Drohnenabwehr war auch in 2026 wieder ein wichtiges Thema in den Hallen der Enforce Tac. Neben Jammen und Abschießen gibt es auch noch einige andere Lösungsoptionen. Argus Interception aus Rotenburg (Niedersachsen) fällt mit seinem A1-Falken auf. Das Versprechen: Unerwünschte Drohnen werden bekämpft, aber nicht zerstört. So ist eine spätere Auswertung und Rückverfolgung möglich.
Ihr Exponat ist kein Jammer, kein Laserstrahl, kein konventioneller Interceptor. Es ist eine Drohne, die andere Drohnen mit einem Netz einfängt – vollautomatisch. Einmal gefangen, kann der „Falke“ seine Beute sauber auf dem Boden ablegen.
Eine feindliche Drohne abzuschießen bedeutet Trümmer, die irgendwo runterkommen. Eine forensische Auswertung ist dann auch nur noch eingeschränkt möglich. Argus will das mit dem A1-Falke besser machen. Diese Drohne verfügt über ein voll automatisierten Netzabfangsystem.
Netzabfangsystem von Argus Interception
Zwei integrierte Netzwerfer, Tiefenbildkamera sowie angebundenes Radar und Lidar. Welches Radar genutzt wird, ist für die Drohne zweitrangig. Argus bietet den Falken aber auch im Komplettpaket mit Sensor von Echodyne an. So ausgestattet überwacht A1-Falke den zugewiesenen Luftraum, erkennt unbefugte Eindringlinge und schnappt zu.
Argus Interception hat vier Einsatzmodi definiert: Pursuit für die aktive Verfolgung, Dog-Fight Mode für schwer berechenbare Ziele, Shield Mode für die stationäre Sicherung eines Luftraumvolumens und Safe Filing für das kontrollierte Absetzen der gefangenen Drohne. Die Modi entstanden in enger Zusammenarbeit mit Behörden und Flughäfen.
Rund 25 Kilogramm wiegt der Falke und bis zu 15 Kilogramm schwere Drohnen kann er fangen und abtransportieren. Als Flugdauer gibt das Unternehmen rund 30 bis 35 Minuten an und einen Detektionsbereich von fünf Kilometern.
A1-Falke ist hochmobil
Mehrere Falken lassen sich zu einem Verbund zusammenschalten, skalierbar vom Einzelschutzpunkt bis zur Absicherung ganzer Areale. Dazu kommt die extrem hohe Mobilität: Als Bodenstation benötigen Nutzer lediglich einen Laptop. Damit ist der A1-Falke hochmobil und schnell einsatzbereit.
Argus entwickelt und produziert in Deutschland, arbeitet mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg zusammen und hat seine Agenda an realen Behördenanforderungen ausgerichtet. Dort ist das System bereits im Einsatz: bei der Bundespolizei. Für militärische Nutzer verfügt der Falke auch über eine NATO Stock Number.
Während auf politischer Ebene noch immer über Zuständigkeiten diskutiert wird, erste Systeme bei Polizei und Streitkräften beschafft werden, fragen manche bereits, was nach einer erfolgreichen Drohnenabwehr passiert. Wo landen die Trümmer? Wer hat die Drohne gesteuert – und kann das bewiesen werden?
Mit der Netzdrohne A1-Falke hat Argus eine Antwort auf diese Fragen. Im Schutz kritischer Infrastruktur und der Spionageabwehr könnte das Konzept überzeugen.
Hinweis: Diskutieren Sie das Thema Drohnenabwehr auch im militärischen Kontext beim Ground Based Air Defence Summit 2026 in Berlin.
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