Interview mit dem Kommandeur Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzversorgung, Generalarzt Dr. Bruno Most und dem Vizepräsidenten der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Professor Dr. Simon Little im Rahmen des „Crisis Prevention-Symposiums“ am 15. Oktober 2025 in Erfurt. Das Interview führte Generalarzt a.D. Dr. Andreas Hölscher, Chefredakteur der „Wehrmedizin und Wehrpharmazie“.
Herr Generalarzt Dr. Most, Sie sind der wissenschaftliche Leiter und auch der Moderator des diesjährigen „Crisis Prevention-Symposiums“ in Erfurt. Was ist die Antriebsfeder für dieses Engagement?
Generalarzt Dr. Most: Das CP-Symposium „Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz“ hat mittlerweile, man kann es sagen, fast eine echte Tradition und eine große Reichweite in der Blaulicht-Community, das sieht man auch heute. Ich bin völlig begeistert über 190 Teilnehmer bei diesem Symposium. Wir versuchen jährlich, die brennenden Themen der Sicherheitspolitik aufzugreifen und diese in die Herausforderung „Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz“ umzusetzen. Wir hatten das mit den Sorgenkindern Krankenhausversorgung und Rettungsdienst schon gemacht und haben jetzt das Thema medizinischer CBRN-Schutz herausgegriffen, weil wir davon überzeugt sind, dass hier die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit am größten ist und dieses Thema bundesweit unter den Nägeln brennt.
Herr Professor Little, das Thema lautet „Medizinische CBRN-Gefahrenabwehr als Teil der Gesamtverteidigung“. Was ist Ihre Intention für die Teilnahme?
Prof. Little: Als große Hilfsorganisation nehmen wir aktiv am Zivilschutz teil: Wir decken gesundheitliche Bedarfe ab, sorgen für Unterbringung und Betreuung der Bevölkerung, stärken deren Selbstschutzfähigkeit und unterstützen den Sanitätsdienst der Bundeswehr im Rahmen der Gesamtverteidigung – eine gesellschaftliche Verpflichtung, der wir nachkommen.
Ein Schwerpunkt ist sicher auch das Thema Gesamtverteidigung, was durch die Verletzung des polnischen Luftraumes durch russische Drohnen und Kampfjets eine neue Brisanz erhalten hat. Wie bewerten Sie dies aus dem Blickwinkel des Sanitätsdienstes der Bundeswehr bzw. einer zivilen Hilfsorganisation?
Generalarzt Dr. Most: Die Frage ist aus meiner Sicht top aktuell, weil uns allen der Bericht des Präsidenten des BND noch einmal deutlich gemacht hat, dass die sicherheitspolitische Lage in Europa so brisant ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr; vielleicht so brisant, wie seit der Kuba-Krise nicht mehr. Wenn wir jetzt den Blick zurückwenden, müssen wir sagen, wir sind nicht erst seit Beginn des Ukraine-Krieges, wir sind seit 2014, seit der Annexion der Krim, in einem Zustand, der nicht mehr Frieden ist. Die hybriden Attacken nehmen jeden Tag zu, unter anderem Drohnenattacken, Cyber-Attacken, Sabotage. Wir müssen uns deutschlandweit deutlich resilienter aufstellen. Die Durchhaltefähigkeit und Störanfälligkeit des Gesundheitssystems ist dabei ein entscheidender Punkt. Gesundheitliche Resilienz ist ein Schwerpunktauftrag der gesamtstaatlichen Resilienz und wir als Sanitätsdienst der Bundeswehr müssen uns einerseits darauf konzentrieren, wie wir unsere Truppen im Einsatz unterstützen, aber wir brauchen auch genauso die Unterstützung unserer zivilen Partner in der Heimat, um die Rettungskette durchgängig sicher zu stellen.
Prof. Little: Es eilt: Alle Akteure müssen sich jetzt auf die Bedrohungslage einstellen und in die Lage versetzt werden, dies auch zu tun. Wir stehen zu unseren Aufgaben – gemeinsam mit den zivilen Akteuren, wie Generalarzt Dr. Most betonte. Als bundesweiter Verband bringen wir unsere vielfältigen Fähigkeiten ein, doch wir brauchen eine Stärkung unserer eigenen Resilienz. Dafür benötigen wir klare Konzepte zum Schutz und zur Weiterqualifizierung unserer Einsatzkräfte sowie konkrete Unterstützung vom Bund: in Ausstattung, Aufgabenübernahme und Zivilschutz. Nur so können wir kompetent an der Seite des Sanitätsdienstes der Bundeswehr agieren und übertragene Aufgaben zuverlässig erfüllen. Die Vergütung im Einsatz ist kein Problem – doch bei Vorhaltung, Vorbereitung, Ausbildung und Ausstattung hapert es. Hier brauchen wir schnellstmögliche Lösungen, um uns organisatorisch kompetent aufzustellen.
Herr Generalarzt, zur Gesamtverteidigung gehört auch der Aspekt der Stärkung des zivilen Gesundheitssystems. Was sind Ihre Überlegungen dazu?
Generalarzt Dr. Most: Ich greife hier direkt den letzten Punkt von Professor Little auf. Wir sehen als Bundeswehr drei wesentliche Aspekte. Der eine ist, dass unsere Partner von den zivilen Hilfsorganisationen definitiv gestärkt werden müssen. Professor Little hat das eben gerade schon angesprochen. Es geht um Fragen des gesetzgeberischen Rahmens, es geht um finanzielle Ressourcen, es geht um Ausbildungsressourcen, das ist ein bunter Strauß von Aktivitäten, die der Bund entfalten muss, um unsere Hilfsorganisationen stärker aufzustellen. Der zweite Punkt ist, und das haben wir beim letzten Symposium in den Mittelpunkt gestellt: die Krankenhäuser müssen resilienter aufgestellt werden. Wir erleben gerade in der Ukraine, dass Krankenhäuser Attacken durch den russischen Aggressor erleiden und wir müssen diese Erfahrungen aufgreifen, müssen Lösungen finden, wie härten wir Krankenhäuser, wie werden Krankenhäuser auch in Kriegslagen befähigt, ihren Auftrag der medizinischen Versorgung lagegerecht weiterzuführen. Wir brauchen hier entsprechende Maßnahmen bei der Infrastruktur und wir brauchen Maßnahmen bei der Unabhängigkeit der Energieversorgung. Und der dritte Punkt ist, dass der Gesetzgeber in der Pflicht ist; wir warten seit vielen Jahren auf ein Sicherstellungsgesetz für Gesundheit. Die Koalition hat dieses Thema aufgegriffen und wir warten auf den Durchbruch. Wir werden keine Schwerpunktsetzung, keine Priorisierung in den wesentlichen Fragen der Gesundheitsversorgung erreichen, wenn wir ein solches Sicherstellungsgesetz nicht haben.
Herr Professor Dr. Little, Sie sind nicht nur im Ehrenamt der Vizepräsident der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH), sondern hauptberuflich Chefarzt der Klinik für Notfall- und Intensivmedizin des Agaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt. Wie sehen Sie die Resilienz der Kliniken in Deutschland, und was sagen Sie zu den Auswirkungen des Krankenhausreformanpassungsgesetztes?
Prof. Little: Die Beantwortung dieser Frage umfasst mehrere Aspekte. Wir hätten uns als JUH ein Gesetz gewünscht, das über den Bündnis- und Verteidigungsfall, welche Skalierung man da gerade nimmt, hinausgeht und quasi mit in dem Allkatastrophen- oder Allgefahrenansatz bleibt und wir damit im Prinzip Großschadenslagen aufgrund von Naturkatastrophen oder großen Unglücksgeschehen abdecken können. Das wäre für uns als Organisation viel einfacher, viel praktikabler gewesen in der Handhabung als in der Situation, in der wir uns jetzt befinden, wo man zunächst den Rechtsrahmen abprüft, bevor man in den Einsatz geht oder bevor man entscheidet, ob wir in den Einsatz gehen können.
Die mangelnde Resilienz der Krankenhäuser ist kein Geheimnis. Mitten in der laufenden Reform rutschen bereits viele Kliniken in die Insolvenz. Es fehlt eine klare Struktur: Welche Häuser brauchen wir für die Regelversorgung, welche für Krisen? Im Verteidigungs- oder Bündnisfall rechnen wir mit drei Regimentern – das bedeutet im besten Fall unter 1.000 Verletzte pro Tag. Bei wochenlanger Verweildauer sind unsere Kapazitäten schnell erschöpft. Wir brauchen ehrliche Planung.
Darüber hinaus brauchen wir eine realistische Planung der Personalverfügbarkeit. Viele Beschäftigte in Krankenhäusern stehen gleichzeitig als Reservisten der Bundeswehr zur Verfügung. Hier müssen wir klären, wie ein Austausch der Kräfte gestaltet werden kann, der beiden Seiten nutzt. Wenn Führungskräfte aus der Reserve von der Bundeswehr abgerufen werden, fehlen sie uns in der Klinik für die Patientenversorgung. Es ist klug, dass wir den Zivilschutz in Deutschland ehrenamtlich organisieren – das funktioniert auch im Katastrophenschutz gut, weil dieselben Personen mehrfach eingesetzt werden können, die sich freiwillig dafür bereit erklären. Trotzdem muss in einer solchen Lage klar über die Verteilung der Kräfte gesprochen und eine Vereinbarung getroffen werden.
Unsere Krankenhäuser haben praktisch keine Reserven mehr in der Vorhaltung. Letztlich muss man sagen: In den letzten Jahrzehnten wurden die Lagerhaltung und Risikovorsorge kontinuierlich abgebaut, weil die Kliniken so stark auf Wirtschaftlichkeit getrimmt wurden, dass es schlicht untragbar wurde, Material und Ressourcen vorzuhalten – ohne dass diese Kosten irgendwo refinanziert werden. Wir brauchen einen klar definierten Finanztopf, vergleichbar mit dem für die Hilfsorganisationen, auf den die Gesundheitsversorgungssysteme zurückgreifen können, um sich mit der notwendigen Vorhaltung auszustatten.
Herr Generalarzt, die Zusammenarbeit des Sanitätsdienstes der Bundeswehr mit den zivilen Hilfsorganisationen wird in Zukunft immer wichtiger. Wie ist hier der Stand der Kooperation, insbesondere mit der JUH?
Generalarzt Dr. Most: Ganz herzlichen Dank für diese Frage, da sie mir wirklich besonders am Herzen liegt. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr ist der Kooperationspartner für die sanitätsdienstlichen Hilfsorganisationen. Das Ganze hat zunächst eine gesetzliche Grundlage. Das sogenannte DRK-Gesetz, besser Gesetz über die anerkannten Hilfsorganisationen, spricht davon, dass Deutsches Rotes Kreuz, JUH und Malteser Hilfsdienst den Sanitätsdienst der Bundeswehr unterstützen. Da ist nicht von der Bundeswehr allgemein die Rede, sondern es ist ganz konkret vom Sanitätsdienst der Bundeswehr die Rede. Wir haben das über viele Jahre hinweg bereits zu Friedenszeiten schon mit Leben gefüllt.
Wir haben bereits eine enge Partnerschaft, aber jetzt unter dem Eindruck der Gesamtverteidigung wird dieses Geflecht wesentlich enger gezogen. Wir haben im letzten Jahr mit dem DRK ein Kooperationsprotokoll über eine privilegierte Partnerschaft abgeschlossen und sind gerade aktuell dabei, dies mit der JUH und dem Malteser Hilfsdienst auch als trilaterales Protokoll entsprechend umzusetzen. Danach werden konkrete vertragliche Regelungen folgen. Ein weiterer Punkt, der mir auch sehr wichtig ist, betrifft die territoriale Verbindungsorganisation des Sanitätsdienstes. Die ist Teil meines Kommandobereiches und ich habe genau diese Verbindungsorganisation von der Landes- über die Regional- bis hin zur Kreisebene angewiesen, intensiv diesen Kontakt mit allen drei Organisationen zu pflegen, damit wir uns bis auf die Kreisebene hinunter vernetzen.
Herr Professor Dr. Little, in der vergangenen Ausgabe der „Wehrmedizin und Wehrpharmazie“ hatte ich die Gelegenheit, mit dem ehemaligen Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant a.D. Martin Schelleis, Bundesbeauftragter für Krisenresilienz, Sicherheitspolitik und zivil-militärische Zusammenarbeit des Malteser Hilfsdienstes, die Frage der Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr zu besprechen. Wie sind denn Ihre bisherigen Erfahrungen bei der Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und der JUH? Wie laufen die Abstimmungsprozesse mit den Beteiligten, und was ist Ihre Rolle dabei?
Prof. Little: Wir sind eng mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr vernetzt – über alle Ebenen hinweg, wie Dr. Most beschrieben hat. Unser Bundesvorstand ist da sehr intensiv eingebunden und verknüpft. Unser Präsident ist sehr aktiv, das Präsidium und eine Reihe von Landesvorständen sind daran beteiligt. So spiegeln wir die Struktur der Bundeswehr auf unserer Seite wider: Bund, Länder und regionale Kräfte können direkt miteinander sprechen. In der Krise ist das entscheidend: Man kennt sich. Genau das stärken wir jetzt durch engere Vernetzung – für verbindlichere Kontakte und reibungslosere Zusammenarbeit. Wer weiß, was der andere leistet, arbeitet später effektiver.
Herr Generalarzt, der Sanitätsdienst der Bundeswehr bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Notfall- und Einsatzmedizin ein. Können Sie etwas zu den Planungen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr zur Verteilung und Versorgung von Verwundeten im Heimatland eingehen?
Generalarzt Dr. Most: Man muss sich zuerst im Klaren sein, dass der Sanitätsdienst in diesem gesamten Geflecht von Wirkung und Unterstützung ein absolut entscheidender Faktor in der Kriegstüchtigkeit unserer Streitkräfte ist. Wir gehen fest davon aus, dass wir mit hoher Einsatzbereitschaft, mit nahezu all unseren Kräften im Fall einer Bündnisverteidigung im Einsatzgebiet gebunden sind. Wir tragen dazu bei, wie unser Minister sagt, dass letztendlich die NATO im Falle eines Angriffs keinen Quadratmeter des Bündnisgebietes bei unseren Partnern preisgibt. Das bedeutet aber auch, dass unsere Ressourcen im Inland, um unsere Verwundeten aufzunehmen, endlich sind. Und genau hier brauchen wir unsere zivilen Partner. Wir planen gerade, und das Konzept ist schon sehr weit fortgeschritten, wie bekommen wir Verwundete aus den Einsatzgebieten in die Heimat zurück verbracht? Wie nehmen wir sie hier im Heimatland an sogenannten Hubs auf? Hier fällt eine wesentliche Rolle den zivilen Hilfsorganisationen in der Aufnahme, in der Koordination, im Weitertransport der Verwundeten zu. Und danach brauchen wir unsere klinischen Partner. Hier sind wir im Augenblick vor allem mit den berufsgenossenschaftlichen Kliniken, den Unikliniken im Gespräch, um geeignete Krankenhäuser auszuwählen, in die diese Verwundeten verbracht werden. Aber wie Professor Little auch schon gesagt hat, wird sich insgesamt die klinische Versorgung nicht auf diese Krankenhäuser beschränken, sondern die Idee, die dahintersteckt, ist, dass das sogenannte Trauma-Netzwerk, das in Deutschland etabliert ist, dafür genutzt wird, um wiederum diese Kliniken dann von Verwundeten zu entlasten. Und ganz am Schluss, und auch das betrachten wir mit, steht dann natürlich die weitere Versorgung dieser Verwundeten in geeigneten Reha-Kliniken.
Wird diese Fragestellung auch bei der JUH diskutiert, und gibt es für den Verteidigungsfall da konkrete Überlegungen?
Prof. Little: Natürlich wird das diskutiert – wir stehen gesetzlich in der Pflicht, wie Dr. Most sagte, und wir kommen ihr nach. Entscheidend ist, dass wir die nötige Ertüchtigung erhalten, um alle Vorbereitungen treffen zu können. Dann können wir den Auftrag ohne Probleme erfüllen. Wir passen unser Mindset der Lage an, machen unsere Organisation und Einsatzkräfte resilienter – und schaffen jetzt die Grundvoraussetzungen, um diesen Auftrag auch wirklich auszuführen.
Herr Generalarzt, Herr Professor Dr. Little, zum Schluss noch eine Frage zur Vernetzung unseres territorialen Verbindungssystems mit den verschiedenen Ebenen der Hilfsorganisationen. Wie ist da Ihre Sichtweise, einmal aus der militärischen, und einmal aus der zivilen Perspektive?
Generalarzt Dr. Most: Ich bin an dieser Stelle sehr dankbar, dass der Befehlshaber des Sanitätsdienstes mir neben meiner Rolle für das territoriale Verbindungssystem auch die Beauftragung für die Zusammenarbeit mit der JUH und dem Malteser Hilfsdienst gegeben hat. Die gleiche Aufgabe wird für das DRK von Generalstabsarzt Dr. Backus wahrgenommen. Das heißt, wir beide vernetzen uns intensiv mit den Bundes- und Landesebenen dieser Hilfsorganisationen, um unseren Unterstützungsbedarf zu kommunizieren und zu vermitteln, die Kooperation weiterzuentwickeln und die zivilmilitärische Vernetzung zu vertiefen. Für meinen Teil kann ich festhalten, dass die stringente und durchgängige Führungsstruktur von JUH und MHD dem Sanitätsdienst auf diesem Wege weit entgegenkommt.
Und dann, ich habe es vorhin erwähnt, kommt es darauf an, dass wir auf der Landes-, der Regional- und der Kreisebene unsere Reservistinnen und Reservisten nutzen, mit den entsprechenden Führungskräften und Beauftragten der Hilfsorganisationen diese Vernetzung und die Entschlossenheit gemeinsamer Verteidigung zu befördern. Das ist ein herausfordernder Prozess auf beiden Seiten, der aber mit großer Entschlossenheit vorwärtsgetrieben wird. Wir sind, und das sollte mein Schlusspunkt dazu sein, in der DNA unseres Berufsethos so dicht beieinander, dass das Zusammenflechten dieser Familie für uns ein Auftrag ist, der uns am Herzen liegt.
Ich will ein letztes Beispiel dazu geben, und das passt wunderschön, Herr Professor Little, das Motto der JUH ist, soweit ich weiß, „Aus Liebe zum Leben“, und unser Leitbild des Sanitätsdienstes ist „Der Menschlichkeit verpflichtet“. Passen diese beiden Wahlsprüche nicht wunderbar zusammen?
Prof. Little: Ich stimme voll zu: Die Vernetzung schreitet voran, ist sinnvoll und bringt uns weiter. Nun müssen die daraus resultierenden Aufträge und Anforderungen an uns konkreter werden, damit wir gezielt vorbereiten können. Das ist entscheidend für unsere Einsatzkräfte, die den Auftrag umsetzen: Wen bilden wir wann, wie, mit welchen Mitteln und Zielen aus? Ich bin optimistisch: Mit fortschreitender Vernetzung werden wir die Einsatzaufträge präziser gestalten und konkret Hilfe leisten. Die Kommunikation läuft unkompliziert, sachlich, professionell und frei von Befindlichkeiten – genau der richtige Ansatz, um gemeinsam ans Ziel zu kommen.
Herr Generalarzt, Herr Professor Dr. Little, ich danke Ihnen beiden ganz herzlich für das offene Gespräch und wünsche Ihnen für den weiteren Verlauf des Symposiums gute und wichtige Erkenntnisse.
Erstmals erschienen in Crisis Prevention 4/2025
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