De Havilland Aircraft of Canada fertigt derzeit 22 Maschinen für sechs europäische Länder – Kroatien, Spanien, Italien, Griechenland, Portugal und Frankreich. Jüngst konnten auch zusätzliche Verträge mit den kanadischen Provinzen Manitoba, Ontario und Alberta abgeschlossen werden.
Die starke in- und ausländische Nachfrage deutet auf die einzigartige Marktposition des DHC-515 hin. Zwar gibt es auch Löschflugzeuge anderer Hersteller, doch handelt es sich hierbei stets um Umrüstungen, wie beispielsweise für den A400M oder amphibische Multifunktionsflugzeuge, wie die russische Berijew Be-200.
Die DHC-515 ist hingegen als einziges Flugzeug von Grund auf für die amphibische Brandbekämpfung konzipiert und besetzt eine Nische ohne direkten Wettbewerber.
Konkurrenz bekommen die Kanadier allerdings durch die Fregate-F100 – Mit Unterstützung von Airbus will der französische Hersteller Hynaero ein neuen amphibisches Löschflugzeug bauen.
DHC-515 – Meilensteine der Fertigung
Währenddessen schreitet die Produktion in Kanada sichtbar voran. Im Montagewerk Calgary wurden Cockpit und Rumpf zum vorderen Rumpfabschnitt der ersten DHC-515 zusammengefügt. Parallel dazu wurde die erste Flügelbox fertiggestellt – eine 28,6 Meter lange Tragflächenstruktur, die die Dimension des Projekts eindrücklich veranschaulicht.
Begleitend zur Meldung um den aktuellen Status der DHC-515 für Europa hat De Havilland Canada ein neues Produktionsvideo veröffentlicht, das einen Blick hinter die Kulissen aller kanadischen Werke gewährt. Zu sehen ist der Fertigungsfortschritt und die dafür notwendige Präzisionsarbeit.
Technische Details der DHC-515
- Spannweite: 28,6 m
- Flugzeuglänge: 19,8 m
- Wassertankkapazität: 6.137 Liter
- Startgewicht: 19.890 kg
- Geschwindigkeit: 346 km/h
- Reichweite 2.333 km
- Schöpfzeit: 12 Sekunden
- Wellenhöhe: 2,0 m
Löschflugzeuge für Deutschland?
Auch in Deutschland wird Waldbrandbekämpfung zunehmend ein Thema. Nach Meinung von Experten spielen Flugzeuge in der Größenordnung einer DHC-515 hier allerdings eine eher untergeordnete Rolle. In der Nähe potenzieller Waldbrandgebiete mangele es schlicht an geeigneten Wasserflächen, sodass kleinere Flugzeuge (Tank ab 2.000 Litern) oder Hubschrauber die bessere Wahl wären
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