Die heute veröffentlichten Zahlen der Bundespolizei sprechen eine klare Sprache: Unerlaubte Einreisen sinken seit 2023 kontinuierlich – trotz ausgeweiteter Grenzkontrollen. Echte Abschreckung oder liegt der eigentliche Sicherheitsgewinn ganz woanders? Eine Zahl deutet genau darauf hin.
Seit 2021 veröffentlicht die Bundespolizei Monat für Monat die Anzahl der festgestellten unerlaubten Einreisen. Die Zahlen der Bundespolizei beziehen sich hierbei auf alle Land-, Luft- und Seegrenzen der Bundesrepublik Deutschland. Im Zuge der Ausklingenden Corona-Pandemie stiegen diese bis 2023 an – seither sinken die Zahlen deutlich.
Heute veröffentlichte die Bundespolizei mit 3.468 festgestellten Fällen die aktuellen Zahlen von Februar 2026. Im Vorjahr waren es 4.669 unerlaubte Einreisen. Im Jahr 2024 wurden 5.998 Fälle festgestellt. In der monatlichen Aufstellung ist der Rückgang in den starken Monaten September und Oktober noch deutlicher. Hier sanken die Zahlen 2025 sogar unter das Corona-Niveau von 2021
Weniger unerlaubte Einreisen – mehr Kontrollen
Die Bundespolizei weist selbst auf einen für die Statistik bedeutsamen Punkt hin: Am 16. September 2024 hatte die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser angeordnet, Binnengrenzkontrollen an allen landseitigen Schengenbinnengrenzen durchzuführen. Ihr Amtsnachfolger Alexander Dobrindt behielt dies bei und weitete die Kontrollen sogar noch aus.
Durch die erst eingeführten und dann ausgeweiteten Grenzkontrollen hätte man vermuten können, dass ein statistischer Effekt erfolgen würde. Müssten mehr Kontrollen nicht auch zu mehr Feststelllungen über unerlaubte Einreisen führen? Das aber war weder 2024 noch 2025 der Fall – im Gegenteil: Die Zahl der unerlaubten Einreisen sinkt kontinuierlich.
Man könnte argumentieren, dass die eingeführten Grenzkontrollen eine abschreckende Wirkung hätten. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die die anderen Maßnahmen der vorherigen Ampelregierung zum Eingrenzen der „illegalen Migration“ Wirkung zeigen. Zu den damaligen Maßnahmen gehörte eine Stärkung der Sicherung der europäischen Außengrenzen, eine erleichterte legale Migration und stärkere Zusammenarbeit mit Herkunfts- bzw. Transitstaaten.
Positiv an den Grenzkontrollen: der Beifang
Die Bundespolizei veröffentlichte im Zuge ihrer Statistiken der über unerlaubte Einreisen allerdings noch eine weitere Zahl: den Beifang. Hier konnten zwischen dem 16. September 2024 und dem 28. Februar 2026 insgesamt 12.733 Personen mit offenen Haftbefehlen festgenommen werden.
Davon stammten laut Bundespolizei „2.076 Personen aus dem links-, rechts- und ausländerextremistischen oder dem islamistischen Spektrum“. Vor diesem Hintergrund haben die Grenzkontrollen an den bundesdeutschen Grenzen das Land effektiv sicherer gemacht.
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