Nachhaltiger Bevölkerungsschutz: BBK und jordanische Partner schließen Teilprojekt erfolgreich ab

Wenn Krisen die Welt erschüttern, braucht es verlässliche Partnerschaften, die Stabilität schaffen – über Jahre, Grenzen und Herausforderungen hinweg. Seit 2013 arbeitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) eng mit jordanischen Partnerorganisationen zusammen, um Wissen, Strukturen und Fähigkeiten im Bevölkerungsschutz aufzubauen. Finanziert wird das Projekt durch das Auswärtige Amt.

Ausrüstung vor einer Station des CDD in Amman, die vom BBK beschafft wurde.
Ausrüstung vor einer Station des CDD in Amman, die vom BBK beschafft wurde.
Foto: BBK

Internationales Projekt in Jordanien neigt sich dem Ende zu

Nun ist das letzte Projektjahr angebrochen. Der Fokus liegt auf der nachhaltigen Verankerung des über die Jahre gewonnenen Wissens und Könnens – vor allem bei den aktuellen Projektpartnern in Jordanien, dem Civil Defence Directorate (kurz: CDD) und dem Ministry of Health (kurz: MoH).

Damit bietet sich zugleich die Gelegenheit, zurückzublicken und den Blick nach vorn zu richten: auf die letzten gemeinsamen Schritte in einer langjährigen, erfolgreichen Zusammenarbeit.

Abschließendes Kapitel: Teilprojekt Krisenmanagement

Das Teilprojekt Krisenmanagement lief von 2020 bis 2025 und konzentrierte sich auf drei Schwerpunkte: die administrativ‑strategische und operativ‑taktische Stabsarbeit sowie die Krisenkommunikation.

So waren nicht nur die derzeitigen Projektpartner CDD und MoH involviert, sondern auch Personen von weiteren jordanischen Behörden, zum Beispiel vom National Center for Security and Crises Management (kurz: NCSCM) und Public Security Directorate (kurz: PSD).

In enger Kooperation mit den jordanischen Partnern wurden zahlreiche Fachkräfte geschult. Damit trägt das BBK entscheidend zur Stärkung der Krisenreaktionsfähigkeit Jordaniens bei.

Finale Maßnahmen im Jahr 2025

Das Projektjahr 2025 markierte den Abschluss dieser gemeinsamen Lernreise.

Zwei Seminare zur Stabsarbeit fanden im Mai 2025 in Zusammenarbeit mit dem CDD statt. Dabei stellte das BBK bewährte Verfahren aus Deutschland vor und vermittelte Grundlagen des Krisenmanagements.

Eine zweitägige Stabsübung in Anlehnung an deutsche Konzepte rundete das Seminar ab. Auf Grundlage der Ergebnisse wurden diese Konzepte für den Einsatz in Jordanien angepasst.

Im August 2025 folgte ein Seminar zur Krisenkommunikation, das Grundlagen ebenso wie Best Practices für die Öffentlichkeitsarbeit in Krisensituationen vermittelte.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereiteten Pressestatements sowie Interviews vor und führten eine simulierte Pressekonferenz durch.

Zusätzlich beschaffte das BBK für den mobilen Einsatz der Stäbe in besonderen Lagen IT‑Ausstattung – ein praktischer Beitrag, um die Krisenbewältigung vor Ort zu stärken.

Mit den genannten Maßnahmen fand das Teilprojekt Krisenmanagement 2025 seinen erfolgreichen Abschluss – ein sichtbares Zeichen der gewachsenen Partnerschaft und des gemeinsamen Lernens.

Ausblick 2026 – Nachhaltigkeit und Wissenstransfer im Mittelpunkt

Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit von Schulungsmaßnahmen.

Der Fokus liegt vor allem darauf, Strukturen und Ausbildung von jordanischen Trainerinnen und Trainern zu schaffen. Die Trainerinnen und Trainer werden befähigt, Wissen und Fertigkeiten eigenständig nach dem Weggang des BBK vermitteln zu können.

Weitere Teilprojekte in den Bereichen

  • CBRN‑Schutz,
  • gesundheitlichem Bevölkerungsschutz und
  • psychosozialer Notfallversorgung.

Im Herbst 2026 bildet eine feierliche Abschlusskonferenz den Schlusspunkt des Gesamtprojekts – ein Moment, um Erfolge zu würdigen, das Erreichte weiterzugeben und gemeinsam nach vorn zu schauen.

Ein Netzwerk aus Vertrauen und Verantwortung

Über mehr als ein Jahrzehnt hat sich zwischen dem BBK und den jordanischen Partnern ein stabiles Netzwerk des Vertrauens entwickelt.

Der Austausch von Wissen, Erfahrung und Perspektiven hat Strukturen entstehen lassen, die bleiben.

So trägt das Projekt unmittelbar zur Stärkung des jordanischen Bevölkerungsschutzes bei – und damit zur Erhöhung der Sicherheit und Resilienz in der gesamten Region.

 

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

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