KI-basierter Deepfake Detector stärkt digitale Ermittlungsarbeit der Polizei

Die Polizei Rheinland-Pfalz baut ihre Fähigkeiten der digitalen Ermittlungsarbeit weiter aus und setzt auf eigene KI-gestützte Anwendungen. Innenminister Michael Ebling hat heute den neuen Deepfake Detector vorgestellt und dessen Einsatzmöglichkeiten in der polizeilichen Praxis demonstriert.

Symbolbild KI
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Bild: freepik.com/rawpixel.com

„Digitale Manipulationen stellen unsere Ermittlerinnen und Ermittler vor immer größere Herausforderungen. Mit dem Deepfake Detector haben wir ein modernes, leistungsfähiges Werkzeug, das digitale Ermittlungen effizienter und präziser macht“, sagte Innenminister Michael Ebling.

Der KI-basierte Deepfake Detector unterstützt bei der Analyse großer Bilddatenbestände und hilft dabei, manipulierte Inhalte gezielt zu erkennen. Die Anwendung ist eine gemeinsame Eigenentwicklung des Landeskriminalamtes und des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik. Sie wird vollständig auf polizeieigener Infrastruktur betrieben und ist massendatentauglich ausgelegt. Damit werden Datenschutz, Datensicherheit und Datenhoheit konsequent gewährleistet.

„Wir setzen bewusst auf eigene Lösungen, so behalten wir die Kontrolle über sensible Daten und können unsere Systeme gezielt an die Anforderungen der Praxis anpassen“, so Ebling.

Dass dieser Ansatz fachlich überzeugt, zeigt auch der internationale Vergleich. Im Frühjahr 2025 hat ein Mitarbeiter des Landeskriminalamtes an einem internationalen behördlichen Ringversuch zur Erkennung KI-generierter Bilder teilgenommen, an dem 54 kriminaltechnische Laboratorien aus 30 Ländern beteiligt waren. Dabei wurde das zweitbeste Gesamtergebnis erzielt. Das unterstreicht die hohe fachliche Kompetenz in Rheinland-Pfalz und bildet eine wichtige Grundlage für die heutige Anwendung.

Der Deepfake Detector ist zugleich ein Ergebnis der organisatorischen Neuausrichtung des Landeskriminalamtes und der Digitalisierungskooperation der Polizei Rheinland-Pfalz, kurz: DigiKoRP. In den neuen Kreativräumen der DigiKoRP werden fachliche und technische Kompetenzen gebündelt. Fach- und IT-Expertinnen und -Experten von LKA und Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik, arbeiten hier gemeinsam an innovativen digitalen Anwendungen für die Polizei Rheinland-Pfalz.

Ab März 2026 ist ein Pilotbetrieb des Deepfake Detectors im Polizeipräsidium Rheinpfalz vorgesehen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung zum landesweiten Einsatz der Anwendung einfließen.

„Moderne Polizeiarbeit heißt heute auch digitale Kompetenz. Wir investieren gezielt in Know-how, Technik und Strukturen, damit unsere Polizei auch im digitalen Raum handlungsfähig bleibt“, betonte der Innenminister abschließend.

Quelle: Innenministerium Rheinland-Pfalz

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