DRK: Humanitäre Hilfe in Myanmar weiter dringend nötig

Ein Jahr nach dem Erdbeben in mehreren Ländern Südostasiens ist die humanitäre Lage vor allem in Myanmar für viele Menschen weiter sehr herausfordernd. Am 28. März 2025 traf ein Beben der Stärke 7.7 auf ein Land, in dem die Lebenssituation für viele Familien schon zuvor aufgrund innerstaatlicher Konflikte und wirtschaftlicher Krise sehr schwierig war. Entsprechend dramatisch waren die Folgen des Erdbebens, dem tausende Menschen zum Opfer fielen: „Die Spuren des Erdbebens sind auch ein Jahr später noch überall zu sehen. Viele Menschen kämpfen jeden Tag um ihr Überleben“, sagt Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Das Rote Kreuz Myanmar leistet deshalb mit unserer Unterstützung weiter humanitäre Hilfe und trifft Vorkehrungen, um bei zukünftigen Krisen noch besser vorbereitet zu sein.“

Einsatz des DRK in Flüchtlingslagern in Bangladesch.
Einsatz des DRK in Flüchtlingslagern in Bangladesch.
Foto: DRK / Gero Breloer

Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen derzeit mehr als 16 Millionen Menschen in Myanmar humanitäre Hilfe. Millionen Menschen sind vertrieben, die Zukunft ist ungewiss. Die schlechte humanitäre Lage lässt sich nicht nur auf die Folgen des Erdbebens zurückführen, so leidet das Land seit Jahren unter einem bewaffneten Konflikt, doch dieses verschlimmerte die Lage in Myanmar nochmals deutlich. Gerade in den Erdbebenregionen mangelt es Menschen an Nahrung, sauberem Wasser und ausreichender Gesundheitsversorgung. Dies führt auch zu enormen psychischen Belastungen.

Direkt nach dem Erdbeben war das Rote Kreuz Myanmar aktiv, um schnelle Soforthilfe zu ermöglichen. Freiwillige leisteten erste Hilfe, suchten nach Vermissten und versorgten Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, mit Notunterkünften und dringend benötigten Hilfsgütern wie Decken und Hygienesets.

Humanitäre Hilfe durch das DRK

Das DRK unterstützte diese Maßnahmen und brachte zudem bereits kurz nach dem Erdbeben 42 Tonnen lebenswichtige Hilfsgüter ins Land. Weitere 37 Tonnen folgten im Mai und Juni letzten Jahres. Dazu gehörten auch Zelte und Werkzeugsets für den Wiederaufbau. Flankiert wurde dies durch Bargeldhilfen für besonders betroffene Familien.

Das DRK ist weiter mit eigenen Mitarbeitenden im Land und steht im engen Austausch mit seiner Schwestergesellschaft. Ein zentraler Punkt in der gemeinsamen Arbeit ist derzeit die Katastrophenvorsorge, damit die Menschen in dem krisengebeutelten Land bei zukünftigen Krisen widerstandsfähiger sind. Beispielsweise werden durch Übungen in Schulen Familien darauf vorbereitet, sich im Fall eines Erdbebens besser schützen zu können.

„Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Myanmar und Spenden konnten wir vielen Menschen bedarfsgerecht und effizient helfen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Die humanitäre Lage zahlreicher Personen ist aber nach wie vor sehr schlecht, sodass weitere Hilfe nötig ist. Wir stehen bereit, diese zu leisten und bauen dabei auf Solidarität aus der Bevölkerung.“

Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen unter https://www.drk.de/spenden/

 

Quelle: DRK

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