (SKiD) des Bundeskriminalamtes (BKA) in Zusammenarbeit mit den Polizeien der Länder.
Die bundesweite Befragung zu "Sicherheit und Kriminalität in Deutschland" (SKiD) des Bundeskriminalamtes (BKA) in Zusammenarbeit mit den Polizeien der Länder.
Grafik: Polizei NRW

Dazu erhalten in den nächsten Tagen rund 29.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren in Schleswig-Holstein zunächst eine Vorankündigung per Post mit Informationen zur Studie. Einige Tage später folgen dann die Fragebögen, die auch online ausgefüllt werden können. Die Teilnahme ist freiwillig, die erhobenen Daten werden anonymisiert ausgewertet.

Jeder ausgefüllte Fragebogen ist wichtig, betont Dr. Fee-Elisabeth Bertram von der Kriminologischen Forschungsstelle im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein (LKA): „Wir hoffen, dass möglichst viele der zufällig ausgewählten Personen die Möglichkeit nutzen, an der Befragung teilzunehmen. Je mehr Teilnehmende den Fragebogen beantworten, desto genauer ist das Bild, das wir zur Kriminalitätslage, dem vorherrschenden Sicherheitsgefühl und den Erfahrungen mit der Polizeiarbeit erhalten.“

Im nördlichsten Bundesland werden bereits seit 2015 eigene Dunkelfeldbefragungen durchgeführt, zuletzt im Jahr 2019. Seit 2020 werden diese Befragungen im SKiD-Projektverbund mit dem BKA fortgesetzt, sodass nun auch Vergleiche zwischen Schleswig-Holstein und dem Bundesgebiet möglich sind. Ziel der Studie ist es, Erkenntnisse über das sogenannte Dunkelfeld der Kriminalität zu gewinnen. Damit ist der Teil der Straftaten gemeint, der der Polizei nicht zur Kenntnis gelangt und somit nicht offiziell registriert wird. Zudem wird im Rahmen der Befragung erhoben, wie sicher sich die Menschen in Deutschland fühlen, durch welche Kriminalitätsformen sie sich bedroht fühlen und wie sie die Arbeit der Polizei bewerten.

SKiD: Schleswig-Holstein ergänzt Sondermodul

Schleswig-Holstein ergänzt die Befragung außerdem durch ein Sondermodul, wie Fee-Elisabeth Bertram erläutert: „Wie Bürgerinnen und Bürger politisch motivierte Kriminalität wahrnehmen, prägt das Vertrauen in den Staat, die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Daher sind wir besonders auf die Antworten zu den erstmalig in die Befragung eingebrachten Themen politisch motivierte Kriminalität und Extremismus gespannt.“

Das Projekt „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ wird aus Mitteln des Fonds für die Innere Sicherheit durch die Europäische Union kofinanziert. Das BKA hat das unabhängige Forschungsinstitut Verian aus München mit der Durchführung der Datenerhebung beauftragt. Ausführliche Informationen zur Methodik, zur Erstellung der Fragebögen sowie Einzelheiten für Personen, die befragt werden und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) stehen gebündelt auf der BKA-Projektseite „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland – SKiD“ unter www.bka.de/skid zur Verfügung.

Die Ergebnisberichte der letzten Dunkelfeldbefragung stehen unter folgenden Links zur Verfügung:

SH: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/POLIZEI/DasSindWir/LKA/KFS/_downloads/SKiD_2020_Kernbefunde_SH.pdf

BKA: https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Forschung/ForschungsprojekteUndErgebnisse/Dunkelfeldforschung/SKiD/Ergebnisse/Ergebnisse_node.html

 

Quelle: Landeskriminalamt Schleswig-Holstein

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