Erfolgreiche Sanierung der Feuerwache Charlottenburg-Nord abgeschlossen

Berliner Feuerwehr
Berliner Feuerwehr: Mit neuem Gebäude in die Zukunft
Symbolbild KI-generiert

Berliner Feuerwehr: Mit neuem Gebäude in die Zukunft

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat die umfassende energetische Sanierung der Feuerwache Charlottenburg-Nord erfolgreich abgeschlossen. Nach einer Bauzeit von rund drei Jahren präsentiert sich der Standort als zukunftsweisendes Beispiel für nachhaltige Bestandsentwicklung, innovative Bauverfahren und energieeffiziente Gebäudetechnik.

Historischer Standort

Mit der Übergabe der modernisierten Feuerwache Charlottenburg‑Nord stärkt die Berliner Feuerwehr einen ihrer historisch bedeutendsten Standorte. Die Wache, die seit 1965 nahezu ununterbrochen im Einsatz war, wies zuletzt einen erheblichen Modernisierungsbedarf auf – sowohl im Hinblick auf Arbeits- und Gesundheitsschutz als auch auf die funktionalen Anforderungen eines zeitgemäßen Einsatzdienstes.

Die Sanierung stellt daher einen wichtigen Schritt im Abbau des landesweiten Sanierungsstaus dar. Gleichzeitig nutzt die Feuerwehr die Erfahrungen aus diesem Projekt, um künftige Bau‑ und Sanierungsprozesse weiter zu verbessern, etwa durch eine stärkere Einbindung der Einsatzkräfte und effizientere Abläufe. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der rund 90 Kolleginnen und Kollegen der Wache, die während der Bauzeit vielfältige, zusätzliche Belastungen durch Umzüge und Interimslösungen getragen haben und nun in einen modernisierten, zukunftsfähigen Standort zurückkehren.

Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport:

„Mit der Sanierung der Feuerwache Charlottenburg-Nord verbessern wir die Notfallversorgung nachhaltig und zukunftssicher. Die Modernisierung ist ein wichtiger Meilenstein für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr und für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr leisten Tag für Tag Herausragendes und das oft unter extremen Belastungen. Diese Investition ist daher auch ein Zeichen der Wertschätzung. Die wiedereröffnete Feuerwache zeigt, dass wir auch in Zeiten angespannter Haushaltslage weiter konsequent in die Sicherheit in unserer Stadt investieren. Allein das Sanierungsbudget für die Berliner Feuerwehr haben wir von 6,7 auf 10,2 Millionen Euro im Jahr 2026 erhöht. Das ist ein notwendiger Schritt, um den in vielen Jahren entstandenen Sanierungsstau abzubauen.“

Stefan Evers, Senator für Finanzen:

„Die sanierte Feuerwache Charlottenburg-Nord zeigt, wie Berlin investiert: Wir erhalten landeseigene Gebäude, stärken die Einsatzfähigkeit unserer Berliner Feuerwehr und senken gleichzeitig dauerhaft Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß. Sanierung statt Abriss ist hier nicht nur wirtschaftlich vernünftig, sondern auch ein starkes Signal für nachhaltiges Bauen im Bestand.“

Landesbranddirektor Prof. Dr. Karsten Homrighausen:

„Dieser Termin heute stimmt mich zuversichtlich, denn es ist ein weiterer von vielen, dringend nötigen Schritten, die wir derzeit gehen und noch gehen müssen, um den Sanierungsstau bei der Instandsetzung unserer Wachen abzubauen. Charlottenburg-Nord ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes eines der „zentralen“ Sanierungsprojekte gewesen. Danke an alle, die am Prozess dieser Sanierung beteiligt waren, insbesondere an die Kolleginnen und Kollegen der Wache, die diese Belastung zusätzlich zu ihrem eigentlichen Tätigkeitsbereich, dem Einsatzdienst, gemeistert haben.“

BIM-Geschäftsführer Dr. Matthias Hardinghaus:

„Die Entscheidung für die Sanierung des Bestandsgebäudes ist auch ein Bekenntnis für nachhaltiges Bauen im Bestand – gegenüber einem Abriss und Neubau sparen wir etwa 290 Tonnen CO₂.“

Neben der Gebäudehülle wurde auch die technische Gebäudeausrüstung umfassend erneuert. Zu den zentralen Maßnahmen zählen:

  • Energetische Sanierung von Dach und Fassade

  • Installation moderner Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

  • Integration einer Photovoltaikanlage mit Einspeisung ins Liegenschaftsnetz

  • Nutzung bestehender Nahwärmestrukturen (Blockheizkraftwerk)

Die Sanierung führt zu einer jährlichen Energieeinsparung von rund 255.000 kWh; gleichzeitig sinkt der CO2-Ausstoß pro Jahr um etwa 53 Tonnen.

Planung bis ins letzte Detail

Ein besonderer Fokus lag auf dem Einsatz serieller Bauweisen. Die neue, vorgehängte Fassade wurde aus insgesamt 86 vorgefertigten Holzrahmen-Tafelelementen gefertigt (38 kleinere und 48 größere Elemente). Diese wurden inklusive Dämmung, Wetterschicht, Sonnenschutz sowie Fenstern vormontiert geliefert und vor Ort angebracht. Durch die serielle Vorfertigung konnte witterungsunabhängig sowie parallel im Innen- und Außenbereich gearbeitet werden.

Die Feuerwache ist Teil eines Ensembles aus insgesamt zehn Gebäuden auf einem rund 40.000 m² großen Areal der Berliner Feuerwehr am Nikolaus-Groß-Weg. Das sanierte Gebäude umfasst etwa 2.750 m² Fläche und stammt aus dem Jahr 1965. Dank der Sanierung, die im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG EM) mit rund 495.000 Euro unterstützt wurde und deren Kosten sich insgesamt auf 13,1 Mio. Euro beliefen, erreicht das Gebäude den Energieeffizienzstandard GEG-30 für die Gebäudehülle.

Quelle: Berliner Feuerwehr

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