Kriminalstatistik Hessen: Weiterer Rückgang der Straftaten

Der hessische Innenminister Roman Poseck erklärte zur Veröffentlichung der polizeilichen Kriminalstatistik des Landes Hessen: „Die PKS 2025 ist eine Bestätigung unserer konsequenten Sicherheitspolitik. Maßnahmen wie die Innenstadtoffensive oder die Allianz Geldautomaten wirken. Hessen ist 2025 noch sicherer geworden.“

Marc Nellen leitet den Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege beim DRK.
Marc Nellen leitet den Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege beim DRK.
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Innenminister Roman Poseck, Landespolizeipräsident Felix Paschek und LKA-Präsident Daniel Muth stellten heute die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 vor. Die Zahlen zeigen, dass Hessen weiterhin zu den sichersten Bundesländern Deutschlands gehört. Im Jahr 2025 wurden 376.981 Straftaten registriert und somit ein Rückgang um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 388.226 Straftaten) verzeichnet.

Im 10-Jahresvergleich (403.188 Fälle) sind die Straftaten um 6,5 Prozent zurückgegangen; im 20-Jahresvergleich (441.830 Fälle) sogar um 15 Prozent. Die Häufigkeitszahl (Straftaten pro 100.000 Einwohner) sank von 6.046 im letzten Jahr auf 6.002. Die Aufklärungsquote ist im letzten Jahr leicht um 0,8 Prozent auf 61,1 Prozent gesunken.

Innenminister Roman Poseck erklärte: „Die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik zeigt, dass Hessen noch sicherer geworden ist. Die Kriminalität ist in Hessen im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent zurückgegangen. Das ist nach dem Jahr 2024, in dem die Kriminalität bereits um 2,3 Prozent rückläufig war, ein erneuter Rückgang der Straftaten.

Auch die Anzahl der Tatverdächtigen ist im Jahr 2025 um 5,8 Prozent zurückgegangen. Das bedeutet, dass es in Hessen insgesamt deutlich weniger Kriminalität gibt als in früheren Jahren. Hessen ist und bleibt auch im Ländervergleich ein sehr sicheres Bundesland.

Der erneute Rückgang der Kriminalitätsbelastung belegt auch, dass wir die richtigen Maßnahmen ergriffen haben, um die Sicherheitslage in Hessen wirkungsvoll zu verbessern. Das wird beispielhaft deutlich anhand des Rückgangs der Straßenkriminalität. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent zurückgegangen. Das ist kein Zufall, sondern auch das Ergebnis unserer Innenstadtoffensive, die wir im Februar 2024 gestartet haben. Mit verstärkter Polizeipräsenz, Waffenverbotszonen und dem Ausbau von Videoschutzanlagen haben wir die Sicherheit in den Innenstädten unserer großen Städte spürbar verbessert.

In Kassel gab es in 2025 einen Kriminalitätsrückgang um 14,7 Prozent, in Bad Hersfeld um 14,6 Prozent und in Wiesbaden um 12,2 Prozent. Gerade der Rückgang der Straßenkriminalität im Frankfurter Bahnhofsviertel um 6,9 Prozent bestätigt die Sicherheitsstrategie der Landesregierung – insbesondere den 7-Punkte-Plan. Viele Deliktsbereiche bestätigen den positiven Trend: Besonders hervorzuheben ist der Rückgang der Messerangriffe in öffentlichen Bereichen um 18,8 Prozent, der auch auf die zunehmenden Einrichtungen von Waffenverbotszonen in hessischen Städten zurückzuführen ist. Der Taschendiebstahl ist um 25,9 Prozent und der Straßenraub um 15,2 Prozent gegenüber 2024 gesunken, was auch Ergebnisse der Innenstadtoffensive sind.

Noch deutlicher wirken konkrete Maßnahmen gegen Geldautomatensprengungen. Die Fälle sind sehr stark zurückgegangen. Im vergangenen Jahr gab es nur sechs Fälle; im Jahr 2023 waren es noch 61 Fälle. Die Fallzahlen konnten also binnen kurzer Zeit auf ein Zehntel reduziert werden. Auch diese Entwicklung ist das Ergebnis konkreter Maßnahmen der Prävention und Repression.

Erfreulich ist auch der Rückgang der Jugendkriminalität um 11,8 Prozent auf 37.257 Fälle in 2025 (2024: 42.243 Fälle). Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der digital auswertbaren Datenerfassung im Jahr 2001 (50.018 Fälle). Die Häuser des Jugendrechts und die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendamt haben sich bewährt. Auch die umfangreichen Präventionsprogramme der Polizei zeigen ihre Wirkung.

Auch die Ausländerkriminalität ist gesunken: In den Jahren 2023 und 2024 gab es in Hessen mehr nichtdeutsche Tatverdächtige als deutsche Tatverdächtige; auch 2016 war der Anteil höher. 2025 hat sich dieser Trend wieder umgekehrt, was auf einen Rückgang der von Flüchtlingen begangenen Straftaten zurückzuführen ist. Diese Zahlen verdeutlichen auch den Erfolg unserer konsequenten Rückführungspolitik bei ausländischen Straftätern.

Neben vielen positiven Trends bildet die PKS 2025 auch problematische Entwicklungen ab. Dazu gehört der weitere Anstieg der Angriffe auf Einsatzkräfte. Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungskräfte tragen jeden Tag dazu bei, Menschen zu schützen. Jeder Angriff auf die Frauen und Männer ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat.

Leider gab es im vergangenen Jahr auch einen erneuten Anstieg von häuslicher Gewalt. Das Land hat bereits auf die hohen Zahlen der letzten Jahre reagiert und 2024 ein Frauensicherheitspaket aufgelegt. Daran werden wir auch in diesem Jahr anknüpfen. Die erweiterten Einsatzmöglichkeiten der Fußfessel, die jetzt auch auf Bundesebene auf dem Weg sind, werden überdies einen Sicherheitsgewinn für Betroffene bewirken.

Eine große Herausforderung ist der Anstieg politisch motivierter Straftaten auf 5.556 Fälle (2024: 4.443), vor allem im linksextremen Bereich sind die Fallzahlen stark, nämlich um knapp 180 Prozent, gestiegen. Wir werden daher die Anstrengungen gegen den Linksextremismus intensivieren.

Unabhängig davon bleibt der Rechtsextremismus die größte Gefahr für unsere Demokratie. Das unterstreichen die erneut gestiegenen Zahlen der politisch motivierten Kriminalität aus dem rechtsextremen Bereich: Mit 2.467 Straftaten wird ein neuer Höchststand erreicht. Auch die rechtsextrem motivierten Gewalttaten sind weiter gestiegen, von 70 auf 73. Wir werden daher auch in Zukunft den hohen Ermittlungsdruck und die konsequente Linie gegen den Rechtsextremismus fortsetzen.

Schon jetzt leisten die Polizisten Herausragendes. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den über 16.000 Polizistinnen und Polizisten, die täglich und rund um die Uhr für unsere Sicherheit sorgen. Dank ihrer professionellen Arbeit können wir gewährleisten, dass die Menschen in Hessen sicher sind und sich sicher fühlen.“

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