DPolG fordert Gebührenerhebung an DFL

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) reagiert mit klaren Forderungen auf die massiven Ausschreitungen im Rahmen des Ost-Derbys zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden. Die Gewalt gegen Polizeikräfte, bei der über 60 Beamtinnen und Beamte verletzt wurden, markiert aus Sicht der DPolG einen erneuten Tiefpunkt im Umgang mit gewaltbereiten Fangruppen.

DPolG fordert Gebührenerhebung an DFL, mehr Videotechnik und Geisterspiele in Magdeburg
DPolG fordert Gebührenerhebung an DFL, mehr Videotechnik und Geisterspiele in Magdeburg
Bild: freepik.com/jcomp

Der stellvertretende DPolG-Bundesvorsitzende Heiko Teggatz erklärt:

 „Die erneut eskalierende Gewalt im Rahmen eines Fußballspiels zeigt schonungslos, dass freiwillige Selbstverpflichtungen der Verbände nicht ausreichen. Wenn Polizisten gezielt angegriffen und verletzt werden, darf das nicht folgenlos bleiben.“

 Die DPolG im Bund schließt sich ausdrücklich der Einschätzung des Landesvorsitzenden der DPolG Sachsen-Anhalt, Olaf Sendel, an, der die Vorfälle scharf verurteilte:

„Ein Fußballspiel sollte ein Familienfest und ein sportlicher Wettkampf sein. Stattdessen nutzen charakterlich unreife und gewaltgeneigte Mitbürger diese Bühne, um ihre niederen Fantasien auszuleben.“

DFL muss Kosten für Hochrisikospiele tragen

Ein zentraler Punkt der DPolG‑Forderungen ist die Kostenbeteiligung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an Hochrisikospielen. Spätestens mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit der Gebührenregelung ist eindeutig klargestellt, dass Länder berechtigt sind, Veranstalter an den Polizeikosten zu beteiligen.

Teggatz betont: „Das Bundesverfassungsgericht hat unmissverständlich bestätigt, was die DPolG seit Jahren fordert: Hochrisikospiele dürfen nicht länger einseitig von der Allgemeinheit finanziert werden. Wer mit dem Profifußball Millionen verdient, muss auch Verantwortung für die Sicherheit übernehmen.“

Videotechnik in Stadien ausbauen – Täter identifizieren, statt zu schützen

Zur wirksamen Gefahrenabwehr und Strafverfolgung erneuert die DPolG ihre Forderung nach dem konsequenten Einsatz moderner Videotechnik in und um die Stadien. Ohne leistungsfähige Videotechnik bleibt die Polizei bei der Strafverfolgung oft machtlos. Wer Gewalt ausübt, muss identifiziert, verfolgt und dauerhaft aus den Stadien ferngehalten werden.

„Moderne Videotechnik ist kein Selbstzweck, sondern ein unverzichtbares Mittel, um Straftäter zu identifizieren und aus den Stadien fernzuhalten. Wer nichts zu verbergen hat, muss diese Technik nicht fürchten“, so Teggatz.

Sendel ergänzt: „Diese vermeintlichen ‚Fans‘ sind keine Fans, sondern Gewalttäter! Und genau so müssen sie auch behandelt werden! Ihr Verhalten ist gesellschaftsfeindlich, richtet sich gegen unsere Rechtsordnung und erfordert eine konsequente staatsschutzrechtliche Bewertung.“

Geisterspiele als notwendige Konsequenz 

Die DPolG hält es zudem für erforderlich, Geisterspiele in Magdeburg bis zum Ende der laufenden Saison in Betracht zu ziehen. Teggatz macht unmissverständlich klar:

„Der Schutz von Polizeikräften und unbeteiligten Dritten darf niemals hinter wirtschaftlichen Interessen oder Fankulissen zurückstehen. Wenn Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, müssen Spiele ohne Zuschauer stattfinden.“

Quelle: DPolG

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