Die Bundespolizei führte am zurückliegenden Wochenende an insgesamt 50 Bahnhöfen den zweiten bundesweiten Schwerpunkteinsatz im Jahr 2026 zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität durch.
Etwa 3.000 Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei (darunter rund 1.000 Einsatzkräfte der Bundesbereitschaftspolizei) kontrollierten in der Spitze zeitgleich vom Freitag, 27. März (15:00 Uhr), bis zum Sonntag, den 29. März 2026 (03:00 Uhr), rund 11.800 Personen. Hierbei wurden mehr als 9.700 Personen aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen durchsucht.
Im Rahmen der Überprüfungen wurden schließlich 170 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, davon u.a.
- 43 Ermittlungsverfahren wegen Gewaltdelikten,
- 127 Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz (Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren) und
- 129 Verstöße gegen Allgemeinverfügungen der Bundespolizei, die das Mitführen von gefährlichen Gegenständen in Bahnhöfen untersagen.
Sicherstellung an Bahnhöfen
Bei 353 Personen lag ein Fahndungstreffer vor, davon 245 wegen Aufenthaltsermittlungen. Bei 21 Personen vollstreckten die Einsatzkräfte offene Haftbefehle. Die Beamtinnen und Beamten stellten im Rahmen des Einsatzes rund 150 gefährliche Gegenstände sicher und beschlagnahmten unter anderem Messer, Reizstoffsprühgeräte sowie verschiedene straf- oder ordnungsrechtlich relevante Gegenstände.
Weiterhin erteilten die Einsatzkräfte mehr als 330 Platzverweise in den Bahnhöfen und führten 190 sogenannte Gefährderansprachen durch. In insgesamt 21 Fällen leisteten Tatverdächtige Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen und griffen in diesem Zusammenhang in sechs Fällen die Einsatzkräfte tätlich an.
Besondere Vorkommnisse bei den Einsatzmaßnahmen
In der entsprechenden Meldung der Bundespolizei werden nach der obigen Auflistung drei als „Herausragende Sachverhalte“ bezeichnete Vorgänge geschildert, die hier wiedergegeben werden sollen.
Am 27. März 2026 gegen 21:53 Uhr stürzte ein 68-jähriger deutscher Staatsangehöriger im Hauptbahnhof Bremen ohne Fremdeinwirkung. Die Person erlitt eine Kopfplatzwunde und verlor das Bewusstsein. Im Rahmen des Schwerpunkteinsatzes eingesetzte Bundespolizisten leisteten Erste Hilfe, räumten den Bahnsteig, errichteten einen Sichtschutz und begannen umgehend mit der Reanimation unter Zuhilfenahme eines Defibrillators. Nach erfolgreicher Reanimation brachten Rettungskräfte den Schwerverletzten unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus.
Am 28. März 2026 gegen 09:52 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizei am Hauptbahnhof Frankfurt am Main/HE einen 47- jährigen deutschen Staatsangehörigen, der in seiner mitgeführten Tasche verschiedene Betäubungsmittel in nicht geringer Menge transportierte. Nach Sachvortrag und in Zusammenarbeit mit der Polizei Hessen durchsuchten die Beamten die Wohnung und fanden weitere Betäubungsmittel in nicht geringer Menge (mehrere Kilogramm) sowie über 500.000 Euro Bargeld auf.
Am 28. März 2026 gegen 19:50 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte im Hauptbahnhof Köln/NW einen 20-jährigen deutschen Staatsangehörigen. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten im mitgeführten Rucksack eine Axt fest. Die Person ist in der Vergangenheit bereits mehrfach durch das griffbereite Mitführen von Messern und Verstößen gegen Allgemeinverfügungen in Erscheinung getreten. Hierzu erfolgten bereits Zwangsgeldfestsetzungen gegen die Person.
Quelle: Bundespolizei
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